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first_class_06_07_2013

Foto: privat Herr Brauer, P-Labor ist seit 25 Jahren auf dem Markt und gilt mit seinen Medienangeboten für die Hotellerie als Pionier. Wie ha-ben sich hier die Möglichkeiten entwickelt? Was wird in Zukunft gefragt sein? Als wir uns in den 1980er Jahren mit der Frage beschäftigten, wie man für Reisende ein spezielles, weiterführendes Fernsehange-bot entwickeln kann, kam uns die Idee, in herkömmlichen Röhrenfernsehern Hochfre-quenzboxen zu installieren, mit denen Zusatzangebote gegen Bezahlung eingespeist werden können. Das Pay-TV erlebte da-mit in deutschen Hotels seine ersten Gehversuche. Heute kann I H R H OTE L B IE TE T SO E I N I G E S! DAN N ZE IG EN SI E ES! MEDIEN TECHNIK KONFERENZ TECHNIK NETZWERK TECHNIK TASCAN Systems GmbH Max-Planck-Straße 38 50858 Köln Tel. +49 2234 2045-0 E-Mail info@TASCAN.de Internet www.TASCAN.de im Blick zu haben und ob diese von einem etwaigen Info/Pay-TV System überhaupt genutzt wer-den. Sonst ist das Fernsehsystem häufig in zwei, drei Jahren völlig überholt. Ich rate in diesem Sin-ne auch davon ab, ein proprie-täres Komplettsystem von einem einzigen Hersteller zu erwerben und sich dabei auf manchmal zweifelhafte Langzeitverträge einzulassen. Berater und Tech-nologiedienste wie wir kennen die verschiedenen Systeme ge-nau und helfen den Hotels, un-abhängig und auf die jeweiligen Bedürfnisse des Hauses zuge-schnitten, individuelle, zukunfts-fähige Mediensysteme zu ins-tallieren, die trotzdem keine In-sellösungen * * * in Ihrem interaktivem Hotel-Infoportal * * * sind. Grundsätzlich empfehlen wir dabei, heute nur noch hybridfähige TV-Geräte zu kaufen, da diese stets eine gute Basis für Adaptionen von Dritt-systemen sind. Sie entwickeln auch Kommunika-tionssysteme für Sehbehinderte. Inwiefern lassen sich diese in Hotels nutzen? Bisher haben wir diese Systeme vor allem im Healthcare-Markt im Einsatz, in dem wir bereits seit 1992 aktiv sind. Dabei werden insbesondere für Sehbehinderte die Informationen und Angebote u. a. gesprochen. Bei Steigen-berger haben wir z. B. solch ein System bereits in barrierefreien Zimmern installiert. Mit der de-mografischen Entwicklung könn-ten diese Möglichkeiten im Hotel sicher als besonderes Service-angebot interessant werden. Wo sehen Sie die Grenzen von grenzenloser Medienvielfalt im Hotel? Es ist erlaubt, was gefällt. Ich fin-de aber, dass man z. B. den Well-nessbereich, der immer mehr als Kokon wahrgenommen wird, als Switch-off-Area belassen sollte. Es ist besser, den Gästen hier die Kontrolle über den Umfang ihres Medienkonsums individuell zu überlassen. Für mich gehört dazu kein Fernsehangebot, aber z. B. die Option, den iPod anzuschlie-ßen. Danke für das Gespräch. syk Maßgeschneidertes TV mit dem Internet und dem indi-viduellen Content, den der Gast mitbringt, der Fernseher zum Multimediakanal umfunktioniert werden – egal ob via TV telefo-niert wird, im Netz gesurft wird oder Medien on demand ge-nutzt werden. Entscheidend für offene TV-Plattformen im Hotel ist es daher, dass die Häuser vor allem ausreichende Netzwerkressourcen bereitstellen und eine entsprechende Datensicherheit bieten. Es gilt, individuell auf das individuelle Nutzerverhalten des Gastes einzugehen und ihm nur das modular anzubieten, was er auch wirklich nutzen möchte. Gefragt sind dabei immer mehr verbraucherorientierte Informa-tionen statt eine Mannigfaltigkeit an Programmen. Was raten Sie Hotels, die ein indi-viduelles TV-Angebot mit Zukunft bieten wollen? Durch die Geschäftsmodelle in der Hotellerie liegt diese i.d.R. drei Jahre hinter den aktu-ellen technischen Möglichkei-ten, daher ist es wichtig, beim heutigen Kauf von TV-Ge-räten primär die Leistungs-reserven, die das Gerät hat, Medienangebote im Hotel lassen sich heute individualisieren. Hauke Brauer, Geschäftsführer von P-Labor, erklärt, worauf es ankommt. hotelmedien


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