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Das Reiseland Deutschland hat sich über Jahre im internationalen Wettbewerb hervorragend positioniert. 2015 konnten wir mit fast 80 Mio. internationalen Übernachtungen das sechste Rekordergebnis in Folge verzeichnen. 2016 werden wir nach den bisher vorliegenden Zahlen das hohe Niveau verteidigen. In vielen Kategorien nehmen wir Spitzenpositionen im internationalen Vergleich ein: Kulturreiseziel Nr. 1 der Europäer, Messeziel Nr. 1 weltweit, Tagungs- und Kongressziel Nr. 1 in Europa, erster Platz als Städtereiseziel der Europäer, beliebtestes Reiseziel junger Europäer zwischen 15 und 24 und innerhalb Europas Platz 1 als Reiseziel internationaler Luxusreisen. Deutschland konnte in den vergangenen Jahren seine Position als attraktives Urlaubsziel weiter ausbauen: Über die Hälfte der ausländischen Gäste kommt zu uns, um Kultur zu erleben oder sich zu erholen. Aber auch als Geschäftsreiseziel rangiert Deutschland in Europa mit rund 13 Mio. Reisen weit vor den Wettbewerbern Frankreich (5,4 Mio.) und Großbritannien (5,0 Mio.). Eine solche Erfolgsgeschichte ist kein Selbstläufer. So, wie sich die Tourismusbranche weltweit als Leitökonomie des 21. Jahrhunderts entwickelt, verändern sich auch die Reiseströme. Für das Incoming ist die wirtschaftliche Situation in den Quellmärkten ein wichtiger Faktor. Volumenstarke Potenzialmärkte in Asien und Südamerika gewinnen als Quellregionen internationalen Reisens an Bedeutung und wachsen schneller als etablierte Reisemärkte Europas. Zugleich wächst der Wettbewerb der Destinationen. Neben diesen langfristigen Perspektiven steht die Tourismusbranche zusätzlich vor kurzfristigen Herausforderungen durch aktuelle Ereignisse. Zu den exogenen Faktoren zählen Sicherheitsaspekte – vor allem die Angst vor Terroranschlägen. Besonders Gäste aus asiatischen Ländern sind hier sehr sensibel. Außerdem spielen ökonomische Faktoren eine Rolle – z. B. die Brexit-Thematik oder wirtschaftliche Krisen in volumenstarken Quellmärkten. Darüber hinaus haben ausländerfeindliche Tendenzen das über lange Jahre gewachsene gastfreundliche Image Deutschlands angekratzt. Gastronomie und Hotellerie sind aufgrund ihrer Standortbindung besonders involviert. Die Stärken des Reiselands Deutschland haben allerdings auch angesichts der aktuellen Entwicklungen Bestand. Es ist als Marke im internationalen Wettbewerb bestens positioniert: Wir haben eine hervorragende Infrastruktur, die Servicequalität – insbesondere in Hotellerie und Gastronomie – ist ausgezeichnet, unser Preis-Leistungs-Verhältnis im internationalen Vergleich sehr gut, das touristische Angebot vielfältig und attraktiv. Unsere Chancen liegen einerseits im touristischen Produkt, das wir international vermarkten. Gerade die Spitzengastronomie Deutschlands hat sich in den letzten Jahren hervorragend entwickelt. Mehr als 300 Sternerestaurants – so viele wie nie zuvor – sind starke Argumente für eine Reise nach Deutschland. Die Deutsche Zentrale für Tourismus plant im Rahmen ihres weltweiten Marketings für 2018 eine Themenkampagne, welche die ganze Vielfalt des kulinarischen Deutschlands widerspiegeln und der internationalen touristischen Nachfrage zusätzliche Impulse geben möchte. Andererseits investieren wir in Zukunftsmärkte – 2017 mit Vertretungen in Singapur und Buenos Aires, um die asiatischen und südamerikanischen Potenzialmärkte langfristig zu erschließen. Foto: privat Incoming coming? 3 Jahre Hospitality HR Award ... ... und über 23 Best-Practice-Beispiele später gibt es nun unser Buch dazu „Mit Menschen gewinnen“ Bestellen Sie das Buch zum Preis von 53,50 € unter p.dornacher@blmedien.de oder 089-370 60 271 Ridlerstr. 37, 80339 München Das Manager-Magazin für Hotel und Restaurant muc@blmedien.de, www.gastroinfoportal.de !Zum Nachlesen! !Zum Inspirieren lassen! !Den eigenen HR-Weg finden und leben! Petra Hedorfer, Vorsitzende des Vorstandes der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT) gastkommentar


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