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Fotos: Provocateur, Maaß Logieren wie Gatsby Die Hotellerie boomt: Während viele Neuzugänge kühl kalkuliert wirken, gibt es Hotels wie das Provocateur unweit des Berliner Kudamms. „Das Provo-cateur ist Leidenschaft. Für das Leben, die Liebe und vor allem Leidenschaft für die Leidenschaft, denn Berlin ist für mich Lei-denschaft“, meint der Innenarchitekt Saar Zafrir. Schon lange träumte der israelische Autodidakt (und ehemalige Börsenmakler) von einem Hotel als Hommage an die Gol-denen Zwanziger, gemischt mit Elementen des Berlins von heute. Auch bei der Suche nach passendem Mobiliar folgte er weniger Kalkül als Passion. Als er die Bronze-Meerjungfrau auf dem Antiquitätenmarkt entlang der Straße des 17. Juni sah, „war es Liebe auf den ers-ten Blick“. Jetzt ist sie erster Blickfang für die Gäste, steht sie doch im Blauen Salon neben dem kleinen Empfangstresen. Eine Lobby gibt es nicht, man soll gleich eintau-chen in den Retro-Zauber. Und so lässt jede Ecke des Hotels an Filme oder Romane den-ken. Man stellt sich Beziehungs-Dramen in Charleston-Kleid und Hosenanzug mit brei-ten Nadelstreifen oder dekadente Feste à la Gatsby vor. Eine sinnenfreudige Zeitreise in die Goldenen Zwanziger. Für jeden guten Film sind Soundtrack, Be-leuchtung und stilechte Requisiten wichtig.


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