Page 35

first_class_05_2017

Foto: Hotel Aquaturm energie Armaturen: Grohe, Swiss Eco Tap Haartrockner: Aliseo Einrichtung: Fritz Schlecht SHL Kaffeemaschine: WMF, Qbo Porzellan: Kahla Spülmaschine: Winterhalter www.winterhalter.de Trockner: Miele-Solar Waschmaschine: Electrolux Professional TV: Samsung die Lebensgefährtin von Jürgen Räffle. Betreiber ist die Hotel GmbH, deren Gesellschafter Jürgen, Norman und dessen Bruder Thorsten Räffle sind. jus Ambach Verbindungssystem: maximale Flexibilität, perfekte Hygiene. www.ambach.com Um alles umzusetzen, bedarf es Unternehmen, die sich von der Leidenschaft der Familie Räffle anstecken lassen und nicht vor Maßlösungen zurückschrecken. Einen solchen Partner für die Inneneinrichtung der 20 Zim-mer auf einem insgesamt acht-eckigen Grundriss fand Norman Räffle in Fritz Schlecht SHL. „Das Projekt kann man mit dem Yachtbau vergleichen“, sagt Flo-rian Zanger, Regionalverkaufs-leiter bei Fritz Schlecht SHL. „Jede Ecke hat einen Schrank, der nur in diese Ecke passt.“ Und so lieferte der Hoteleinrich-ter fast durchweg Schreinerar-beiten und Maßanfertigungen. Neben der Optik mit gediege-nen Beige-, Braun- und Grüntö-nen, die nicht vom Seeblick aus allen Zimmern ablenken, spielt die Haptik eine besondere Rolle. Das Basisprodukt ist ein Hybridholzwerkstoff aus recycelten und nachwachsenden Rohstof-fen mit reduzierten Harzen und Formaldehyden. Denn der um-weltfreundliche Gedanke macht auch bei der Einrichtung nicht halt. CO2-reduzierter Beton, Na-turlatexmatratzen und Fenster aus Schwarzwälder Fichtenholz runden das Bild ab. Nicht von der Stange Thema im Aquaturm ist, wie sollte es anders sein, das Was-ser. Eine blaue Beleuchtung im Bad etwa dient als sichtbare Re-miniszenz, ebenso die blau be-leuchteten Wasserfälle und Was-serbecken am Fuß des Turms. Doch auch indirekt ist es all-gegenwärtig. Etwa in der Zim-merkühlung über den Boden. Damit diese nicht beeinträchtigt wird, war eine Lösung fürs Bett gefragt, die möglichst wenig Fläche bedeckt. Nun trägt eine Stahlkonstruktion das scheinbar schwebende Bett. Im Bad kommt ein besonders sparsamer Was-serhahn zum Einsatz, der 0,6 bis 0,7 l Wasser pro Minute mit ei-nem hohen Druck als Spray ab-sondert. Zwischen den beiden Einstellungen warm und kalt wählt der Gast mit einem Hebel. Das Highlight nimmt die zwölfte Etage ein: Die 46 m² große Spa- Suite bietet den Gästen einen fast 360°-Blick auf Radolfzell sowie den Bodensee und einige Raffinessen, damit sich nicht nur das Auge entspannt: Eine Well-ness- Dusche mit Sound- und Lichteffekten, ein Dusch-WC sowie ein Whirlpool sorgen für Wellness auf dem Zimmer. Technikfans hingegen können sich auf ein Tablet an der Wand freuen, mit dem sich Soundsys-tem, Dampfdusche und sogar, wenn gewünscht, die Kaffeema-schine steuern lassen. Auch für die Spa-Suite hat sich Norman Räffle eine Speziallösung über-legt. „Wir möchten den Gästen einen Tisch bieten, aber wenn dieser dauerhaft im Raum steht, nimmt er zu viel Platz weg“, sagt der Architekt. Seine Überlegun-gen mündeten in eine Diamant-glasplatte, die als Beleuchtungs-skulptur an der Decke hängt, als Tisch herunterfahren kann und so Meetings ermöglicht. Im-merhin machen gerade in der Nebensaison Geschäftsreisende die Klientel aus. In der Hauptsai-son von April bis Oktober erwar-tet Familie Räffle hauptsächlich Kurzurlauber mit zwei bis drei Nächten Aufenthalt. Umwelt-bewusst Reisende sind ebenso willkommen: Zwei universelle Elektrotankstellen, zwei Tesla Destinationcharger sowie fünf E-Bike-Ladeplätze stehen für sie bereit. Eine Gästegruppe, die man gern öfter empfangen würde, sind Walk-in-Gäste. Dem machen jedoch die engen räumlichen Verhältnisse einen Strich durch die Rechnung. Denn die hygienische Trennung und Anlieferung der Waren ist bei nur einem Lift schwierig. Frühstück für externe Gäste möchte man aber in einer Test-phase anbieten. Zudem gibt es bereits eini-ge Anfragen von Energietou-risten, für die Norman Räffle Führungen anbietet. „Wir hat-ten schon japanische und kore-anische Wissenschaftler hier“, schmunzelt er. So bleibt Norman Räffle auch nach der Fertig-stellung weiterhin in sein Her-zensprojekt involviert. Darüber hinaus ist er noch drei Jahre lang für die energetische Aus-wertung des Projekts Aquaturm zuständig. Auch sonst bleibt der Aquaturm in der Familie: Gastgeberin ist seit der Eröff-nung am 1. April Ursula Sohst, PROJEKTBETEILIGTE Aquaturm 78315 Radolfzell am Bodensee www.aquaturm.com 5/2017 35


first_class_05_2017
To see the actual publication please follow the link above