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Fotos: Kason, Voglauer, Fritz Schlecht/SHL, castelberry/ fotolia.com Wer heute seine Zimmer umweltfreundlich umbauen will, hat jenseits von Lippenbekenntnissen inzwischen viele echte Möglichkeiten. Wir zeigen Beispiele. „Die gesundheitli-che Unbedenklichkeit der Materialien spielt seit Jahren eine Rolle. Für hygienisch sensib-le Bereiche setzen wir daher z. B. auch Beschläge mit einer spezi-ellen antibakterieller Beschich-tung ein.“ Ralf Schlecht, Fritz Schlecht/SHL auch Hölzer mit ätherischen Inhaltsstoffen, wie von der Zir-be, genutzt. Doch die Holzarten natürlich zu belassen und nicht mit chemischen Mitteln zu ver-siegeln, ist zugleich für stark frequentierte Bereiche wie Ho-tels schwierig. „Unbehandeltes Holz sieht, solange es sau-ber ist, schön und natürlich aus“, erklärt der Hersteller. Aber schnell könne es auch zu Wasser- und Putzmittelfle-cken kommen, die eine Schutzlackierung sinnvoll machen. Zumin-dest sollte man die Oberflächen ölen, empfiehlt Voglauer, und die Nachbehandlung regelmä-ßig durchführen lassen. Polster, Decken und Matratzen sind nur dann als Naturtextilien einsetz-bar, wenn sie den Brandschutz-auflagen genügen. Im Hotel Scarlet im englischen Cornwall z. B., das bereits in nachhaltiger Bauweise geplant wurde, wur-den Aspekte wie diese bereits sinnvoll umgesetzt, und Vo-glauer richtete die 37 Zimmer und Suiten u. a. mit natürlich gebleichter Eiche ein. Auch Fritz Schlecht/SHL stellt in diesem Sinne gerade nach den Öko-Vorgaben der Architekten das im Mai eröffnende Bora Hot Spa Resort in Radolfzell fertig. Dabei kommen vor allem auch umweltfreundlich auf Wasser-basis lasierte Holzoberflächen in Eiche Furnier zum Einsatz. Für das Einrichtungsunterneh-men eine klare Sache: „Eine gute Umwelt- bzw. CO2-Bilanz ist besonders wich-tig: Kurze Transportwe-ge, Holz aus nachweislich nachhaltiger Forstwirtschaft mit FSC-Zertifikat, der Verzicht auf Tropenhölzer sowie der bevor-zugte Einsatz von schnell nach-wachsenden Rohstoffen sind da-bei entscheidend“, erklärt der Geschäftsführen-de Gesellschafter Ralf Schlecht. Neben der Ver-wendung von nur ungiftigen, l ö s u n g s m i t - telfreien Klebstoffen, Lacken und Farben so-wie antiallergene Materialien, sind auch nachhaltige Rohstoffe wie Bambus gern genutzt – z. B. auch im Designhotel und Boar-dinghouse Impala in Herzogen-aurach. Kason betont die Bedeutung von nachhaltig geprägten Mö-belstücken bereits in der Pla-nungsphase, indem diese z. B. bereits eisenfrei gedacht wer-den und von Anfang an auch mit energieeffizienten Minibars und LEDs kombiniert werden. Neubert. Hoteleinrichtung hat in diesem Sinne auch das „Na-ture- Konzept“ aufgelegt, das mit erdigen Farben und Holz in Eiche-Optik, auf Wunsch auch mit Massivholz, arbeitet. Einen besonderen Effekt erzielt da-bei das Bettkopfteil mit einer geprägten Massivholzplatte in Schoko-Weidenstab-Optik. Was lange währt... Unabhängig von einer umwelt-freundlichen Produktion der Möbel, die z. B. auch der italie-nienische Herstel-ler Selva Hospitality seit Jahren umsetzt, kann sich Nachhaltigkeit im Zimmer auch durch die Langlebigkeit der Möbel manifestieren. „Wenn wir nach einigen Jahren in den Hotels im Rahmen unserer Ser-vices Reparaturen durchführen wollen, so sind häufig aufgrund der hochwertigen Fertigung oft nur kleine Ausbesserungsar-beiten nötig“, erklärt Elke M. Werther, die als Selva-Reprä-sentantin Deutschland vor allem viele Privathotels in einrichtet. Gerade klassische Möbel kön-nen auf diese Weise häufig weitere zehn Jahre im Hotel stehen, ohne dass man sich am Design sattsieht. Wer dennoch nach einiger Zeit neuen Wind in seine Gasträume bringen will, für den bietet Elke M. Werther Umdekorationsservices mit den bestehenden Möbeln und gege-benenfalls neuen Stoffen. Wer jenseits von Lippenbe-kenntnissen echte Öko-Zimmer will, braucht umweltfreundlich agierende Partner, Wertbestän-digkeit und nicht zuletzt die eigene Überzeugung für diesen Weg. Dann lässt sich ein natürliches Zimmerkonzept auch wirklich mit Leben füllen. syk „Unsere klas-sischen italienischen Möbel stehen aufgrund ihrer aufwändigen, umweltfreundli-chen Herstellung oft zehn Jahre und länger in den Hotels. Auch dies steht für Nachhaltigkeit.“ Elke M. Werther, Selva Hospitality „Bei der Ferti-gung unserer Quali-tätsmöbel verwenden wir erstklassiges Massivholz. Die Oberfläche wird entweder mit natürlichen Ölen oder Wasserlacken behandelt.“ Katrin Huber, Kason HOTELEINRICHTUNG neubert EinE Idee FindEt ihrE FOrm BErAtEn, PLAnEn, rEALiSiErEn KOmPLeTT AUSStAttUnG hOtELZiMMEr EMPFAnGShALLEn/ r EZEPtiOnEn rEStAUrAntS KOnFErEnZrÄUME GÄStEBÄdEr XXXL Neubert Hoteleinrichtung BDSK Handels GmbH & Co. KG Mergentheimer Straße 59 97084 Würzburg Tel. 0931-6106 165 888 Fax 0931-6106 165 356 vertrieb@objekt.de www.objekt.de 3/2013 43 444-1-13-INS-OW-First-Class-43x254 1 08.02.13 10:53


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