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Fotos: Geberit dass die Servicekräfte sie ständig durchkreuzen. Die Aufwertung der Lobby als zentralen Hotelraum, dem Treff der Gäste auch mit An-wohnern, ist ein Trend, den man gerne aufgreift. Einen weiteren Hospitality-Trend sieht Colin Finnegan hin zum Apartmentartigen wie Long- Stay-Bereichen in Hotels. „Man möchte auch in der fremden Stadt seine eigenen, abschließbaren vier Wände haben“, erklärt er und denkt, dass „sich Airbnb und Hotel-lerie in den nächsten Jahren weiter annähern“. Da FG Stijl auch private Apartments entwirft, sind sie gut vorbe-reitet. Die Designer planen für eine lange Nutzungsdauer. Daher verwenden sie auch bevorzugt Naturmaterialien bester Qualität, die „schön altern“ wie Marmor, Onyx-stein, Perlmutt, Kupfer. Und viel edles Holz. Besonders als Bodenbelag. „Denn der be-stimmt den ersten Eindruck“, meint Colin Finnegan. In der BMW Welt gehen die Gäste z. B. über Walnussholz, im Matsuhisa über amerikani-sche Eiche. Die individuelle Note jedes Raums sieht FG Stijl als Zeichen gegen die Gleichförmigkeit. Entspre-chend legen sie großen Wert auf Details und das Mobiliar. Für den dramatischen Trep-penaufgang von der Lobby zum Matsuhisa in München ließ FG Stijl eine Replik des berühmten „Peitschenhieb“ von Hermann Obrist, ein Schlüsselwerk des Münchner Jugendstils, als Wandteppich von Hand knüpfen. Colin Fin-negan, studierter Ägyptologe und Fan des Kunsthandwerks, bekennt, dass Kunst und Ge-schichte für ihn wichtigere Inspiration sind als zeitge-nössische Architektur. So ist auch der Büroname eine Ver-neigung vor der Künstlerver-einigung De Stijl. F(innegan) und G(lintmeijer) stehen für die beiden Gründer. „Wie die De-Stijl-Künstler beginnen wir immer mit einfachen, kla-ren Linien“, erklärt Colin Fin-negan den kreativen Prozess, der oft Architekturkonzept, Innenarchitektur und Entwurf des passenden Mobiliars ein-schließt. Die Planung erfolgt dann mit einem Story Board, wie bei einem Film, das eine Geschichte erzählen soll. Im Falle des Hotels Sir Nikolai an einem Hamburger Fleet, der Alster und Elbe verbin-det, ist es die Geschichte des modernen weltreisen-den Dandys. Dessen Reisen scheinen ihm nur leider keine Zeit für die Eröffnungsfeier zu lassen. Colin Finnegan ist aber zuversichtlich, dass die-se zeitnah erfolgt. Verspätete Eröffnungstermine sieht er inzwischen gelassen: „Oft sind einige Beteiligte etwas ehrgeizig bei der Terminan-setzung“, erklärt er mit einem entspannten Lächeln. www.fgstijl.nl Florian Maaß Wohlfühlen inklusive interieur + sicherheit Ob Mini-Kombidämp-fer, Spülmaschinen mit Osmose-Verfahren oder Steuerungs-Apps: In der Küchentechnik gibt es ständig neue Entwicklungen. Fürs Badezimmer dagegen sind Patente rar. Ge-meinsam mit Geberit will Designer Christoph Behling mit dem Komfort- WC AquaClean Mera das Bad technisch wie gestalterisch auf die Überholspur bringen. Der kreative Kopf ist u. a. für seine Arbeit als Chefdesigner des Uhrenherstellers TAG Heuer bekannt. „Obwohl die Toilette bereits vor 150 Jahren erfunden wurde, hat sie sich seitdem nicht verändert – im Gegensatz zum Rest der Welt. Autos etwa sind jünger als das WC und wurden ständig weiterentwickelt“, sagt er. Das neue AquaClean Mera ist jedoch alles andere als ein Experi-ment: Um Technik und Design im Bad zu pushen, machen Geberit und Designer Christoph Behling gemeinsame Sache. Rund 30 Ingenieure entwickelten in vier Jahren das WC auf der Grundlage bewährter Technologien. Fürs Design kam Chris-toph Behling ins Spiel: „Andere Dusch-WCs sehen aus wie Ma-schinen, deshalb werden sie von den Nutzern nicht angenommen. AquaClean Mera wirkt durch die Keramik wie eine herkömmliche Toilette.“ Als Kontrast zum Material hat er ein „floating Design“ entwi-ckelt – die Toilette scheint dank einer Chromblende vor der Wand zu schweben. Zu den technischen Details zählen die WhirlSpray- Duschtechnologie, die TurboFlush-Spültech-nik und die spülrandlose Keramik mit asym-metrischer Innengeometrie für eine gründliche, leise Ausspülung. Mit körperwarmem Wasser-strahl duscht das WC auf Knopfdruck den Po und föhnt ihn danach trocken. Bei allem Hightech durfte es in den Details, z. B. der Fernbedienung, nicht unüber-sichtlich werden: „Trotz vieler Funktionen darf es keine tausend Knöpfe geben, sondern nur wenige. Und die müssen hübsch aussehen“, fasst Christoph Behling zusammen. www.geberit.de BERATEN, PLANEN, REALISIEREN KOMPLETT AUSSTATTUNG HOTELZIMMER REZEPTIONEN/ LOBBYS RESTAURANTS HOTELBÄDER KOMPETENZ- ZENTRUM/ SHOWROOM IN WÜRZBURG vertrieb@objekt.de www.objekt.de N E U : B ÜRO N O RD TEL. 0152 54653343 HOTELEINRICHTUNG neubert Schwebend innovativ 160-10-16-INS-OW-First-Class-0811-185x60_001 1 13.10.16 19:29 11/2016 33


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