Page 3

GVmanager_11_2012

Kommentar GV-Manager Claudia Kirchner Chefredakteurin Multitalente gefragt Dpflegung, da ein wenig Essen auf Rädern, nebenbei noch die Mitarbei-arf’s ein bisschen mehr sein?! Hier das Alltagsgeschäft Patientenver- terverpflegung und das Veranstaltungscatering – und wenn man schon mal dabei ist, ist die Belieferung der Kindertagesstätte des Orts inklusive muslimischer Kost auch kein zusätzlicher Aufwand mehr: Auf das ur- sprüngliche Kerngeschäft allein konzentrieren sich die meis ten GV-Betrie- be schon längst nicht mehr. Ehemals spezialisierte Betriebe nähern sich immer mehr einer multi-zielgruppigen Zentralküche an, die noch dazu auf multi-kulturelle Essensvorlieben eingehen muss. Die Ansprüche an Be- triebe der Gemeinschaftsverpflegung multiplizieren sich mit rasanter Ge- schwindigkeit, sodass „ein bisschen mehr“ weniger eine Frage des „Viel- leicht mal“ ist, sondern zur zwingenden Forderung wird. Nicht nur die multifunktionale Technik kommt dieser Entwicklung genau entgegen und erweitert die Produk tionskapazitäten bei geringem Platz- bedarf. Dieses Bild lässt sich nahezu eins zu eins auf den heutigen multi- funktionalen GV-Manager übertragen: Vereint doch auch er – bei geringem „Arbeitsplatzbedarf“ – viele Funktionen in sich und sorgt, wenn auch nicht aus technischer, so doch aus wirtschaftlicher Sicht dafür, dass sich die Geschäftsbereiche und damit die Essenszahlen erweitern. Sein multifunk- tionales Können, das weit über das reine Kochen und die betriebswirtschaft- liche Zahlenjonglage hinausgeht, macht den GV-Manager heute aus. Den kleinen Unterschied und die Branche so spannend machen aber die multiplen Persönlichkeiten, die hinter dem mehr oder weniger standardi- sierten Fachwissen hervorblitzen und damit bei der Mitarbeiterführung und auch im Umgang mit den Gästen brillieren. Sdisierten GV-Manager haben wir auch in diesem Jahr im Rahmen un-olche multifunktionalen und dennoch mehr mensch lichen als standar- seres „Branchen-Oscars“ GV-Manager des Jahres 2012 gesucht – und gefunden. Leicht war die Auswahl nicht, das beginnt bereits bei der ein- deutigen Kategorisierung der Nominierten. Denn multifunktional, wie sie sich bzw. ihre Betriebe aufgestellt haben, wird vielen eine einzige Katego- rie gar nicht mehr gerecht. Umso beeindruckender ist es zu sehen, mit welchem Engagement die Führungskräfte diesen wirtschaftlichen, quali- tativen, personellen, sozialen und zeitlichen Herausforderungen entge- gentreten. Und zu beobachten, dass die Arbeit für sie kein Mittel zum Zweck des Geldverdienens ist, sondern sehr viel Spaß macht. Spannend ist es auch zu sehen, welche Leistungen in der Gemeinschaftsverpflegung möglich sind, wenn der Beruf zur Berufung wird, das gesamte Team sich vom Enthusiasmus des Chefs anstecken lässt und an einem Strang zieht. Davon kann sich mancher, überheblich auf die GV-Branche blickende Gas- tronom mit seiner klar umgrenzten Zielgruppe noch etwas abschauen. 11/2012 GVmanager 3


GVmanager_11_2012
To see the actual publication please follow the link above