Einrichtung - Flexible Raumkonzepte: Aus eins mach alles

first_class_05_2013

Fotos einrichtung Neuer Raum lässt sich nicht ohne weiteres schaffen, ein zusätzliches Zimmer können Hotels nicht einfach herzaubern. Hoteliers in der Stadt oder in Gebäuden, die ursprünglich nicht als Hotel konzipiert waren, müssen sich heute einiges einfallen lassen. Zudem verschwimmen zu-nehmend auch die Grenzen, etwa von der klassischen Lobby, die heute andere und oft auch mehrere Bedürfnisse gleichzeitig zu er-füllen hat. „Schon zuhause gehen verstärkt Aus eins mach alles verschiedene Wohnbereiche ineinander über. Im Hotel verschmelzen z. B. Lobby, Bar und Restaurantbereich miteinander. Es entstehen wohnzimmerähnliche Strukturen, die diese Bereiche geschickt verbinden“, erklärt Corinna Kretschmar-Joehnk von Joi-Design. Das Rilano 24/7 Hotel München City z. B. hat die Rezeption abgeschafft. Die Gäste können auf pinken Bän-ken und Sitzwürfeln Platz nehmen und mit iPads selbst einchecken. Doch diese Lobby kann noch mehr: Sie ist Aufenthaltsraum und Arbeitszimmer und wird für größere Gruppen zum Frühstücks-raum. Die Möbel müssen bei so viel Flexibilität mithalten und sind daher entsprechend gewählt: Das einzige feste Stück ist die Sitzbank an der Wand. Sitzwürfel, Stühle oder Tische können die Mitarbeiter oder Gäste nach Bedarf verschieben. Tagen wie zu Hause Wie weit fortgeschnitten der Trend hin zum Wohn-zimmer ist, zeigt auch das 25 Hours Hotel Number One in Hamburg. Dort geht die Lobby fließend in das Restaurant „Esszimmer“ über, das von einem großen Gemeinschaftstisch dominiert wird. Danach geht es weiter ins „Wohnzimmer“, das als zentraler Aufent-haltsraum sowie Eventfläche mit Bar fungiert. „Als wir vor zehn Jahren eröffneten, gehörten weitläufige Partys zu unserem Konzept“, erklärt Director of Sales & Marketing, Stefan Pallasch. „Diese fei-ern wir nicht mehr, doch die offene und flexible Raumstruktur ist geblieben.“ Im Wohnzimmer können die Gäste arbeiten, Tischtennis spielen, Getränke aus Bar und Restaurant genießen oder sich in Arbeitsgruppen zusammenschließen. Flexibel zeigt sich der Raum vor allem aber im Tagungsbereich. „Der Freiraum 1 lässt sich mit dem Wohnzimmer zusammenschließen, um eine große Eventfläche zu erhalten“, beschreibt Stefan Pallasch. Das gelingt innerhalb nur 30 Minuten mithilfe von mobilen Wänden. Im Restaurant steht für Gruppen oder Kom-munikationsfreudige eine lange Tafel aus Zebrano-Holz mit Sitzbänken zur Verfügung. Für Intimität sorgen kleinere Tische aus dem selben Holz, die den Raum zu einer optischen Einheit verbinden. Platzmangel und neue Raumfunktionen machen Flexibilität zur Notwendigkeit. Mit der richtigen Einrichtung werden Räume zum Multitalent. Foto: 25 Hours Hotel Number One 32 5/2013


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