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schlägigen deutschen und europä-ischen Vorschriften, Normen und Gesetze eingehalten werden. Bei RAL 992/1 stehen der Werterhalt und die Hygiene der Wäsche im Vorder-grund. 992/3 kennzeichnet desinfi-zierende Waschverfahren, die sich z. B. für Küchenwäsche eignen. Denn dass desinfizierend gewaschen wird, ist nicht selbstverständlich. „Da es keine gesetzlichen Vorgaben gibt, befinden sich Hotels in einem Grau-bereich, was das Waschen betrifft“, erzählt Petra Klein, Mitglied im Güteausschuss der Gütegemein-schaft sachgemäße Wäschepflege e.V. und Stabsstelle Qualitätsma-nagement, bei den Hohenstein Ins-tituten. Neben dem Waschergebnis prüft das Institut im Auftrag der Gü-tegemeinschaft auch den Zustand der Maschinen sowie die Sauberkeit der Betriebsräume und die Personalhygi-ene. Das jeweilige Zertifikat gibt Si-cherheit bis zur Anlieferungsstelle im Hygiene-Siegel, Zertifikate und Gütezeichen bringen dem Hotelier Sicherheit, schaffen beim Gast Vertrauen – und können im Schadensfall helfen. Hotel. Zudem müssen nicht nur Handtücher und Bezüge gewaschen werden, auch Bett-decken, Kopfkissen und Matratzen muss das Hotel regelmäßig reinigen lassen. Eine Wäscherei, die u. a. das Gütezei-chen führt, ist Greif Süd. Hier werden im Durchschnitt täglich 70 t Schmutzwäsche gewaschen, ca. 80 % davon sind Hotel-wäsche. Vorteile sind etwa die extern geprüfte Qualität und Hygiene, die do-kumentierten Qualitätsvorgaben und die Transparenz der Produktionsprozesse. „Wir waschen generell alle Wäsche desinfizie-rend“, ergänzt Enrico Gimpert, Geschäfts-führer der Niederlassung Wolfratshausen. Auch Inhouse-Wäschereien von Hotels kön- nen sich zertifizieren lassen. Das rech-net sich jedoch erst ab etwa 1 t täglicher Wäsche. Das Fünf-Sterne-Plus-Hotel Sonnenalp Resort in Ofterschwang mit 250 Zimmern z. B. hat nicht nur eine eigene zertifizierte Wäscherei, die täg-lich zwischen 1,5 und 2,5 t Wäsche wäscht – und als Dienstleister auch für andere Hotels auftritt, sondern auch einen Hygienemanager. Achim Liedkes Weg dahin verlief dabei nicht geradlinig. Bevor er Hygienemanager wurde, arbeitete er als Schlosser, Flug-sicherer sowie Groß- und Außenhan-delskaufmann. Seit neun Jahren ist er im Sonnenalp Resort tätig, anfangs als Frühstückskoch. Doch als er sich mit dem Reinigungs- und Spülsystem befasste, erkannte das Hotel den Be-darf eines Hygienemanagers. Er selbst kümmert sich hauptsächlich um die Hygiene in den Küchen und Restau-rants und unterstützt die Leiter des Housekeepings und des Wellnessbe-reichs in Sachen Sauberkeit. Hygiene übersetzt Achim Liedke mit Sicherheit, und um die zu gewährleisten, nimmt er täglich Sichtkontrollen mit verschiedenen Schwer-punkten vor. „Kritische Kontrollpunkte sind z. B. die Warenannahme und die Tempera-turkontrolle. Hier überprüfe ich mehrmals täglich, ob die Flächen desinfiziert werden. Den Wellnessbereich prüfe ich wöchentlich und die Zimmer mindestens einmal im Mo-nat“, berichtet der Hygienemanager. An einem Strang Den Erfolg der täglichen Reinigung und Kontrolle ließ sich das Sonnenalp Resort mit dem Hotelcheck Hygiene bestätigen. „Wir MEHR SICHERHEIT MEHR EFFIZIENZ CONNECTED WASH hygiene sind davon überzeugt, dass man ohne einen solchen Nachweis nicht auskommt, wenn man am Markt bestehen möchte“, erklärt Achim Liedke. Die Institute Hohenstein, Wessling und ifo haben sich zur Internati-onalen Prüfgemeinschaft Hygiene zusam-mengeschlossen, die in den Zimmern, im Spa- und Gastronomiebereich Sichtkontrol-len und mikrobiologische Tests durchführt sowie die Arbeitssicherheit prüft. Das Hotel hat sich für das Komplettpaket entschieden und ließ die Oberflächen und Textilien, die Wasserqualität, das HACCP-Konzept, die Bodenbeläge sowie die raumlufttechni-schen Anlagen prüfen. Das Küchenpersonal arbeitet zudem mit Spendersystemen und reinigt mit Papiertüchen. Das Zertifikat gilt zwei Jahre. Achim Lied-ke betont, dass die Zeit nach der Zertifizie-rung keineswegs entspannter ist. Interne Audits und Qualitätssicherung sind not-wendig, um das Niveau zu halten. Dabei sei die Kommunikation mit den verant-wortlichen Bereichen am wichtigsten. „Ich selbst nehme immer wieder an Schulungen teil, um bei den Richtlinien und Gesetz-gebungen auf dem Laufenden zu bleiben. Aber auch die anderen Mitarbeiter werden regelmäßig zu Infektionsschutz, Arbeits-schutz und fachspezifisch geschult“, er-zählt Achim Liedke. Außerdem können die Gäste regelmäßig hinter die Kulissen schau-en und sich selbst vom hygienischen Arbei-ten etwa in der Küche überzeugen. „Man kann beobachten, dass die Gäste seit den letzten fünf Jahren verstärkt auf Hygiene achten“, sagt er. Die Hygiene-Kommunika-tion ist damit ebenso Teil seiner Aufgaben wie sicherzustellen, dass alle Richtlinien eingehalten werden. „Es funktioniert nur, wenn alle an einem Strang ziehen.“ jus Das gewerbliche Spülen erreicht mit Winterhalter eine neue Dimension in puncto Sicherheit und Wirtschaftlichkeit. Mit CONNECTED WASH ist die neue Generation der UC-Serie mit dem Internet verbunden und ermöglicht die Analyse und Auswertung aller wichtigen Betriebsdaten per App. Damit können Sie Ihren gesamten Spülprozess optimieren und Ihre Betriebssicherheit erhöhen. Für höchste Spülqualität bei größtmöglicher Effizienz. Weitere Infos erhalten Sie bei Ihrem Fachhändler oder unter www.connected-wash.biz


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