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Marktforschung im Ländervergleich also nicht. Der durch- zur Hälfte, lediglich 7 % ließen das Mittag- Die dafür nötige Zeit fehlt dem Personal in schnittliche BMI der deutschen Senioren- essen unberührt stehen (vgl. Grafik 1). Be- Seniorenheimen allerdings oftmals. heimbewohner liegt im Mittelfeld. Aller- trachtet man nur die deutschen Teilnehmer, Ein Vergleich mit den Zahlen des nutrition- dings gibt Romana Schlaffer von der Ar- die mit einer absoluten Zahl von 2.660 etwa Day in Kliniken zeigt, dass im Gegensatz zu beitsgemeinschaft für Klinische Ernährung 17 % der Gesamtheit ausmachen, kann man den Klinik-Patienten ein höherer Anteil an zu bedenken, dass diese Ergebnisse z. T. eine ähnliche Verteilung erkennen: 63 % Bewohnern sein Essen komplett gegessen verzerrt sein können, denn die Pflegeheime aßen das Mittagessen vollständig, 22 % zur hat. Dennoch sind Gewichtsverlust und ein nehmen auf freiwilliger Basis teil. Die Teil- Hälfte und 2 % gar nicht. Dabei variieren niedriger BMI sehr verbreitet in Pflegehei- nehmer seien daher vorwiegend „gut“ or- die Angaben über die Gründe für das men. 14,2 % der deutschen Senioren haben ganisiert und sehr ernährungsinteressiert. Nicht-Essen der Speise (vgl. Grafik 2): Zu einen BMI < 20 kg/m2 und liegen somit im den häufigsten Ursachen zählt z. B. die zu Bereich der Mangelernährung, weitere Überwiegende Ursachen große Portion der Speisen (51,1 %), fehlen- 27,5 % haben einen BMI von < 22 kg/m2 Positiv zu bewerten ist der Aspekt, dass der Hunger/Appetit (25,5 %), das Missfal- (Risikobereich der Mangelernährung). Dem- 57 % aller Befragten ihre Mittagsmahlzeit len der angebotenen Speisen (14,1 %) oder entsprechend ist auch die Anzahl derjeni- am nutritionDay vollständig verzehrten. der Umstand, dass der Bewohner Hilfe bei gen nicht verwunderlich, die an Körperge- Weitere 29 % aßen die Speise zumindest der Nahrungsaufnahme benötigt (8,5 %). wicht innerhalb eines Jahres abnahmen. In Nahrungsaufnahme in % Gründe für den Nahrungsverzicht in % insgesamt (n = 15.427) (Mehrfachnennungen möglich) 2 % n = 2.6604,7 %zu müde0,5 % Schluckbeschwerden 5,7 % /B&L MedienGesellschaft5,9 %zu schwer 5 % Übelkeit/Erbrechen 4,9 % 7 % 57 % manager 29 % Kann nicht ohne Hilfe essen 8,5 % Mochte Geruch/Geschmack nicht 14,1 % GV © zu große Portionen 51,1 % Quelle: nutritionDay fehlender Hunger/Appetit 25,5 % Mahlzeit komplett verzehrt 0 10 20 30 40 50 60 Mahlzeit zur Hälfte verzehrt Mahlzeit zu einem Viertel verzehrt Grafik 2: Die Gründe für nicht bzw. nur teilweise verzehrte Mahlzeiten variieren. Der häufigste Grund ist die Größe der Portionen (51,1 %), darauf folgen fehlender Hunger (25,5 %), der nicht getroffene Mahlzeit gar nicht verzehrt Geschmack (14,1 %) oder die benötigte Hilfe beim Essen (8,5 %). nicht gewusst fehlende Angabe Gewichtsveränderungen der deutschen Teilnehmer in % 0,6 % /B&L MedienGesellschaft n = 2.660(n = 2.660)8 %Deutschland 2 % 10,1 % 6 % Gewichtsverlust / 14,7 % Gewichtszunahme manager manager GV 38,3 % nicht ermittelt GV B&L MedienGesellschaft 22 % 63 % © © Quelle: nutritionDay Quelle: nutritionDay fehlende Angaben 36,9 % Grafik 1: 57 % aller Teilnehmer verzehrten die Grafik 3: Im Vergleich zum vorangegangenen Jahr verloren 38,3 % der deutschen Teilnehmer an Mahlzeit am nutritionDay komplett. In Deutschland Gewicht. Etwa gleich viele Personen verbuchten dagegen eine Gewichtszunahme. Sie machen einen Anteil ist die Anzahl mit 63 % der Befragten leicht erhöht. von 36,9 % an der deutschen Gesamtheit aus. 10 GVmanager 11/2012


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