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von mobile-payment-Lösungen könnten künftig immer mehr Gäste als Servicemanko auffas-sen. Fit für die Zukunft Wie also wirken sich Technologien wie NFC und proprietä-re Entwicklungen von Smart-phone- Herstellern wie Apple Pay oder Google Wallet auf die Zukunft des Be-zahlens aus? „Für Kas-senhersteller bedeutet die Einbindung neuer Bezahlsysteme natürlich erst einmal ziemlich viel Arbeit. Wir müssen auf offene Standards achten und genügend Schnittstellen für die verschiedenen Bezahlsyste-me bereit halten“, weiß Pascal van der Meer, Online Marketing Manager bei Tessero. „Wir glauben aber auch, dass sich der Markt für mobile payment mittelfristig konsolidieren wird und die dann verbliebenen An-bieter einen gemeinsamen Stan-dard schaffen müssen. Nur so kann mobile payment weiterhin sicher, schnell und einfach an-geboten werden.“ Von einer zu starken Fragmentierung wird am Ende also niemand profi-tieren können. Dem pflichtet auch Daniela Franka Tünte vom Kassenhersteller Vectron bei: „Viele Kunden sind zur- zeit durch die Vielzahl unter-schiedlcher Anbieter am Markt-noch verunsichert. Bislang ist nicht erkennbar, wer sich durchsetzen wird. Ganz klar geht der Trend jedoch weg vom Bargeld. Bar-geldloses Bezah-len auch bei klei-neren Beträgen wird sich mehr und mehr durchsetzen.“ Bequem und schnell Auch die Vorteile für Gastro-nomen und ihre Mitarbeiter liegen durch die Forcierung neuer Bezahlmethoden klar auf der Hand. Durch moderne Softwarelösungen für Gastro-nomie- Kassensysteme kann das Service-Personal z. B. direkt am Tisch kassieren. Die Kellner sparen sich doppelte Wege und müssen nicht erst die Rechnung an der stationären Terminal- Kasse anfordern, sondern kön-nen die Belege ganz einfach mit ihrem Handy erstellen und z. B. mit Hilfe eines kompakten Blu-etooth- Druckers direkt am Tisch ausdrucken. Das Zählen und Be-reithalten von Wechselgeld fällt weg. So ist der Verlust durch Diebstahl weitestgehend aus-geschlossen. Die verminderte Wartezeit wirkt sich ebenfalls direkt auf die Zufriedenheit des Gastes aus. Zahlen per Fingerprint Klassische Bezahlsysteme, wie Bar, EC- oder Kreditkartenzahlung, werden also in Zukunft stark durch andere Systeme ergänzt. Entwicklungen wie Apple Pay bieten Gästen die Möglichkeit, mit ihrem eigenen Handy oder Tablet Speisen und Getränke zu bezahlen. Gäste, die eine App zum Be-zahlen nutzen, halten einfach ihr Smartphone an einen NFC-fähigen Kreditkartenleser und bestätigen ihre Zahlung mit ei-nem Knopfdruck. Bei Apple Pay erfolgt die Authentifizierung über den Fingerabdruck. Der Be-trag wird dann automatisch von der Mastercard oder Visa Card abgebucht, die einmalig in der Wallet-Lösung hinterlegt wurde. „6,7 % aller Kartenzahlungen, die bei unseren Kunden durch-geführt werden, erfolgen bereits kontaktlos“, bestätigt Karolina Kowalik von Orderbird. Darü-ber hinaus plant das Unterneh-men in seinen Kassensystemen erweiterte Funktionen zu inte-grieren. „Wenn es um mobile payment geht, dann beschäfti-gen wir uns gerade damit, wie man mit Hilfe eines Tokens (einer Methode zur Autorisie-rung von Software-Diensten) Loyality-Programme anhängen oder automatisiert die Rechnung an den Gast schicken kann.“ Auch Gastronovi hat Apple Pay bereits seit 2015 an das eige-ne Kassensystem angebunden, sodass es nach der 2017 erwar-teten Einführung in Deutsch-land sofort von den Gastro- nomen genutzt werden kann. Da-rüber hinaus ist die Bezahlung mit z. B. Paypal, Qnips, SumUp sowie wei-teren Anbietern von mobilen Pay-Apps schon heute mit dem Kassensystem von Gastro-novi Office möglich. Auslaufmodell Kasse? Denkt man das Prinzip des bar-geldlosen Zahlens also weiter, stellt sich die Frage nach dem Verbleib der „guten alten“ sta-tionären Kasse. Wird sie in Zu-kunft ein Schattendasein in der Ecke fristen müssen? Die Ant-wort ist hier klar im Konzept der Gastronomie zu suchen. „Je nach Anwendungsgebiet ist der Einsatz von stationären Kassen mehr oder weniger sinnvoll“, sagt Maren Lösch, Marketing Managerin bei Gastro MIS. „In der Vollgastronomie geht der Trend klar zur mobilen Kasse. software In der Verkehrsgastronomie (Checkout) hingegen ist aus unserer Sicht nur eine stationä-re Kasse sinnvoll.“ Dem stimmt auch Sandra Wischke von Gas-tronovi zu: „Stationäre Kassen haben nach wie vor ihre Berech-tigung. Denn aufgrund ihrer Bildschirmgröße bietet sie einen besseren Überblick bei einigen Abläufen, da mehr Informatio-nen auf einen Blick bereitgestellt werden können.“ So kann z. B. die Auslastung großer Tischplä-ne oder alle Lagerbestände ein-gesehen werden, ohne zu scrol-len. Entscheidend ist allerdings nicht das Endgerät, sondern die Flexibilität der Software. Denn in der Gastronomie sind unkomplizierte und flexible Lö-sungen gefragt. Bewegliche und überall einsetzbare Lösungen erleichtern den Gastronomen, ihren Betrieb effizient zu füh-ren und werden immer häufiger nachgefragt. Generell empfeh-len die Hersteller ihren Kun-den oft eine Kombination aus stationären und mobilen Gerä-ten. Dabei kommt es immer auf das Konzept an: Ein Imbiss hat weniger zu verwalten als z. B. ein Hotel. flo Bezahlen wird schneller und unkomplizierter. Dank mobiler Bezahlsysteme tritt der Bezahlvorgang immer stärker in den Hintergrund und wird nahezu unsichtbar. www.gastro-mis.de www.gastronovi.de www.hellotess.com www.orderbird.com www.vectron-systems.com Foto: © vege – Fotolia.com mehr direkte Buchungen durch kinderleichte Bedienung www.vioma.de vioma Booking Das Online-Buchungssystem für Ihr Hotel provisionsfrei jedes Preissystem abbildbar 1-2/2017 39


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