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editorial 30 Jahre Ewige Bettgeschichten ChefredakteurinSylvie Konzack! Neues Jahr, neues Glück. Nach dieser Formel haben auch Sie sich bestimmt hoff-nungsvoll vor ein paar Wochen selig-beherzt zugeprostet – und ich klinke mich nachträglich hier mit den besten Wünschen ein. Die einen freuen sich 2013 sicher auf ihren Umbau, andere installieren vielleicht ein neues Revenue-Management-System und freuen sich auf neue Mitarbeiterperlen. Doch ansonsten dreht der Branchenzir- kus wie 2012 weiter seine teilweise anstrengenden Runden – sei es in Form der om- nipräsenten TV-Kochpropheten mit ihren Convenience verdammenden Sprüchen, oder das ein oder andere Bewertungsportal, das dem Lieschen-Müller Grand gegen eine „Bearbeitungsgebühr“ einen besseren Platz beschert – ich empfehle hier als effektiveres Marketinginstrument eine dreiteilige TV-Saga. Ja, nicht zu vergessen die Bettensteuern, die auch im neuen Jahr allen mächtig auf die Nerven gehen. Seit Januar gehören nun auch Städte wie Hamburg oder Oldenburg zum erlauchten Kreis derer, die Hotels zu ihrer Kämmerei-Außenstelle machen. Geht es nach ihrem Willen, haben die Gäste nicht mehr mit Service-Profis zu tun, sondern mit Front-Office-Büro- kraten, die in Zeiten von formlosen Check-In-Apps bis zu achtseitige, papierne For- mulare bereithalten. Wider jedem Datenschutz teilen sie die Gäste in „abzockungs- würdige“ Urlauber oder hart arbeitende Businessmenschen mit dem Attest vom Chef ein. – Ein Bravo an die Hotels, denen das schlichtweg zu blöd ist und die es sich leis- ten können, ohne Gästebelästigung selbst die „Kulturförderabgabe“ zu entrichten. Idem baufälligen Köln, wurde Ende Januar die Bettensteuer gekippt – auch wenn diemmerhin mehrt sich der juristische Gegenwind, und in der Mutter der Bettensteuer, Stadt schon wieder eine neue Fassung durchbringen will. So ist man fast geneigt, den Stadthäuptlingen einige einträglichere Einnahmewege zu empfehlen. Warum blitzt man z. B. nicht am Ortseingangsschild alle fremdländischen Kennzeichen und kas- siert sie postwendend ab? Oder warum erteilt man per Stempel auf der Hand nicht gleich ein Köln-Touristenvisum am Bahnhof? Also lassen Sie sich nicht die Laune verderben, dafür geht es der Branche im Ver- gleich zu anderen Jahren sehr gut. Ich freue mich auf ein spannendes Hoteljahr mit Ihren vielen neuen Ideen und Projekten – und hoffe einfach, dass sich dabei so man- cher Unsinn endlich einmal in Luft auflöst. WER SIND DIE BEST OF MARKET 2013? Market013of2BESTWir küren die Sieger unserer Leserin Hamburg!7. März 2013am 1-2/2013 3


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