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beweisen, dass der Dehoga als anerkannter Gesprächspartner der Politik geschätzt wird. Dass wir mit unseren Anliegen letztend-lich durchdringen, zeigen Erfolge wie die Abschaffung der Trinkgeldbesteuerung, die Minijobregelung oder die Reduzierung der Mehrwertsteuer für Hotels. Welche Auflagen und Verordnungen für das Gastgewerbe würden Sie als erste streichen? Als allererstes würde ich die tägliche Höchstarbeitszeit streichen und eine maximale Wochenarbeitszeit im Sinne der Unternehmer, Mitarbeiter und Gäste einführen. Ich würde das Ende der vollen Mehrwertsteuer für die Gastronomie verkünden und den reduzierten Satz für alle Speisen unabhängig von der Art der Zubereitung und des Verzehrortes festlegen – für Gleichbehandlung und fairen Wettbewerb. Zudem würde ich die unverhältnismäßige und un-gerechte Bettensteuer, dort zu-rücknehmen, wo sie noch nicht von den Gerichten einkassiert wurde. Ich würde die mehr als 20 Dokumentations- und Kommuni-kationspflichten auf das Mindeste zurückfahren, um den Unterneh-mern wieder mehr Luft zum Atmen zu geben. Sie haben die Gastronomie von der Pike auf gelernt. Aktuell kommen einerseits mehr Un-gelernte, an der Spitze mehr studierte Be-triebswirte nach. Wie schätzen Sie das ein? Als Branche der Chance bietet das Gastge-werbe auch Branchenfremden oder Quer- einsteigern Einsatzmöglichkeiten. Bache-lor- oder Masterstudiengänge gewinnen an Bedeutung, die Anforderungen in vie-len Bereichen sind gestiegen. Dennoch gilt nach wie vor: Eine gastgewerbliche Ausbildung ist das starke Fundament für eine Karriere in unseren Betrieben oder eine spätere Selbstständigkeit. Hinzu kommen vielfältige und attraktive Fort- und Weiter-bildungsmöglichkeiten. Wie wollen Sie die Lehre attraktiver machen? Im Fokus stehen die Sicherung und Ver-besserung der Ausbildungsqualität. Mit der Foto: Dehoga trend Die Branche als Imagekampagne zumindest Gast in unseren Häusern ist. Wir befinden uns im intensiven Dialog mit zahlreichen Ab-geordneten und platzieren unsere Argu-mente. Die Auftritte von Bundeskanzlerin Gastgewerbe als Chance? Dehoga-Präsident Guido Zöllick über Arbeitszeiten, Sterne und Flüchtlinge. Angela Merkel und anderen Spitzenpolitikern bei den Dehoga-Branchentagen Herr Zöllick, wie wollen Sie als neuer Dehoga- Präsident der Politik gegenüber auftreten? Ist es ein Manko, dass im Bundestag nur eine Hotelfachfrau sitzt? Keine Frage, es täte der Po-litik gut, wenn es mehr Un-ternehmer und Branchen-vertreter im Bundestag gäbe. Gleichwohl können wir uns als Bran-che glücklich schätzen, dass jeder Politiker 12 3/2017


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