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online-vertrieb ment. Stattdessen verstärken viele Hotels RevPAR ihre Aktivitäten sogar im Offline-Bereich Vertriebsstrategie weiterentwickeln! 31 % Direct sale hersehbarem Buchungsaufkommen. Auch Nun also, nachdem Social Media ein Jahr-und intensivieren Firmenverträge mit vorDistribution lang gehypt wurde, geht es zurück zu den Competition der Mix von Online-Kanälen wird zuneh- Vertriebswurzeln. Unsere Studie zeigt: Occupancy mend diversifiziert, um Zusätzgeschäfte GDS und, man glaubt es kaum, Offline- 19 % Economy zu generieren. „Es hat sich gezeigt, dass Vertrieb gewinnen wieder an Bedeutung, 15 % Others Hotels wieder intensiver mit Agenturen Social Media hat keine Priorität. Das und Konsortien im Geschäftsreisesegment wichtigste Thema ist der Direktvertrieb 11 % zusammenarbeiten, die beste Rate Walk- und die Portalunabhängigkeit. 8 % 8 % 8 % In-Gästen anbieten und wiederkehrenden Natürlich: Bei Ratenparität bleiben Gästen besondere Angebote machen”, so vom Umsatz bei Direktbuchung oft satte Horatiu Tudori. „Das ist eine interessante 15 % mehr beim Hotel hängen. Aber der Wendung von den oftmals unausgewoge- Gast muss auf sein Hotel aufmerksam nen und stark online-fokussierten Ver- werden. Es ist gut, dass Hoteliers während triebsstrategien der letzten Jahre, die ge- der Social-Media- und Online-Euphorie rade unabhängigen Hotels häufig nicht die vernachlässigte Vertriebswege wieder Hauptherausforderungen von Hotels bei der Maximierung des Yield und Revenue stärker berücksichtigen und Direktbuchun-gewünschten Ergebnisse gebracht haben.” (Quelle: eRevMax) Der Revenue Manager eines Pariser Vier- gen steigern wollen. Bevor aber das Ruder Sterne-Hotels mit 82 Zimmern betonte herumgerissen und einfach rückwärts ge- dabei: „Erst wenn die Messbarkeit bzw. steuert wird, gilt es, eine Strategie zu ent- macht zu emanzipieren, hat der Direktver- Bedeutung von Social Media als Absatz- wickeln, indem z. B. Bewertungsportale, trieb bei allen Befragten in den letzten zwei markt feststeht, wird dieses Medium für und damit ein Social-Media-Thema, nicht Jahren deutliche Zuwächse verzeichnet, uns wichtig, aber dann müssen wir immer vernachlässigt werden. Unsere Kunden z. B. durch Investitionen in die eigene Web- noch die Techniken beherrschen.” Amber berichten, dass stetige Auswertung und site, eine stärkere Nutzung von unkonven- Virani, Sales & Marketing Manager bei 4C öffentliche Auseinandersetzung mit dem tionellen Vertriebskanälen und letztlich Hotels, ist verwundert über solche Ergeb- Gästefeedback ihr Ranking auf TripAdvisor einer neuen Wertschätzung von GDS. Zu- nisse: „Hotels sollten in den neuen Medien & Co. deutlich verbessert haben – und so gleich verliert laut der Studie auch Social- nicht nur zusätzliche Arbeit sehen, son- mehr Buchungen direkt generiert werden. Media als Marketing- und Absatzkanal an dern schauen, dass sie durch den Einsatz Auch Buchungsplattformen, die vermeint- Relevanz. Die Hotels erkennen zwar sozia- der richtigen Technologie Zeit sparen und lichen Gegner OTAs, können die Strategie le Netzwerke wie Facebook, Twitter, Trip- ihre Ergebnisse verbessern. Es ist höchste unterstützen, weil der Billboard-Effekt der Advisor und YouTube als potenzielle Mar- Zeit, hier die Balance zu finden und den reichweitenstarken Portale ein unverzicht- ketingmedien an, hinsichtlich der Relevanz Austausch zwischen Revenue, Sales und bares Marketinginstrument ist. Viele Gäste dieser Kanäle für Buchungen sind sie aber Marketing Managern sicherzustellen.” Den werden über ein OTA auf ein Hotel auf- noch nicht überzeugt und setzen andere Ergebnissen nach hat nur ein Teil der Ho- merksam und informieren sich auf dessen Prioritäten. Jedes dritte befragte Hotel hat tels bereits Plattformen wie Travelzoo ge- Website, wo sie unbedingt einfach buchen demnach keine eigene Social-Media-Stra- nutzt. Deutlich mehr setzen auf Google, als können müssen. So mancher Gast wird tegie, und nur eines von acht Häusern nutzt Werbemedium (PPC, Adwords) und durch sogar zum Telefon greifen und den Offline- Social Media gezielt als Marketinginstru- Suchmaschinenoptimierung (SEO). Allge- Anteil steigern. Im Zeitalter von Channel meines Ziel ist, durch einen höheren An- Managern ist auch der Zeitaufwand zur teil an Direktbuchungen einen Teil der bei Kanalpflege kein Thema mehr. OTA-Buchungen fälligen Kommissionen Wichtig ist, dass Hoteliers die richtige Ba- einzusparen. lance finden und den Austausch zwischen An der Studie, die sechs Monate an- Revenue-, Sales- und Marketing-Mana- Travelzoo dauerte, nahmen 20 Häuser teil, gern sichern. Sie müssen 20 % davon 65 % Kettenhotels und ihr Angebot zielgrup- 35 % Individualhotels gleich- pengerecht entwi- mäßig verteilt auf Frankreich, ckeln und sinnvoll None Deutschland, Spanien, Groß- platzieren – wozu 32 % britannien und die USA. Die neben den eigenen Kapazitäten lagen bei 25 bis auch die externen 392 Zimmern. Alle Befragten Kanäle gehören, waren in ihren Positionen für und zwar OTAs das Management des Ver- wie Bewer- triebs verantwortlich, zwei tungsplatt- Drittel als Revenue Manager, formen. Google die übrigen als Hoteldirektor Michael Social Media McCartan,-bzw. Verkaufs- bzw. Reservie20 % 12 % CEO vonrungsdirektor. ➘ Vertrieb fitter werden? Infos eRevMaxSie wollen in puncto Online- Foto: privat allem auf Social Media. (Quelle: eRevMax) www.gastroinfoportal/Technik.html KOMMENTARfinden Sie unterystemenzu S Digitales Marketing: Nur 12 % setzen vor 12/2012 33


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