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Foto:s : Ringhotels, Colourbox.de Frau Weiss, 2016 stand bei den Ringhotels im Zeichen des Markenkerns „Echt HeimatGenuss erleben“. Wie haben Sie den Markenkern, der auf Regionalität setzt, umgesetzt? Die Hotels haben den Markenkern mit entwickelt, er ist originär mit dem Beirat entstanden, in dem zwölf gewählte Hoteliers sitzen. Der Markenkern ist eine Kondensierung dessen, was unsere Mitglieder ausmacht und was wir in unserer Kommunikationsstrategie festgezogen haben. Die Hoteliers haben uns auch immer wieder gesagt, dass sie das Konzept ja schon längst umsetzen. Die größte Problematik war eigentlich, ihnen zu vermitteln, dass sie gar nicht viel anders machen müssen. Hatten die Hoteliers Angst, ein Stück Eigenständigkeit aufzugeben? Bei einigen haben wir das beobachtet. Dabei sehen wir ja gerade den Vorteil darin, dass jedes Mitglied anders ist, und das oft seit Generationen. Wir müssen nicht wie die Lifestylemarken jedes Haus extra individuell Räder Summende gestalten. Das bringen die Hotels schon mit. Und HeimatGenuss ist nur der gemeinsame Rahmen, den jedes Hotel individuell füllen kann. Wie kann die Gestaltung aussehen? Marc Lobert, Hoteldirektor im Ringhotel Katharinen Hof in Unna, hat seine persönlichen Höhenpunkte und Erlebnisse in Unna filmen lassen und nimmt seine Gästen z. B. mit auf einen Markt oder zu einem Holzschnitzer. Das Ringhotel Munte a m Stadtwald in Bremen hat seine Lieferanten und deren Besonderheiten auf einer Landkarte verewigt, die im Eingangsbereich hängt. Das Ringhotel Kurhaus Ochs in Schmitten im Taunus wiederum serviert panierten Spargel mit grüner Sauce – ein altes Rezept. Bis zur Umsetzung mussten Sie aber eine Struktur schaffen. Zunächst haben wir im August 2015 neun Personen zu Trainern für HeimatGenuss- Botschafter ausgebildet. Diese haben Mitarbeiter aus den Hotels zu HeimatGenuss- Botschaftern innerhalb drei Tagen trainiert. Und diese wiederum geben ihr Wissen an ihr Hotelteam weiter. Inzwischen haben wir 150 Botschafter ausgebildet. Das klingt nach einer Chance, um als Team enger zusammenzuwachsen... Unser Ziel ist es, dass die Hoteliers nicht selbst kommen, sondern zu ihrer Entlastung Mitarbeiter schicken. Es geht zunächst darum, dass die Mitarbeiter den Markenkern tragen. Rainer Birke vom Ringhotel Birke in Kiel war z. B. mit seinen Mitarbeitern fischen – Thema war, wie man den Fisch fängt, ausnimmt, zubereitet und dann präsentiert. Dadurch identifizieren sich die Mitarbeiter ganz anders mit dem Konzept und können ihr Haus effektiv unterstützen. Diese positive Rückmeldung bekommen wir auch aus den Hotels. Die Idee mit der Landkarte im Ringhotel Munte kam z. B. vom Nachtportier. Natürlich setzt das voraus, dass man sein Team auch gestalten lässt. 2017 steht bei den Ringhotels unter den Mottos Biene und Fahrrad. Was verbirgt sich dahinter? Auf der ITB stellen wir unsere Biene als neues Maskottchen vor, das für HeimatGenuss steht. Nicht nur, dass sie ein heimisches Tier ist, sie eignet sich auch gut zur Kommunikation. Viele Hoteliers haben z. B. regionalen Honig oder gar eigene Bienenstöcke. Und das Fahrrad steht für ein verbindendes Aktivitätenelement. Als Hauptwerbemittel möchten wir quietschgelbe Fahrradüberzüge verteilen. Wir werden Fahrräder als Werbeträger einsetzen und weitere Überzüge als Beilagen verteilen. Möchten Sie damit gezielt jüngere Gäste ansprechen? Wir merken definitiv, dass sich unsere Gäs hotelkonzepte 18 3/2017


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