Interview: Feuer trifft Wasser

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Feuer trifft Wasser es schaffte, direkt nach dem Krieg ein so tolles Unternehmen aufzubauen.“ Ralph liebte es damals, mit seinem Opa Lagerfeuer zu machen, und so erzählte ihm dieser, dass es mit einem erfolgreichen Unternehmen schlicht so ist wie mit dem Feuermachen. Um es zu entfachen, muss man vorher viel Zeit und Leidenschaft in das richtige Holz und dessen Anordnung investiert haben. Sobald es brennt, darf man sich aber nicht ausruhen. Es gilt, permanent Holz nachzulegen. „Das klang für mich logisch und hat mich motiviert, das Feuer des Unternehmens weiter am Laufen zu halten“, erläutert Ralph Winterhalter. „Die nächste Generation mit dem Firmenvirus zu infizieren, ist das Beste was man machen kann“, Fotos: Winterhalter, © Khvost – Fotolia.com küchentechnik Sein Fahrradparcours führte vorbei an Lkws, die Edelstahl anlieferten, sein Lieblingsspielplatz war die Produktion: Ralph Winterhalter wurde geradezu ins Familienunternehmen, das Großvater Karl 1947 gründete, hineingeboren. „Von Kind auf war eine starke emotionale Bindung da“, erzählt der 39-Jährige. Bei seinem Vater Jürgen war es nicht anders. Statt zu spielen, verfolgte er lieber gespannt die ersten Spülexperimente seines Vaters im Keller. „Ich werde nie vergessen, wie meine Mutter 1956 in unserem Garten Teller mit Spinat einschrubbte und trocknete, wir sie dann im Prototyp spülten – und sie tatsächlich sauber wurden!“ Der Funke ist bei ihm früh übergesprungen und entwickelte sich zu einem regelrechten Feuereifer für das Familienunternehmen – übrigens ein Gleichnis, das auch die Initialzündung für Sohn Ralph war: „Als kleiner Knirps konnte ich mir nicht vorstellen, wie mein Großvater 1973 Einführung der ersten Wasseraufbereitungsgeräte von Winterhalter 1963 Einführung von professionellen Reiniger- und Spülhygieneprodukten ins Produktsortiment ergänzt Jürgen Winterhalter. Das Erfolgsgeheimnis von ihm und Vater Karl: „Zeigen, welchen Spaß es machen kann, als Familienunternehmer zu agieren; aber auch die nächste Generation früh einbeziehen, Verantwortung übertragen, damit ein Gefühl entsteht, worum es geht.“ Als Familienunternehmen besitzt Winterhalter ein Alleinstellungsmerkmal in der Branche, ist nahezu ein „Exot“, wie Jürgen Winterhalter sagt: „Wir sind kein anonymes Gebilde, haben keine Teilhaber mit rein monetären Interessen im Rücken. Wir pflegen intern wie extern eine familiäre Beziehung. Das wissen unsere Kunden und Mitarbeiter zu schätzen.“ Perfekt widergespiegelt wird dies auch in der Lebensphilosophie von Karl Winterhalter: „Erfolg hat man nie alleine“, ein Anspruch für steten Teamgeist und Kundentreue. Von Schrott zum Schlager Begründet hat er sein Lebenswerk 1947: Visionär, der er war, tüftelte der arbeitslose Ingenieur nach dem Krieg mit Schrott und baute daraus nützliche Haushaltsgeräte – 1957 Vorstellung der GS 60, die erste gewerbliche Spühlmaschine aus dem Hause Winterhalter 1947 Gründung der „Karl Winterhalter Ing. Haushaltsgegenstände und Elektrogeräte“: Entwicklung von Haushaltsgegenständen aus Kriegsschrott Warum man das Feuer gut schüren muss, damit Geschirr maschinell sauber wird? Die Antwort liefert Winterhalter mit 70 Jahren Familien- und Unternehmensgeschichte. 28 5/2017


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