Feierwillig?

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Fotos: © patrylamantia – Fotolia.com, privat Feierwillig? Familienfeiern sind häufig die Domäne der mittelständischen Betriebe, die ihren Schwerpunkt im F&B-Sektor haben. Eigner oder Betreiber als direkte Ansprechpartner sind Vorteile, die der Ver-anstalter schätzt. Große Hotelbetriebe wie-derum glänzen mit weitläufigen, variablen Räumen, modernem Equipment, umfang-reicher und gepflegter Infrastruktur. Für den Test wollten wir wissen: Wie gut wird man als anfragender Veranstalter in einem Vier- oder Fünf-Sterne-Hotel aufge-nommen, begrüßt, informiert, umworben, betreut und zum Abschluss geführt. Eine solche Anfrage ist eine Standardsituation. Die Abläufe hierzu müssen in Serviceket-ten, auch für das Wochenende oder abend-liche Stunden, fixiert und eingespielt sein. Der Ablauf Ein jüngerer Mann, sportlich-schick geklei-det, betritt im September ohne Termin das Hotel und wünscht ein zeitnahes Angebot für eine Weihnachts-Familienfei-er für seine Tante. Der Neffe tritt auf, da die reiche Dame verhin-dert ist. Geplant ist eine Famili-en- Weihnachtsfeier für 40 bis 50 Qualitätstrainer SQD II und Wie reagieren Hotels im Top-Segment auf private Event-Anfragen? Werden die Serviceleistungen dem Standard gerecht? Wir haben den Test gemacht. Personen. Ab Mitte November/ Dezember, mit zwölf DZ und fünf EZ, geho-bene Kategorie – das ist der Auftrag. Geld spielt keine Rolle. Für Menü/Buffet stehen 85 € p.P. zur Ver-fügung. Nach ihrer Rückkehr möchte die Dame anhand der kompletten Angebote binnen zehn Tagen entscheiden und dann buchen. Die Details werden deutlich ver-mittelt und einige zusätzlich schriftlich überreicht. Damit haben alle getesteten Be-triebe die gleiche Ausgangsbasis. 25hours Hotel Bikini Berlin Wir werden am Desk nett begrüßt, aber getadelt. Man möge zukünftig einen Termin vereinbaren. Es wird angeru-fen und gefragt, ob jemand Zeit hat. Wir werden gefragt, ob wir mit einem Azubi vorliebnehmen. Wir bejahen und warten 20 Minuten. Frau H., kein Azubi, erscheint. Sie führt uns, kann aber keine Zimmer zei-gen. Alle belegt! Kein Getränk, kein Tisch, kein Klemmbrett, nicht eine Angabe wird mitgeschrieben. Umso mehr freut sie sich über unseren Info-Zettel. Nach 20 Minu-ten sind wir mit leeren Händen entsorgt. Das Angebot kommt per E-Mail mit PDF am 22.9. Wir werden geduzt. Drei Optionen, wovon die zweite gänzlich neben dem Kundenwunsch liegt. In ei-ner Option spricht man von zwei bis drei Esstischen. Drei Buffets, keine konkreten Menüs, dafür der Hinweis, dass die Me-nüs im Balagan-Stil serviert werden. Kein Terminvorschlag, der Logisteil fehlt kom-plett. Ein Rückruf hätte uns überrascht nach dieser Präsentation. Unser Tipp: Notizen Patrick Lahr ist staatlich geprüfter Hotel-Betriebswirt und Qualitätstrainer. Peter Rothenhäusler ist Hotelberater, koordiniert die Tests. DIE AUTOREN bringen Vorteile. Mehrere Rechtschreib-fehler sind peinlich. Grand Hyatt Berlin Vom Doorman übersehen, werden wir am Desk freundlich empfangen. Zehn Minuten später werden wir von Frau B. freundlich be-grüßt. Das gesamte Gespräch stehend, be-ginnend in der Lobby, Rundgang zu Räumen und Zimmern, Dauer ca. 30 Minu-ten. Am selben Tag kommt eine E-Mail, und Frau B. stellt eine Frage, die zeigt, dass sie nicht zugehört hat. Sie schlägt den 10. November vor und macht deutlich, dass sie erst, wenn sie ein Datum hat, ein Angebot erstellt. Wir erklären es nochmals und lang-sam. Im E-Mail-Verkehr wird zwischen Herr und Du gewechselt. Am 6.10. fragen wir dann doch einmal nach. Es wird dargelegt, dass das Angebot am 19.9. gesandt worden wäre, ebenso zwei Nachfrage-Mails. Davon food + event 24 11/2016


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