Branchenfokus - Hotel-News: Neuigkeiten aus der Hotellerie

first_class_03_2013

Fotos: privat, Kermess, Bureau du Champagne Wenn dem Gast ein Schaden wider-fährt, ist dies ärgerlich – vor allem auch wenn Ihr Haus dafür haftbar gemacht werden soll. Neben Schadensklas-sikern wie Serviermal-heurs, müssen Sie dabei auch auf Ungewöhnli-ches gefasst sein, in un-seren Schadensakten finden wir z. B. die gestohlene Hose aus dem Wer den Schaden hat... … sucht einen Schuldigen. Wenn Gäste Schäden monieren, ist Fingerspitzengefühl angesagt. verschlossenen Zimmer oder den Gast mit verletztem Gesäß durch einen zusammengebrochenen Stuhl. Sie wollen in Zeiten von Internet-Bewertungsportalen in solchen Situationen den Gast schnell und umfassend zufrie-denstellen, daher sollten Sie vor-ab die Vorgehensweisen mit erfahrenen Bera-tern festlegen und die Mitarbeiter instruieren. Kommunizieren Sie dem Gast von Beginn an, dass Ihr Haftpflichtversi-cherer i.d.R. für Schäden aufkommt, für die Ihr Haus lt. BGB haftbar ge-macht werden kann. Das gilt übrigens unabhängig vom Verschulden, denn nach §§ 701 + 702 BGB greift eine Haftung ohne Verschulden für das 100-fache des Beherber-gungspreises für einen Tag, höchstens jedoch 3.500 E (für Geld, Wertpa-piere, Kostbarkeiten max. 800 E). Bei Verschulden ist die Haftung unbegrenzt. Eine unbegrenzte Haftung be-schränken dabei alle Haftpflicht-versicherer auf die Sachent-schädigung je Gast, manche auf weniger als 10.000 E. Um die Er-wartungshaltung des Gastes im Zaum zu halten, sollten Sie wis- Versicherungstipp Volker Begas sen, dass gesetzliche Ansprüche nur für Reparaturen bestehen, falls nicht möglich, gilt ein Wertersatz bis max. zur Zeitwerthöhe. Teils kann über die Hausratversicherung des Gastes die Diffe-renz zum Neuwert entschädigt werden. Auch handverlesene Hotelkonzepte sehen solche Posi-tionen im Rahmen der Inhaltsver-sicherung vor. Für den Gast besteht eine Mit-wirkungs- und Beweispflicht – er muss seinen Schaden glaubwür-dig darlegen (offizielle Schadens-meldung – im Idealfall via Gäste-formular, zeitnahe Beschaffung von Anschaffungsrechnungen, Reparaturkostenvoranschlägen oder bei Einbruch-Diebstahl polizeiliche Anzeige). Versiche-rungsvertraglich ist übrigens eine sofortige Schadensmeldung ver-einbart. Zudem ist der schnelle Kontakt mit Ihrem Berater hilf-reich, dessen Kontaktdaten sie an den Gast weitergeben können – oder mit Einverständnis, auch umgekehrt. Bei Kleinschäden bis 100 E ent-scheiden sich manche für Ent-schädigungen aus der eigenen Kasse. Das hat Vorteile: Der Gast ist positiv angetan von der schnellen, unkomplizierten Vor-gehensweise, es sind keine ne-gativen Interneteinträge zu be-fürchten, und der Gast kommt i.d.R. wieder. Sie ersparen dem Gast ggf. auch die Enttäuschung über geringe Zeitwertentschä-digungen, und letztlich bleiben Ihre Versicherungsbeiträge lang-fristig preiswert und steigern die Chancen, dass Ihr Berater im Schadensfall eine Kulanzent-schädigung erwirkt. Wie man sieht, beschränkt sich Versicherungsberatung nicht auf den Abschluss preiswerter Poli-cen. Erfahrene, verantwortungs-volle Hotelmakler bieten neben einem erstklassigen Versiche-rungsschutz auch ihr gesamtes Know-how und sind in Stresssitu-ationen erreichbar. Volker Begas, GGF der Mosaic Versicherungs-makler, www.hotelversicherer.de MEHR ZEIT FÜR SICH In den fünf verschiedenen Seminaren der Chef Akademie, die vor gut einem Jahr eröffnet wurde, lernen Köche, ihr Zeitmanagement zu verbessern. Zudem werden ihnen kreative Tipps und Anre-gungen für die Weiterentwicklung ihrer Gastronomie vermittelt. SEMINARE IM 1. HALBJAHR 2013: Convenience neu erleben: 11./12. Juni 2013 Der Bankett Manager: 9./10. April, 28./29. Mai 2013 Der Koch zwischen Leidenschaft und Lebensqualität: 25./26. Juni 2013 Innovatives Kochen mit Menükomponenten: 14./15. Mai 2013 Vom Koch zum Küchenmanager: 27./28. März, 23./24. April 2013 www.chef-akademie-zarrentin.de RUNDES JUBILÄUM Zum 50. Mal bereitete die Aus- und Weiterbildungsstätte Kermess in München die prak-tischen IHK-Küchenmeisterprüfungen vor. Die Prüflinge kochten für die Gäste ein Fünf-Gänge- Menü – 19 von 22 Teilnehmern bestanden. Der beste Absolvent der ersten Prüfung 1988, Heri-bert Schwarz, erhielt zudem den neu gestalteten großen Meisterbrief der IHK. www.kermess.de PRICKELNDER SIEG Mit Robin Spitz, Matthias Altmann und Markus Tauß hat das Team der Hotelfach-schule Heidelberg den 40. Champagne- Wettbewerb der deut-schen Hotelfachschu-len in Berlin gewonnen. Insgesamt 15 Studierende von fünf Hotelfachschulen erarbeiteten ihre Barkonzepte für die Inszenierung und den Verkauf von Champagner und stellten einer Fachjury ihre Marketing- und Verkaufs-strategien vor. Zudem beinhaltete die Prüfung eine Blindverkostung und die Champagner-Weinbegleitung eines Menüs. www.champagne.de TREFFEN DER EHEMALIGEN Zusammen mit der Hotelfachschule Wihoga Dortmund fand im Januar 2013 das erste HotelloTop Deutsch-land Jahrestreffen für Absolventen aller Hotelfachschulen, Hospitality-Fachhochschulen etc. statt. In Dort-mund gab es rund um das Thema „Erfolg ist ein bewegliches Ziel“ Vorträge und eine Podiumsdiskussion sowie eine Trendtour auf der Fachmesse Best of Events International. www.wihoga.de branchenfokus 6 3/2013


first_class_03_2013
To see the actual publication please follow the link above