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Fotos Somit sichern die meist kleinen und mit-telständischen Tourismusunternehmen in Europa ca. 18 Mio. Arbeitsplätze, was laut WTTC 8,5 % des gesamten europäischen Arbeitsmarktes entspricht. Gerade für die derzeit wirtschaftlich angeschlagenen Län-der Spanien, Italien und Griechenland hängt dabei viel von der Tourismusentwicklung ab. Das Europäische Etwas bieten Interessant ist, dass mit im Schnitt 397 Mio. Ankünften in Europa die Europäer selbst ihr liebster Gast sind, gefolgt von Nord- und Südamerika mit rund 28. Mio. Ankünften – ein Trend, der durch die Euro-Krise, die für zahlreiche Menschen die finanziellen Mit-tel für weite Reisen beschnitten hat, noch verstärkt wurde. „Reisen ist und bleibt für viele Europäer ein gewisses Sozialrecht, ein Teil ihrer DNA. Dafür hält der Kontinent für jeden Geldbeutel auch passende Reisemög-lichkeiten bereit“, erklärt Eduardo Santan-der. Bei Reisenden aus aller Welt punktet Europa aber nach wie vor primär durch seine einmalige Vielfalt an Kulturen, Landschaften und Gastronomien, die einfachen Reisewege und Sicherheit. Für Reisende aus Übersee und Nicht-EU-Ländern seien allerdings noch immer die Visumformalitäten zu schwierig marktforschung Top 5 der deutschen Städte Januar bis Oktober 2012 Städte Belegungsrate Durchschnittlicher Preis* RevPAR* % Entwickl. (Pkt) € Entwickl € Entwickl. Kassel 75,7 % 9,9 60,8 16,1 % 46,1 33,6 % Potsdam 59,7 % 4,7 59,3 4,2 % 35,4 13,1 % München 77,1 % 2,5 111,3 8,9 % 85,8 12,6 % Nürnberg 68,3 % 1,3 84,7 9,8 % 57,9 11,9 % Braunschweig 66,3 % 0,1 72,0 10,9 % 47,8 11,1 % Grafik 3: Auch B-Städte waren 2012 vorn dabei. (*Durchschnittl. Preise und RevPAR in € und netto) Quelle: MKG Hospitality Datenbasis, Grafik first class / B&L MedienGesellschaft und die Tourismussteuern für Fluglinien etc. zu hoch. Zudem wären auch Elemente wie die Paketvermarktung von Reisen in ver-schiedene europäische Län-der mit unterschiedli-chen Verkehrsmitteln und in diverse Ho-tels noch immer zu Mit +4 % Übernachtungen im Jahr 2012 und einem nominalen Umsatzanstieg von 3,1 % wächst die Hotellerie in Deutschland weiter. schwer umsetzbar. „Wir müssen lernen, welche Erwartungen der Reisende aus Übersee tatsächlich an uns hat“, führt Eduardo Santander an. „Die Gäste haben sich durch die neuen Informa-tionsmöglichkeiten im Vorfeld der Reise ver-ändert und suchen in den Destinationen in der Mehrheit vor allem das gewisse Etwas.“ Der deutsche Tourismusmarkt scheint mit dieser Entwicklung weiter sehr gut klar zu kommen. Im Jahr 2012 gab es in den hie-sigen Beherber-gungsbetrieben (ab zehn Schlaf-gelegenheiten) 407,4 Mio. Über-nachtungen von In- und ausländischen Gästen – ein neuer historischer Rekordwert. Laut Statistischem Bundesamt (Destatis) entspricht dies nach vorläufigen Ergebnissen einem Plus von 4 % gegenüber 2011. Die Zahl der Übernachtun- 3/2013 13


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