Biolandhaus Arche, Eberstein/A: Biologische Pionierarbeit

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hotelkonzepte Biologische Pionierarbeit Hand. Mit ihrem Küchenteam geht sie da- bei auch gerne auf eine vegane Ernährung Gesundheitsbetten und geputzt mit umwelt- und verschiedenste Diäten ein. Die Lebens- A aus der Hotellerie – machten beide anlage 1999 auch die Energiegewinnung Biofeld, Getreide, Spirituosen und Öle kauftir liegen auf runddirekt beim Bauern. „Wmittel bezieht sie vor allem bei Biogast undsie1.000 m Seehöhe, daher wächst bei uns im--schonendem Reinigungsmitteln. Der „grüne“ Gedanke umfasst mit der Installierungder Solarheizung 1993 und einer Bioklärus einem Manko – sowohl Ilmar alsauch Rosalinde Tessmann sind nicht eine Tugend und eröffneten auf Einzig- und Abwasserbeseitigung. Selbstredend eigenen Garten leider nicht mehr alles. Aber artigkeit setzend 1985 das Bio-Kneipp-Hotel werden zudem nur biologische Lebensmit- vor allem Kräuter und Gewürze ernten wir Biolandhaus Arche mit drei Zimmern im tel verwendet. Strenge interne Kontrollen, aus eigener Produktion“, erklärt Ilmar Tess- kärntnerischen Eberstein. Auf die Ausübung die mit dem Bio-Ernteverband erarbeitet mann jun. Ein Projekt, das bereits erfolgreich als Kneipp-Hotel wurde dabei aufgrund der wurden, geben den Gästen seit jeher eine läuft, ist der Verkauf des Schokoladenriegels Arztpflicht in Österreich verzichtet, der Fo- Bio-Garantie. „Von unserem Stammliefe- „Mein Liebling ist blond“, der gemeinsam kus sollte von Beginn an die laktovegetabile ranten, dem Bio-Ernte- mit der Zotter Schokoladen Manufaktur ent- Vollwertkost sein. Der Begriff Arche wickelt wurde. Die Milch dafür stammt von „Zuerst mussten wir lernen, ein Haus zu bauen. Viel schwieriger war Aussterben bedroht ist. Ein Teil des Erlösesder einstigen Hauptrinderrasse Kärntens,dem Kärntner Blondvieh, die heute vom“, erkannte Ilmar Tessmann.füllt es jedoch zu lernen, wie man es . geht dabei schließlich an den Verein Kärnt-neuen Gedankenner Blondvieh und hilft so, den Bestand zuDas gelang mit einem damals verband, er- stärken. fuhren wir schließlich von einigen Tirolern, Ein weiteres Projekt wurde bereits vor eini- war dabei geprägt von der Vorstel- die ähnlich biologisch dachten wie wir. Wir gen Jahren gestartet: Gemeinsam mit dem lung, ein „Ort des Überlebens“ in Zeiten traten in Kontakt und entwickelten nach Kärntner Künstler Erwin Klinzer hat sich von verschmutzter Luft und Wasser zu sein. einem gemeinsamen Auftritt auf der Bio- Familie Tessmann das Ziel gesetzt, das Bio- Vielleicht schwang aber auch die theolo- fach zusammen Bio-Richtlinien – es entstan- landhaus Arche noch schöner zu gestalten. gische Ausbildung von Ilmar Tessmann bei den die BIO-Hotels“, erzählt Ilmar Tessmann Seitdem ziehen sich vier Grundfarben wie der Entstehung der Idee mit. Was es auch jun. als Gründungsmitglied. Vor zehn Jah- ein roter Faden durch das Haus. Auch für war, die Idee hatte Erfolg, und 1990 erfolgte ren hatte der Absolvent der Hotelfachschule das nächste Jahr ist mit der Neugestaltung der Ausbau auf die heutige Größe. Erwei- Salzburg das Haus von seinen Eltern über- des Innenhofes bereits ein neues Projekt in terungen um Zimmer gelangen seitdem nommen und ist seither als Geschäftsführer der Planung. lis durch Umbauten, sodass heute 16 Zimmer nicht nur für die Administration, sondern mit tektur meist aus Holz, mit Lehm wurde das Ludwig Gruber Fotos: Biolandhaus ArcheDie-seiner Lebensgefährtin Sabine Franke auchfür die Gästebetreuung, etwa mit Führungen und Wanderungen, zuständig.freien Umgebung TV und Handys verge- In der Küche hat nach wie vor seine Mut- Biolandhaus Arche zur Verfügung stehen. Bereits der Bau Mitte der 1980er Jahre erfolgte baubiologisch: Aus Ziegeln errichtet besteht die Innenarchi- Dach ausgebaut. In den dabei entstandenen Brunnwald 400 • A-6465 NassereithNeue Projekte „Bionestern“ sucht man in einer funknetz- Tel. +43-(0)664-444 87 28 • www.biohotels.info bens, geschlafen wird in Naturtextilien und ter, Rosalinde Tessmann, das Zepter in der A-9372 Eberstein • www.bio.arche.hotel.at 22 12/2012


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