Page 32

first_class_05_2017

energie Der Gast identifiziert sich bequem per RFID-Card oder App, so dass der Betreiber jederzeit Transparenz über den Ladevor-gang hat. Dabei können selbst unterschied-liche Preise für verschiedene Kundengrup-pen hinterlegt werden, so dass z. B. Stamm-gäste kostenlos oder günstiger tanken als Tagesgäste. Das Hardware-Angebot reicht von kompakten Wallboxen über klassische Ladesäulen für Parkflächen rund ums Ge-bäude bis hin zu Schnellladesäulen, die kompatible Fahrzeuge dank höherer Leis-tung in deutlich kürzerer Zeit aufladen. Eine innovative Bildschirmladesäule rundet das Portfolio für das Gastgewerbe ab. Sie verfügt über einen integrierten 46-Zoll- Monitor, auf dem die Betreiber z. B. beson-dere Angebote präsentieren können. Smarte Lösung Auch das Energieunternehmen Innogy, eine Tochtergesellschaft des RWE-Kon-zerns, bietet ein auf die Hotellerie zuge-schnittenes E-Mobility-Konzept. Mit der eBox Remote können Hotels den Ladevor-gang von E-Autos von der Rezeption aus freischalten und kontrollieren. „Man muss den Kunden also nicht extra einen Schlüs-sel aushändigen“, erläutert Julika Gang, Sprecherin bei Innogy. Dazu wird eine in-telligente Steuereinheit aus der Hausauto-mation Innogy SmartHome integriert: Sie bietet eine komfortable Online-Benutzer-oberfläche und stellt die drahtlose Verbin-dung zur Ladesäule her. So können Gäste ihr E-Auto zur Ankunft einfach einstecken und den Ladevorgang beim Einchecken an der Rezeption starten lassen. Die Be-dienung erfolgt über PC, Tablet-PC oder Smartphone. Sowohl Installation als auch Anschlussprüfung und Inbetriebnahme des Systems können die hauseigenen Elektriker durchführen. Alternativ gibt es auch einen Vor-Ort-Service. E-Offensive Bei E-Mobilität geht es um mehr als Fahrzeuge. Dementsprechend hat Mercedes- Benz unter der Marke EQ ein Ökosystem entwickelt, das neben dem reinen Fahrzeug ein Angebot rund um Elektromobilität um-fasst – von Energiespeicher für private und gewerbliche Kunden über Ladetechnologien bis hin zum Recycling. „Bis 2022 wollen wir mehr als zehn reine Elektro-Pkw auf den Markt bringen: In allen Segmenten, von Smart bis zum großen SUV“, erläutert Ma-deleine Herdlitschka, Pressesprecherin für Forschungs- und Entwicklungsthemen bei Daimler. Entsprechend investiert der Kon-zern in die Elektrifizierung des Antriebs. Insgesamt mehr als 14 Mrd. E flossen in den letzten zwei Jahren in Forschungs- und Entwicklungsprojekte – mehr als die Hälfte davon in grüne Technologien. „Bis 2025 soll der Anteil an rein elektrischen Fahrzeugen am Gesamtabsatz von Mercedes-Benz zwi-schen 15 und 25 % ausmachen“, verrät Ma-deleine Herdlitschka und fügt hinzu: „Das hängt natürlich auch von der Entwicklung der Infrastruktur und der Kundenpräferen-zen ab.“ In zwei Jahren startet das erste batterie-elektrische Serienmodell der neuen Pro-duktmarke EQ mit einer Reichweite von bis zu 500 km. Diesem folgt eine ganze Elektro-fahrzeugfamilie, die vom Kompaktfahrzeug bis hin zum Luxury-Segment reicht. Bereits jetzt steht die vierte Generation Smart Elec-tric Drive in den Startlöchern – erstmals in drei Varianten: Coupé, Cabrio und Vier-sitzer. Für elektrifizierte Automobile bietet Mercedes-Benz schon heute eine passen-de Lade-Infrastruktur an, darunter für Un-ternehmen stationäre Energiespeicher für Strom aus Photovoltaik- oder Solaranlagen. „Der Trend hin zum ,e‘ ist global klar erkennbar – das betrifft alle Industrie-zweige und Branchen. Gerade im Tou-rismusbereich sind hierbei besonde-re Synergien durch Kooperationen mit Fahrzeug-/Mobilitätsanbietern möglich, denn Nachhaltigkeit ist nicht seit gestern ein wichtiger Faktor für das Gewerbe, heute aber auch noch ein großes Differenzierungsmerkmal“, meint Madeleine Herd-litschka. Die Nachfrage der Hotelkoopera-tionspartner und deren Gästen nach Elekt-romobilität wachse stetig. Mit'm E-Radl da Neben E-Autos sind auch elektrisch be-triebene Fahrräder beliebt. Movelo bie-tet Hotels Miet- und Ladestationen und setzt dabei auf ein All-inclusive-Konzept. „E-Bikes eignen sich für jeden Hotel-partner, der eine E-Bike-Infrastruktur in der Gegend anbietet. Dies bedeutet entweder Radwege zu besonderen kulturel-len Highlights oder Touren, die dem Gast den E-Bike Genuss ermöglichen“, erläutert Maren Hauke, Marketing und Projekt-Ma-nagement bei Movelo und ergänzt: „Wir müssen mittlerweile Wartelisten führen, da unser Potenzial beinahe ausgeschöpft ist.“ Die Zahlen sprechen für sich: Waren es 2006 noch 30 E-Räder an zehn Stationen im Berchtesgadener Land, stellt das 2005 gegrün-dete Unternehmen mit Sitz in Bad Reichenhall heute seinen weltweit über 1.000 Partnern rund 3.500 E-Bikes zur Weitervermietung be-reit. Seinen Vertragspart-nern bietet Movelo ein Mo-dell an, mit dem sie E-Bikes ab 64 E netto monatlich pro E-Bike den Full-Service von Top-E-Bikes Foto: Movelo, Salome – Fotolia.com 32 5/2017


first_class_05_2017
To see the actual publication please follow the link above