mitarbeiterwege - Blauer Vorreiter

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Fotos: Hotel Blauer Reiter mitarbeiterwege Blauer Vorreiter Mit der pauschalen Trendbrille be-trachtet, konnte Marcus Fränk-le eigentlich gar nicht anders, als HR-Themen zu großen Themen im Hotel Der Blaue Reiter zu machen. In seinem Ausbildungsbetrieb, der Sonnenalp im All-gäu, Für die Mitarbeiter schon länger aktiv sein, ist gut. Dabei strategisch werden noch besser. Das Hotel Der Blaue Reiter in Karlsruhe zeigt, wie sehr sich das lohnt. hatte er vor ca. 18 Jahren die vielfach gerühmte Herzlichkeit und Motivation von ca. 500 Kollegen inhaliert. Im Schindlerhof in Nürnberg lernte er danach die Wirkungs-welten eines strategischen HR-Konzepts kennen. Und später im Tagungstempel Esplanade Berlin erlebte er, was es heißt, groß zu denken. Ende 2006 stieg Marcus Fränkle schließlich in das elterliche Hotel Der Blaue Reiter ein. Vater Wolfgang Fränkle, bis dato Fleischgroßhändler, hatte sich 2001 mit dem Neubau in Karlsruhe den Traum von einer Bayerischen Gastronomie und einem Tagungshotel erfüllt – heute mit Kapazitäten für bis zu 300 Personen. Durch Anbauten 2007 und 2011 ist die Zahl der Zimmer von 39 auf 83 gestiegen, jedes mit anderen Motiven der Künstlergruppe Der Blaue Reiter. Und mit dem Haus sind auch die Mitarbeiter gewach-sen. Von 15 auf 52. Von normal motivierten zu begeisterten Mitarbeitern. Die moderne Formel Employer Branding prall gefüllt mit Leben. Gerade hat Marcus Fränkle seine Marke-tingleiterin Jessica Maggio mit 24 Jahren und seinen Empfangschef Philipp Schnei-der mit 32 Jahren zu seinen Stellvertretern gemacht. Vor ein paar Monaten schickte er eine Mitarbeiterin für ihre zehnjährige Be-triebszugehörigkeit in den Kreuzfahrturlaub. Und dass alle Mitarbeiter über dem Bran-chenschnitt samt Überstunden bezahlt wer-den, ist für ihn ein Muss. Zum täglich spürbar schöneren Arbeiten gehört auch, dass alle Mitarbeiter kosten-frei vom Buffet frühstücken kön-nen. Zweimal pro Woche kommt ein Personal Trainer. Und Azubis, die in die Ferienhotellerie reinschnuppern möchten, absolvieren ein zweiwöchiges Prak-tikum in der Sonnenalp. Für mehr Ganzheitlichkeit zog Marcus Fränkle aber 2011 unter allem einen Strich und baute mit dem Team ein Sieben-Säu-len- Modell auf. Neben „Gesundheit“ mit den Fitnessangeboten und „Sozi-ales“, u. a. mit dem Frühstücksbuffet, steht „Sicherheit“ z. B. für günstige Versicherungskonditionen und „Wis-sen“ für kostenfreie Fachseminare. Unter „Freizeit“ fasst Marcus Fränkle vor allem den Anspruch, jedem zwei Tage am Stück freigeben zu können bzw. seit Längerem die genauen Ar-beitszeiten zu dokumentieren. „Fi-nanzen“ garantiert wiederum neben fairen Gehältern auch Zuschläge für Spät-, Sonn- und Feiertagsarbeiten oder monatliche Prämien. Die Säule sieben, „Extras“, umfasst schließlich u. a. die Azubi-Schulungen. „Wir wollen die Säulen im Team mit immer neuen Inhalten ergänzen und so von allen Seiten leben“, erklärt der 37-Jährige und plant neue Mitarbeiterwohnungen. „Am Ende geht es uns auch darum, dem Be-ruf allgemein mehr Beachtung und vor al-lem Achtung zu schenken“, betont er. Und hier gebe es noch viel Aktionspotenzial. www.hotelderblauereiter.de syk Das Hotel ist in der Kategorie Mitarbeiterbindung für den diesjährigen Hospitality HR Award nomi-niert. Die Entscheidung fällt am 1. Dezember 2016. www.hospitality-award.de. 44 11/2016


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