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Welchen Aussagen stimmen Sie zu? Schwerpunkt: Hotellerie Doch wie sieht die Ausbildungs-situation speziell in der Hotel-branche aus? Im Durchschnitt haben die Hoteliers, die an un-serer Umfrage teilgenommen haben, im vergangenen Jahr 20,89 das Gastgewerbe betref-fende Bewerbungen erhalten. Wobei im Durchschnitt 4,48 Ausbildungsplätze zu verge-ben sind. Besetzen konnten die Verantwortlichen aus dem Be-reich Hotellerie lediglich 3,28 Ausbildungsplätze. 80 % geben dabei an, dass die Bewerberan-zahl generell weniger geworden ist. 10 % können aber von sich behaupten: „Wir konnten die Bewerberzahl aufgrund eigener Maßnahmen stabilisieren.“ Dabei bieten 71,4 % der be-fragten Hoteliers das klas-sische Ausbildungsmodell an. 28,6 % ermöglichen dem Nachwuchs sowohl die klas-sische Ausbildung als auch das duale Studium – Letzte-res z. B. im Bereich Betriebs-wirtschaftslehre oder Hospi- tality Management. Gründe, das duale Studium nicht anzubieten, gibt es nach Anga-ben der befragten Verantwort-lichen einige: So sind 29,2 % gar nicht daran interessiert, eine solche Ausbildungsoption aufzunehmen. 25 % geben an, dass für die Option des dualen Studiums der passende Partner in Form einer Hoch- oder Fern-schule fehlt. Immerhin 20,5 % geben sogar an, dass ihnen diese Ausbildungsoption unbe-kannt ist. Auch wollen viele das klassische Ausbildungsmodell stärken. Eine Ansicht, die der Dehoga-Präsident Guido Zöllick unterstützt: „Bachelor- oder Masterstudiengänge gewinnen auch in Gastronomie und Ho-tellerie an Bedeutung. Gleich-wohl Studium: 1,2 % Ordnungsmittel wie Wahlquali-fikationen möchte ich betonen: Eine klassische gastgewerbliche Be-rufsausbildung ist und bleibt ein starkes Fundament für eine Kar-riere in unseren Betrieben oder eine spätere Selbstständigkeit. Wir erwarten, dass die Politik aufhört, das Studium einseitig zu glorifizieren.“ Dementsprechend bieten 93,9 % nach wie vor die Ausbildung zum Hotelfachmann an. Auch die Ausbildung zum Koch ist bei 72,2 % noch im Angebot. Kurz dahinter folgen der Restau-rantfachmann (57,6 %) und die Fachkraft für das Gastgewerbe (51,5 %). Blick in die Zukunft Grundsätzlich würde die Mehr-heit (64,5 %) der befragten Ho-teliers dem potenziellen Nach-wuchs raten, eine klassische Ausbildung zu absolvieren. Ein gutes Drittel tendiert zu der Form des dualen Studiums. „Dieses ergänzt die Ausbil-dungsberufe sinnvoll. Aber es gibt gleichermaßen viele Kern-tätigkeiten, für die man keinen weitgreifenden theoretischen Unterbau eines Studiums benö-tigt, sondern in denen praxis- erprobte Fertigkeiten gefragt sind“, erklärt z. B. Andrea Fell, Personaldirektorin Neue Dorint. Ähnlich sieht das auch Gerd Prochaska, Geschäftsführer der Maritim Hotelgesellschaft: „Auf- grund unserer fast fünf Jahr-zehnte währenden Branchen-erfahrung sind wir starke Ver-fechter der dualen Ausbildung. Allerdings benötigt unsere Aus-bildung neue Mehrwerte, damit sie neben innovativen Start-ups und dem Studium wieder attrak-tiver wird. Unsere Auszubilden-den erwarten heute eine span-nende Ausbildung, und wir als Branche können diese bieten.“ Eine Forderung, die bei Guido Zöllick auf dem Plan steht: „Wir wollen die Inhalte aktualisieren und in der Struktur zeitgemäße Branchenüber- greifende Ergebnisse finden Sie hier: www.gastroinfoportal. de/marktforschung Hotelfachmann/ -frau % Hotelkaufmann/ -frau % Restaurantfach-mann/ -frau % Koch / Köchin % 8,62 6,76 37,10 17,31 5,71 68,97 1,35 30,65 53,85 1,43 3,45 6,76 8,06 - 10,00 1,72 70,27 8,06 9,62 64,29 Das duale Studium wird die klassische Ausbildung ersetzen bei... Das duale Studium wird die klassische Ausbildung NICHT ersetzen bei... Das duale Studium dient als Ergänzung bei... Ein reines Studium als Weiterbildung ergibt Sinn bei... Ein reines Studium als Ersatz der Ausbildung ergibt keinen Sinn bei... Welcher Berufsweg hat mehr Potenzial? duales Studium: 24,4 % klassische Ausbildung: 74,4 % und Fachrichtungen nutzen. Die kommunikativen und ökonomischen Elemente sollen stärker gewichtet werden. Am Ende muss die Ausbildung aber den Anforderungen aus der Praxis gerecht werden, das macht die Stärke der betrieb-lichen dualen Ausbildung aus. Eine stärkere Spezialisierung würde ich mir daher sehr wün-schen.“ jel WIR HABEN IHN! UNSEREN PERFEKTEN KARRIEREWEG PER FERNSTUDIUM WEITERBILDEN Bachelor Hotel Management (Vollzeit | Teilzeit | Dual) Hotelökonom (FH) Revenue Management Geprüfter Küchenmeister (IHK) Fachwirt im Gastgewerbe (IHK) Hotelbetriebswirt Anerkannte Abschlüsse IST-Studieninstitut | 0211 8 66 68-0 | www.ist.de Quelle: B&L MedienGesellschaft Quelle: B&L MedienGesellschaft 4/2017 43


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