Schlossgut Oberambach, Münsing: Schloss ohne Allüren

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Fotos: Bio Hotel Schlossgut Oberambach Schloss ohne Allüren Ein Gutsschloss am Starnberger See positioniert sich als Bio-Hotel mit Flair und Autarkie als Ziel. Die Ludwig Gruber Brunnwald 400kA-400, A-6465 Nassereith Tel.Tel.: + +43-(43-(0)0)664-664-444 4448728 87 28 www.biohotels.info Schlossgut Oberambach GmbH Bio-Hotel & Vitalzentrum • 82541 Münsing www.schlossgut.de Wie es sich für ein Schlossgut ge-hört, reichen die Ursprünge des Bio-Hotels Schlossgut Oberambach ein paar Jahrhunderte zurück – bis zur ers-ten urkundlichen Erwähnung 1476. Aller-dings war es da noch ein bewirtschafteter Hof. Das Schloss kam mit Franz Freiherr von Lobkowitz zum Gut, der das Anwesen 1869 erwarb und mit einem Loireschlöss-chen versah. Zum Hotel wurde das Ensemble erst unter Fa-milie Schwabe, die es 1991 kaufte. Ist es sonst üblich, dass zum Hotel- oder Gastronomiebetrieb Se-minare als Ergänzung an-geboten werden, ging das Schlossgut Oberambach einen anderen Weg. Denn mit Andreas Schwabe er-warb es ein Heilpraktiker, der ein Seminar- und Kulturzentrum errichtete. „Nach und nach boten auch Auswärtige Seminare an, wollten dann na-türlich auch etwas essen und übernachten“, erinnert sich sein Sohn Maximilian Schwabe, der 2014 als Geschäftsführer in den Betrieb einstieg. Bis die An- und Umbauten be-ginnen konnten und das Hotel 1999 mit 40 Zimmern öffnete, musste die Familie einige Steine aus dem Weg räumen. Denn das Ge-lände steht sowohl unter Denkmal- als auch Ensembleschutz. Da einige der individuel-len Zimmer aufgrund des Denkmalschutzes nur 12 m² messen, hat Familie Schwabe im Haus immer wie-der kleine Nischen mit Sofas und Bü-chern eingerichtet. An vergangene herr-schaftliche Zeiten erinnern noch einzelne Stücke wie schmiede-eiserne Geländer im Treppenhaus. Der Blick aus den Zimmern geht in den Gar-ten oder zum 500 m entfernten Starnberger See – einem Gäs-temagneten, der das Hotel für Ausflügler attraktiv macht. Um diese besser abzuholen, hat Fami-lie Schwabe Tische und Stühle zu einem Biergar-ten vor der Remise grup-piert und bietet im Sommer Grillbuffets mit Livemusik an. 2017 sollen externe Veran-stalter die Fläche mieten können. Von Anfang an drehte sich das Kon-zept um Bio, Umweltschutz und Nachhal-tigkeit. Eine Hackschnitzelheizung etwa sorgt für umweltfreundliche Wärme, und Elektrosmogreduktion, natürlich geölte Holz-möbel und Parkettflächen, Latexmatratzen sowie allergikerfreundliche Wandheizungen sind in fast jedem Zimmer Standard. Der Bei-tritt zu den Bio-Hotels 2003 war für die Fa-milie daher die logische Konsequenz. Für die Zukunft kann sich Maximilian Schwabe gut vorstellen, seinen eigenen Strom zu produ-zieren. Zur Unabhängigkeit soll demnächst auch der eigene Gemü-seanbau beitragen. Zu-dem könnte es bald mehr Zimmer in einem Neubau geben – allerdings dürfe der Charme des Bio-Hotels dabei nicht verlorengehen. Eine Vergrößerung ist auch in Sachen Wellness geplant. Momentan bie-tet das Vitalzentrum sieben Behandlungs-räume und setzt den Fokus auf Ayurveda, Massagen und Kosmetikbehandlungen. Da der Hotelier seinen Gästen aber gerade im Winter mehr Abwechslung bieten möchte, soll der ehemalige Reitstall zum Wellnessbereich auf drei Etagen werden. Für Abwechslung im F&B-Bereich sorgen z. B. Spezialmenüs mit korrespondieren-den Bio-Weinen und -Bieren. Die passende musikalische Begleitung bringt der hauseigene Flügel. Denn Kultur hat Tradition im Schlossgut Oberambach: Waren es einst die Mitglieder der Künstlergruppe Blauer Reiter, die hier feierten, stellen heute Künstler aus der Region ihre Werke aus. jus hotelkonzepte


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