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geniessen_und_reisen_01_2013

Fotos: Polster Grund genug, sich in der Geburtsstadt des Vito, dem Kleintransporter eines großen deutschen Automobilkon-zerns, einmal umzuschauen. Für die 48-h- Tour durch die Stadt reisten wir mit dem Flugzeug über Bilbao an – da die Hauptstadt zurzeit nicht über einen eigenen internatio-nalen Flugplatz verfügt – und mit dem PKW ging es über die Autobahn ins politische Zentrum des Baskenlandes. Quartier gab es im Vier-Sterne-Hotel Silken Ciudad de Vitoria im Herzen einer der schönsten Städ-te Spaniens. Sie besitzt ein ausgezeichne-tes Hotelnetz mit insgesamt 2.718 Betten in Hotels mit einem bis fünf Sternen. Die Unterkunft war der perfekte Ausgangs-punkt, um die Stadt entdecken zu können. Das historische Viertel, die Museen, die großen Einkaufsstraßen und die atembe-raubende mittelalterliche Kathedrale liegen nur einen Steinwurf entfernt. Die Stadt wur-de 1181 von König Sancho VI von Navarra unter dem Namen Nueva Victoria auf einem bereits vorhandenen Weiler namens Gasteiz errichtet. Es handelte sich um eine befestig-te Stadt, die einen Verteidigungsvorposten des Königreichs Navarra bildete. Ab 1200 gehörte die Stadt zu Kastilien. Hier hat das Parlament seinen Sitz und hier ist auch die offizielle Residenz des „Lehendakari“, des Präsidenten der Autonomie-Gemeinschaft. Das Baskenland genießt den guten Ruf, Besucher aus aller Welt aufgrund seiner berühmten Gastronomie anzulocken. In Vitoria kann man z. B. die besten Pintxos des Landes finden. Geschichte & Gerichte Bei einem Streifzug durch ihre Straßen er-schließt sich uns der Werdegang der Stadt über ihre Geschichte. Die Türme der vier go-tischen Kirchen in der Altstadt (San Miguel, San Vicente, San Pedro und die Kathedrale Santa María) prägen das Profil der Haupt-stadt. Die älteste Kirche ist San Miguel. In ihr befindet sich die Kapelle der Weißen Hl. Jungfrau Virgen Blanca, der Schutzpatro-nin der Stadt. An die unteren Stadtmauern wurde San Pedro angebaut, die zugleich als Wehrkirche fungierte. San Vicente wurde zuletzt erbaut. Die Kathedrale Santa María wird gerade restauriert, ist jedoch trotz-dem für Besucher geöffnet. Die große und geschlossene Kirchenburg, die im 13. und 14. Jahrhundert im gotischen Stil errichtet wurde, war Teil der Verteidigungsanlage der Stadt. Mit einem Schutzhelm auf dem Kopf kann man in der Aktion „Wegen Bau-arbeiten Xxxxxxxxxx geöffnet“ bei einer Führung das Kircheninnere und den Turm besichtigen, um ihre ganze Pracht zu entdecken. Ziel der Initiative ist es, den Besucher am Sanie-rungs- und Instandhaltungsprozess der Kul-turgüter teilhaben zu lassen. Ein Baudenk-mal von der Tür aus zu betrachten, gehört längst der Vergangenheit an. Paulo Coelho, Ken Follet, Mario Vargas Llosa, Arturo Pérez Reverte und zahlreiche weitere Schriftstel-ler und Akademiker sind von den Geheim-nissen und der jahrhundertealten, in diesem Bauwerk verborgenen Geschichte in den Bann gezogen worden. Auch die blühende Renaissance hat das Stadtbild geprägt, mit den Palais Villasuso, 15


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