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geniessen_und_reisen_01_2013

Vitoria-Gasteiz Montehermoso, Bendaña und Escoriaza- Esquíbel, die heute Kongresshalle, Kultur-zentrum und Museum sind. Aus dem Barock sind das Palais des Marqués del Fresno und das Palais des Marqués de la Alameda er-halten. Das wichtigste Werk aus dieser Zeit ist der Altaraufsatz von Gregorio Hernán-dez in der Kirche San Miguel. Der Architekt aus Vitoria Olaguibel entwarf eine Reihe von kleinen Bögen zur Überbrückung des Höhenunterschieds zum Hügel, so dass die Stadt vom Mittelalter bis heute expandieren konnte. Dabei handelt es sich um ein einzig-artiges Bauwerk, das sich bis zur klassizisti-schen Plaza de España aus dem ausgehen-den 18. Jahrhundert erstreckt. Soviel „Historisches zu Fuß“ macht hungrig. Wenn man von der Küche Álavas spricht, die zur berühmten baskischen Küche ge-hört, muss man verschiedene Faktoren berücksichtigen. Der strategischen Lage der Provinz ist es zu verdanken, dass ihre Küche eindeutige Einflüsse aus anderen Gebieten aufweist. Die Gastronomie basiert auf den Produkten der jeweiligen Saison. Zu den bedeutendsten zählen die Perretxikos (St. Georgs-Pilze), die Grundlage eines der typischen Gerichte. Schnecken à la Alave-sa, Gemüse, Kartoffeln, Fleisch sowie Fisch tragen das Qualitäts-Label und werden bei der Zubereitung vieler schmackhafter Ge-richte verwendet. Nicht zu vergessen sind der Idiazabal-Käse und natürlich der be-rühmte Wein aus Rioja Alavesa sowie der Txakoli aus Álava (junger Weißwein). In der Stadt finden sich wunderbare Restaurants, Grillspezialitätenlokale und Cidre-Bars für jeden Geschmack. Dort kann man die tra-ditionellsten Gerichte der Gastronomie der Gegend, aber auch die neuesten Kreationen der neuen Küche kosten. Die Pintxos, wahre Köstlichkeiten im Kleinformat, locken unwi- Tour war dazu gedacht einige typische Pro-dukte zu erwerben. Süßwaren und Pralinen in zahlreichen alteingesessenen Konditorei-en, die Spielkarten von Fournier, baskische Keramik und natürlich der Wein aus Rioja Alavesa standen zur Auswahl. Ein Green- Pintxos-Abendessen bei Iñaki Rodaballo in seinem überaus gut besuchten Restaurant beschloss den Tag. Die aufwendigen Tapas in der Glasvitrine der Bar sind das Aushän-geschild des Restaurants. Die Tapas der individuellen Küche werden in originellen Gefäßen serviert. Mit vielen neuen Eindrücken verlässt man die baskische Hauptstadt, die 2012 die „Grüne Hauptstadt Europas“ war. Die Aus-zeichnung „European Green Capital“ wird jedes Jahr an europäische Städte vergeben, die sich in besonderem Maße für den Um-weltschutz und die nachhaltige Entwick-lung eingesetzt haben. Der Höhepunkt un-seres Besuchs war zweifelsfrei die Kathed-rale Santa Maria la Bianca, die Ken Follett zu seinem zweiten Roman „Die Tore der Welt“ inspirierte. Hurrengo arte! dmp Genießer- & Reiseadressen • Hotel Silken Ciudad de Vitoria www.hoteles-silken.com/hotel-ciudad-de-vitoria • Sagartoki Tapas Bar www.sagartoki.com • Restaurante Portalón www.restauranteelportalon.com • Kathedrale von Santa María www.catedralvitoria.com • Restaurante Iñaki Rodaballo www.inakirodaballo.com • Städtisches Fremdenverkehrsamt www.hospederiadelosparajes.com www.vitoria-gasteiz.org • Spanisches Fremdenverkehrsamt www.tourspain.es / www.spain.info derstehlich an den Theken unzähliger Bars und Restaurants, wie der Sagartoki Tapas Bar. Küchenchef Senén González liefert hier ein exzellentes kulinarisches Programm ab. Grüne Hauptstadt Den zweiten Tag starten wir mit einer Fahrradtour. Die Fahrt mit dem Drei-rad nebst Chauffeur geht entlang einer Strecke des Anillo Verde, des Grünen Gür-tels der Stadt. Vitoria-Gasteiz verfügt über 42 m² Grünfläche pro Person und belegt so europaweit den ersten Platz in Bezug auf konsolidierte Grünanlagen. Mehr als 150.000 Bäume und etwa 70.000 Sträucher und Büsche machen aus der Stadt einen riesigen botanischen Garten. Ein großer Grüngürtel wird vom Park Parque de Sal-burua mit seinen Feuchtgebieten und Ata-ria, dem Zentrum für Umweltinterpretation Salburua, gebildet; die Grünflächen Zabal-gana, Olarizu, Armentia, Parque del río Ale-gría und des Flusses Zadorra umgeben die Stadt. Diese „grüne Lunge“ ist zudem ein idealer Ort, um auf den angelegten Wegen die Natur zu Fuß oder auf dem Fahrrad zu genießen. Ein ehrgeiziges Projekt sieht für die Stadt Wege vor, auf denen Fußgänger und Fahr-radfahrer Vorrang haben. Die Stadt war auch Vorreiterin in Spanien bei der Einführung eines kostenlosen Fahrradverleihs für jeden Einwohner und Touristen. Über 400 orange-farbene Fahrräder sind an mehr als 20 Leih-stationen über die ganze Stadt verteilt. Zum Mittagessen radelten wir ins charman-te Restaurant Portalón in einem alten Gast-hof aus dem 15. Jahrhundert. Die verschie-denen Speiseräume sind in einem freundli-chen, rustikalen Stil eingerichtet, der durch Details aus längst vergangenen Zeiten noch unterstrichen wird. Eine kleine Shopping Fotos: Polster 16 1/2013


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