Karriere - Karrieren vorher und nachher: Coaching: Auf geht's!

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Fotos: © Sergej Khackimullin - Fotolia.com karriere Auf geht’s! der Folge freigesetzt, das technisch-unternehme-rische Know-how sowie die Kontakte und die soziale Kompetenz kommen frei zur Entfaltung. Der Ex- Unternehmer sucht nach einer Win-Win-Situation, in der er zum einen kraftvoll seinen gesellschaftlichen Beitrag leis-ten will und zum anderen die Gesellschaft an seinem breitem Wissen partizipieren lassen möchte. Möglichkeiten bieten sich in Hülle und Fülle – ob als Berater in seiner Branche, als Aktiv-Senior bei der Förderung von Existenzgründern, als ehrenamtlicher Vorstand in einer karitativen Einrichtung, als Stratege bei der Gründung wirtschafts- oder sozialveranwortlicher Institutionen oder einfach als „junger“ Student der Romanis-tik, Kunstgeschichte & Co., wovon er schon immer geträumt hatte. Ein Weg sollte dem Senior jedoch streng versperrt bleiben, es sei denn, er wird vom Nachfolger gerufen: der Weg zu-rück in den alten Betrieb. Hier könnte ansonsten in Windeseile ein unübersehbarer Flurschaden angerichtet werden, indem die alte Mannschaft in Interessens-konflikte zwischen Jung und Alt gerät und dem neuen Verant-wortlichen die noch junge Treue wiederum entzieht. Langwierige und schwierige Nachfolge-regelungen prägten bisher den Tenor vieler Übergabeprozesse. Einige Busi-ness- Coaches und Unternehmensberater haben hierbei zu einer reibungslosen, erfolg-reichen Übergabe beigetragen. Der Prozess von der ersten Idee bis zur Schlüsselüber-gabe hatte dabei oft schmerzhafte Fragen des „Soll ich?“, „Muss ich?“, „Wann nun?“ und „Mit der Familie oder jemandem von außen?“ provoziert. Sind diese Fragen nun zum Wohle aller geklärt und hat sich der dy-namische Neue etabliert, so bleibt noch der misstrauische Senior, der nun mit der vielen Zeit zurechtkommen muss. „Offenbarung oder Fallgrube“ nannte diese Lage kürzlich laut werden, die das Ausscheiden aus dem Unternehmen bedauern. Dahinter steckt oft die fehlende Moti-vation und Vision des Ex-Unternehmers, sich selbst eine neue Perspektive zu erarbeiten und die neue Lebensphase aktiv zu gestalten. Die Power, die den Senior über Jahrzehnte hat erfolg-reich wirken lassen, gilt es nun anders zu kanalisieren. Der Sprung aus den Federn am frühen Morgen kann zwar später als ge-wohnt erfolgen, aber genauso dynamisch. Energien werden in Und wie steht es um die Motivation des Jung-fuchses, den übernehmenden Unternehmer im neuen Betrieb? Fühlt sich der neue Leiter schon sicher im Führungssattel? Wie steht es um die Kontakte innerhalb seines Mitarbei-terstabes und seines Bodenpersonals? Läuft das Geschäft so an, wie er es sich erträumt hat oder klemmt seine Idee auf dem Wege zur Realisation? Wer außer ihm selbst ist nun für die eigene Motivation zuständig, an der Erarbeitung und Umsetzung einer Vision, die mittelfristig Realität wird? Willkommen in der Wirklichkeit, lässt sich hier häufig feststellen, denn die Positi-on eines Unternehmers ist zunächst ein-mal ziemlich einsam. Alle schauen auf den Neuen und warten ab. Diese Situation sollte schnell er-kannt und nicht durch eigene Durchhalteparolen verzerrt werden. An der Seite eines Business-Coa-ches bietet sich neben dem Tagesgeschäft ein Life-Balance-Programm an, das bewusst den Partikel Arbeit außen vorlässt. Dabei geht es um Fragen wie: Welche Werte sind dem jungen Leiter wichtig? Wofür brennt er? Wie sind seine Wünsche und Hoffnungen für sich selbst im Zusammenspiel mit seiner neuen Lebenssituation? Welchen Stellen-wert spielt seine familiäre Umgebung und in wie weit müssen hier zunächst visionäre, dann aber auch realistische Anpassungen vorgenommen werden? „Schmiede das Ei-sen solange es heiß ist“ könnte eine zielfüh-rende Hinwendung für eine nachhaltige Mo-tivation sein, einen Traum zu leben – jenen, in dem das Leben voller Freude und Erfül-lung auch Platz bietet für Arbeit und Privat-leben. Georg-W. Moeller, GWM-Coaching, www.gwm-coaching.de Um der Betriebsnachfolge den Schrecken zu nehmen, lohnt ein Blick ins Morgen – denn neue Projekte schaffen ein erfülltes Leben „danach“. ein Maschinenbau-Ingenieur bei der Über-gabe seiner Fabrik – und nicht selten ergibt sich eine Art Orientierungslosigkeit für beide Seiten. Während der Senior mit sich und sei-nem Schicksal hadert und sich nach etlichen verspäteten Frühstücken und Golfplatzbe-suchen langweilt, mehren sich zu Hause die Reibereien und Missverständnisse im Fami-lienkreis, sodass hier und da schon Stimmen


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