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30 Jahre editorial Sylvie Konzack Chefredakteurin Rekr utieren Sie Europa! Ein Hotelumsatzplus von nominal 3,1 %, und ein Gastgewerbe-Wachstum zum drit-ten Mal in Folge – die gerade bekannt gewordenen Branchenzahlen für 2012 lesen sich gut. Auch drei Jahre nach Einführung ist der positive Effekt der Mehrwertsteuersen-kung klar spürbar und wird hoffentlich auch noch nach der Bundestagswahl im Septem-ber wirken dürfen. Doch mit dem Wachstum fällt weiter die Zahl jener Kräfte, die den Aufschwung mittragen und beflügeln können. Das zeigt auch die gerade fertiggestellte Human-Resources- Studie, die die Fakultät für Tourismus an der Hochschule München im letzten Jahr in Kooperation mit GVO Personal durchgeführt hat: Danach ist bei nicht weniger als drei Viertel der befragten HR-Manager und leitenden Hotel- und Gastrono-miefachkräfte der Fachkräftemangel bereits angekommen. 76 % brauchen länger, offe-ne Stellen zu besetzen. Genauere Zahlen werden am 07.03.2013 auf der ITB (Halle 5.1, Stand 204) und in unseren nächsten Ausgaben vorgestellt. Aber schon jetzt ist klar: Beim Werben um die Perlen wird es zunehmend wichtiger, die Grenzen der Gewohnheiten zu durchbrechen. Das gilt vor allem für die Öffnung nach Europa. Denn hier, wo das Reisen quasi zu Hause ist, macht in einigen Landstrichen eine ganze Generation von jungen Europäern gerade die bittere Erfahrung, nicht gebraucht zu werden. Warum bietet ihnen hier die Hotellerie in Deutschland nicht mehr Perspektiven? Die Sprachbarriere kann es kaum sein. Institutionen wie die Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) werben inzwi-schen mit vielen Programmen im Ausland für das Arbeiten in Deutschland. Dabei geht sie zusammen mit suchenden Unternehmen auf Reisen und kommen auf Recruitingveranstaltungen, die mit den Behörden vor Ort organisiert werden, mit interessanten Bewerbern ins Gespräch. Ob IT-Unternehmen oder Krankenhaus – schon einige haben hier genau das gefunden, wonach sie zu Hause vergeblich gesucht ha-ben. Und wie daheim, wo man sich um den umworbenen Mitarbeiter auch küm-mert, holen sie den Neuen gern vom Flughafen in Deutschland ab, finanzieren ihm zusammen mit der ZAV z. B. den Sprachkurs mit oder helfen bei der Wohnungssuche. Auch Hotels, die vergeblich die Richtigen suchen, können sich vermehrt der Reise über die Grenzen anschließen. Jene, die bereits in internationalen Hotelkooperationen orga-nisiert sind, sollten noch stärker die sich ergebenen Möglichkeiten nutzen, Azubis oder qualifizierte Fachkräfte im Ausland zu finden. Denn wenn Krankenhäuser trotz eventueller Qualifizierungs- und Sprachhürden gute Erfahrungen gemacht haben, dann sollte doch auch für die Hotellerie der Weg nach Europa ein Weg zum Traummitarbeiter sein. WER SIND DIE BEST OF MARKET 2013? Wir küren die Sieger unserer Leser am 7. März 2013 in Hamburg! 2013 BEST of Market 3/2013 3


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