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the show als das Angebot, also wird viel gebaut. Doch gute Lagen sind in den Top-Sieben-Städten rar, auch B-Lagen oder B- und C-Städte geraten in den Fokus. fen bis zum Motel-One-Erfolg lieber nach den Sternen, und zwar ab drei aufwärts. Reiner Nittka sieht unterschiedlichen Bedarf: „Berlin z. B. ist kein Ort für Luxushotels, hat aber Raum für individuelle Boutique Hotels. Köln ist eine Stadt mit einem unterdurchschnittlichen Anteil an Ketten- und Budget-Hotels, in München geht alles – auch Luxus.“ Neben der Lage nennt Olivia Kaussen Green Building und Marken als wichtige Auswahlkriterien. Investoren fühlen sich sicherer unter dem Dach großer Hotelkonzerne. Sie scheinen berechenbarer, und die Kundenbindungsprogramme ziehen internationale Gäste an. Da die großen Betreiber jedoch oft das Betreiberrisiko scheuen, nehmen Franchise-Modelle zu, und es kommt zu überraschenden Konstellationen. So ist die erfolgreiche Novum-Gruppe unter die Franchise-Nehmer gegangen, um an bessere Standorte, auch im Ausland, zu kommen. Gesundes Wachstum? Die große Frage, die über dem Boom kreist, ist: Finden die vielen neuen Hotels, die auf Investorenwunsch gebaut werden, auch langfristig ausreichend Gäste? Der bisher einzige Boom 2006/2007, mit damals unvorstellba- ren 2 Mrd. € Volumen, zerplatzte nach der Lehman- Pleite wie eine Seifenblase. „Damals wurde alles blind gekauft, der Markt hat sich seitdem professionalisiert“, beruhigt Alexander Trobitz, der für die Hotelkäufe bei BNP Paribas Real Estate zuständig ist. Überhitzungstendenzen sieht er nicht. Olivia Kaussen von CBRE sieht es ähnlich: „Von einer Überhitzung kann keine Rede sein. Wir 10. – 14. 2. 2017 Dining schafft die Verbindung von Funktion und Gestaltung, Stil und Lebensgefühl, Einzigartig-keit und Vielfalt. Auf der wichtigsten Konsumgüter-messe der Welt. Infos und Tickets unter ambiente.messefrankfurt.com Und Landeshauptstädte und Uni-Standorte sind derzeit besonders beliebt. Nur reine Urlaubsorte scheinen weiter zu riskant. Neue Hotels werden kaum noch auf freien Flächen entwickelt, sondern eher im Rahmen von Stadtentwicklungsprojekten zur Umgestaltung bestehender Bebauung, wie etwa Bahnareale und zunehmend in Mix-Nutzungskonzepten, gerne mit Studentenwohn- heimen und Boardinghouses. In guten Lagen werden Entwickler problemlos auch gleich mehrere Hotels nebeneinan- der los. Sicheres Dach Bei den Konzepten zieht der Motel-One-Effekt. Olivia Kaussen, Head of Hotels bei CBRE, sieht „im Budgetsegment den größten Bedarf und das flächendeckend, auch in den kleineren Städten.“ Die Investoren grifAnlage


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