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Volker Begas Ob Hoteliers ihre Gäste vom Bahnhof abholen, ih-nen einen Shuttle-Service zum Flughafen, in die Stadt oder sogar einen VIP-Hol-und- Bringservice über hunderte von Kilometern anbieten: Aufmerksame Gastgeber verstehen sich als Dienstleis-ter. Dabei werden allerdings oft die rechtlichen Rahmenbedingungen übersehen und Haftungsfragen verdrängt. Nachdem es sich in den wenigsten dieser Fälle um reine Freundschaftsdienste (unter Verwandten, Befreundeten etc.) handelt, ist zunächst immer von einer entgeltpflich-tigen, zumindest aber geschäftsmäßigen Beförderung auszugehen, für die grundsätzlich eine Genehmigung der Behörde erforderlich ist (§2 PBefG). Auch wenn viele Hoteliers für die Transfers keinen Fahr-preis erheben, entstehen wirtschaftliche Vorteile. Ein Entgelt gilt nämlich auch dann als unmittelbar geleistet, wenn es sich in irgendeiner Weise im Beherbergungs-preis des Fahrgastes niederschlägt. Nur wenn das „Ge-samtentgelt“ (also der wirtschaftliche Nutzen für den Hotelier) die Betriebskosten einer Fahrt nicht übersteigt, entfällt die Genehmigungspflicht (§ 1 Abs. 2 PBefG). Dies betrifft jedoch nur gelegentliche Gästetransporte. Anders sieht es aus, wenn diese Transfers regelmäßig oder zumindest wiederholt durchgeführt werden. Spä-testens also dann, wenn Sie auf Ihrer Internetseite damit werben oder anderweitig darauf aufmerksam machen (z. B. in Gästeaushängen und Werbeschreiben), ist von einer genehmigungspflichtigen, geschäftsmäßigen Personen-beförderung auszugehen, auch wenn diese unentgeltlich erfolgt. Eine Ausnah-me (§ 1 Nr. 3 Freistellungs- verordnung) gibt es, wenn diese Transfers mit PKWs durchgeführt werden, die bauartbedingt (inklusive Fah-rer) max. 6 Personen Platz bieten. Kleinbusse mit übli-cherweise mindestens acht bis neun Sitzplätzen sind da-mit grundsätzlich genehmigungspflichtig. Eine Erlaubnis über den normalen PKW-Führerschein hinaus (§ 48 Fahrerlaubnis-Verordnung) ist übrigens nicht erforderlich, wenn die zuvor genannten Rahmenbedingungen eingehalten werden. Zuwiderhandlungen können mit Bußgeldern bis 5.000 h belegt werden. Tragischer noch: Durch den Verstoß ge-gen Vorschriften verlieren Sie jeglichen Versicherungs-schutz. Die finanziellen Folgen möglicher Sach-/Perso-nenschäden werden damit unkalkulierbar. Fazit: Genehmigungsfreie, vom Hotel angebotene Gäste-transfers dürfen nur mit PKWs (höchstens sechs Sitzplätze) durchgeführt werden, keinen selbstständigen wirtschaft-lichen Wert besitzen, kein übertriebenes Lockmittel dar-stellen und nicht von einem Mindestverzehr abhängig ge-macht werden. Werden diese Vorgaben nicht eingehalten, ist immer eine behördliche Genehmigung erforderlich. Abschließende Sicherheit bietet nur eine Einzelfallbeurteilung oder die offizielle Vergabe der Gästetransfers an zugelassene Mietwagenunternehmen. Volker Begas, Mosaic Versicherungsmakler, www.Hotelversicherer.de MARKENSCHAUFENSTER branchenfokus Jetzt mit Webshop ! www.frilich.de Internorga 2017, Halle B7.220 Großhändler für Hygieneartikel & Zubehör Persönliche Beratung: +49(0)8709 94304-0 ALLES AUS EINER HAND - Papierhygieneprodukte - Folien, Müllbeutel, Müllsäcke - Reinigungsmittel & Zubehör - Spendersysteme - Servietten, Tischtuchrollen - individuelle Werbedrucke emtconsult.de GASTROBEDARF EXKLUSIV IM SORTIMENT Toilettenpapier Art.-Nr.: 66520 3-lagig, 250 Blatt, hochweiß, 11.5 x 9.5 cm, 8 Rollen ab 1,77 € Anzeige Zeitschriften internorga 2017_quer.indd 1 16.02.2017 14:08:04 Hoteliers als Chauffeure müssen nicht nur die StVO beachten. Frische heiße PANCAKES per Knopfdruck Der Gast sieht durch das Schaufenster wie sein Pancake gebacken wird. Einfach und hygienisch. Das Süße Highlight für Ihr Buffet! Hof Göken 26169 Thüle Tel: 04495/1213 E-Mail: info@goeken-dispenser.de Sicher shutteln Versicherungstipp Fotos: Akzent Hotels, privat Nachhaltige Akzente Der Einkauf regionaler, frischer Produkte sowie die nachhaltige Energieversorgung sind in vielen Akzent Hotels bereits fester Bestandteil. Vor diesem Hintergrund wurde in der letzten Frühjahrsmitgliederversammlung die Zertifizierung aller Häuser mit dem CO2-Fußabdruck von Viabono beschlossen. Die erste Zwischenbilanz ist klimapositiv: Über 50 % der aktuell zertifizierten Hotels erhielten den Höchstwert A der Klimaeffizienzklassen. Auch die restlichen dieser Hotels weisen ein gutes Ergebnis auf. Viabono errechnet die Emissionen, die das Hotel in einem Jahr verursacht. Einbezogen werden auch Daten aus den Bereichen Gebäude, Print, Reinigung/Wäsche sowie Food & Beverage. www.akzent.de Sie interessieren sich für eine Mitgliedschaft bei den AKZENT Hotels? Gerne senden wir Ihnen unverbindlich die AKZENT Hotels-Informationsmappe zu. Tel.: (05321) 759 140, info@akzent.de, www.hotelkooperation.de, www.akzent.de 8 3/2017


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