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Arbeitgeberbewertungen. Der Unternehmensumsatz ist wiederum von 2009 bis 2012 um 100 % gestiegen. „Wir haben mit dem Preis eine große Bestätigung da-für gefunden, aber wir wissen, dass wir weiter daran arbeiten müssen“, erklärte Bodo Janssen bescheiden bei der Verleihung. Überzeugte die Jury etliche Gesamtkonzepte, so schnitten im Einzelvergleich auch einige vorgestellte Weiterbildungspro-gramme gut ab. So konnte vor allem Kempinski mit der Trai-ningsstrategie „Kempinski trai-niert Kempinski“ als zweitbestes HR-Konzept in der Kategorie Kettenhotels und Kooperationen punkten. Im Fokus steht dabei die Idee, dass die Top-Führungs-riege den besonders talentierten Führungsnachwuchs selbst trai-niert – unterstützt von Profes-soren der Reims Management School. In der Praxis heißt das, dass Präsident & CEO Reto Witt-wer selbst die Teilnehmer schult oder CFO Colin Lubbe Finanz-fragen im Seminar erörtert. „Wir als Mitarbeiter erwecken unser Markenversprechen zum Leben. Gleichzeitig wird Kempinski da-mit als Arbeitgeber attraktiver“, beschreibt Marc Feller, Corporate Director des Essential! Training Programm, einen Effekt. Weiterbildung ist auch beim Drittplatzierten in dieser Kate-gorie, den Lindner Hotels & Re-sorts, das Motto. Das Blended Learning-Konzept verknüpft E-Learning- Angebote mit Praxis-workshops sowie Präsenzveran-staltungen und ermöglicht so ein noch effektiveres, vielseitigeres Lern- und Fortbildungsangebot für jeden Mitarbeiter – egal ob Direktor oder Berufsanfänger. Umgesetzt wird das Konzept der-zeit von einer externen Plattform. App und Auto Im Bereich Individualhotels ge-wann ein bereits häufig ausge-zeichneter Pionier, der Schind-lerhof in Nürnberg, die begehrte Trophäe. Mit der Fachhochschule Würzburg/Schweinfurt hatte er ein umfassendes Leistungs- und Anerkennungssystem entwickelt, das die Erfolge des Einzelnen, der Teams und des Gesamtun-ternehmens durch Kriterien wie Hotelcareer, überzeugt. In den zwei Kategorien „Kettenhotels und Kooperationen“ sowie „Indi-vidualhotels“ wurden die jeweils drei Besten mit Weiterbildungs-paketen ausgezeichnet. Allein die Sieger erhielten Preise im Wert von jeweils ca. 10.000 E. Vision von Glücklichen „Wir brauchen einen neuen Füh-rungsstil – einen individualisier-ten, wertschätzenden Führungs-stil“, bringt es Elke Schade in ihrer einführenden Rede auf den Punkt. Gemeint sei dabei kein Führen durch Selbstaufgabe, sondern mittels emotionaler In-telligenz, Querdenken, Mut und mehr Selbstreflexion. Upstals-boom Hotel + Freizeit, ein Feri-enanbieter an Nord- und Ostsee mit ca. 600 Mitarbeitern, hat in seiner Bewerbung diesbezüg-lich eines der originellsten Mit-arbeiterkonzepte vorgelegt und Platz 1 in der Kategorie Kettenho-tels und Kooperationen erreicht. Dabei war die Initialzündung die persönliche Enttäuschung des Geschäftsführers Bodo Janssen über die in einer Mitarbeiterum-frage ermittelte Unzufriedenheit, trotz guter Geschäftsergebnisse. In der Folge zog es den Betriebs-wirt und Sinologen ins Kloster zu Benediktinerpater Anselm Grün und beide arbeiteten an einer Belebung der Upstalschen Unternehmenskultur. Mit dem Corporate-Happiness-Pionier in Deutschland, Dr. Oliver Haas, entwickelte das Team systema-tisch einen besseren Führungs-stil und Umgang. „Die Kette hat den Ansatzpunkt verinnerlicht, dass nur jene andere gut füh-ren, die eine gute Selbststeue-rung haben“, erklärt Prof. Dr. Celine Chang vom Lehrstuhl Human Resources Management der Fakultät für Tourismus an der Hochschule München und Jury-Mitglied. Das Ziel: mehr Menschlichkeit, Dankbarkeit und Kompetenz in der Führung sowie mehr privates Glück, Aus-strahlung und Spaß bei der Ar-beit. Die Ergebnisse: Seit 2010 steigt die regelmäßig ermittelte Mitarbeiterzufriedenheit rasant, das Personal ist bei sinkender Fluktuation leicht zu finden, und Upstalsboom glänzt in externen Foto: Kirchner JOBS FÜR JEDEN STERN AM HOTEL-HIMMEL IHRE KARRIERE ZUM GREIFEN NAH WWW.HOTELCAREER.DE


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