Versicherungstipp

first_class_10_2016

Foto: privat Wenn der Betrieb steht Großflächiger Wasserschaden nach Rohrbruch, Brandscha-den im soeben vom Hersteller ge-warteten BHKW, Hackerangriff mit Zerstörung der IT-Struktur: Szena-rien, die wir in von uns betreuten Hotels begleitet haben. Allen ge-meinsam: Neben dem Sachscha-den ist die Aufrechterhaltung des Hotelbetriebs gefährdet. Wer über-nimmt die durch Auslagerung der Volker Begas Gäste entstehenden Mehrkosten? Können Gäste/Veranstalter, die nicht anrei-sen können, Unkosten geltend machen? Wie sieht es mit Kosten für Provisorien aus? Da man im Notfall mit der Organisation aller Maßnahmen beschäftigt ist, sollten solche Fragen bei Abschluss des Versicherungs-vertrags geklärt sein. In der Praxis erleben wir häufig, dass der Ertragsausfallversiche-rung viel zu wenig Aufmerksamkeit gezollt wird. Haftzeiträume betragen oft nur zwölf MARKENSCHAUFENSTER Reservation Assistant Spa & Activity Management Software T: +43 3332 6005 990, www.tac.eu.com Lieblings Kren Monate, Versicherungssummen bemessen sich an der Inventar-summe (ohne Bezug) oder werden willkürlich (ohne Dokumentation) festgelegt etc. Was gilt es also zu beachten? Die Versicherungssumme ergibt sich, vereinfacht ausgedrückt, aus Jah-resnettoumsatz abzüglich Waren-einsatz und betriebsabhängige Kosten (Energie, Ver-/Entsorgung, Provisionen etc.). Häufig liegen diese Werte bei 70% des Jahresumsatzes. Lohnkosten und sonstige wirtschaftlich zu begründende Kosten sind zu berücksichtigen. Zur Vermeidung von Diskussionen bei späteren Schadensfällen sollten Sie die Summenfindung dokumentieren und ide-alerweise Unterversiche-rungsverzicht vereinbaren. Ebenfalls ist eine realisti-sche Haftzeit zu bestimmen. Wir empfeh-len i.d.R. 24 Monate, bei exponierten La-gen oder Denkmalschutz auch 36 Monate. Überlegen Sie, wie sich Zu-/Abfahrtsbehin- Versicherungstipp Ein Unglück kommt selten allein: Was tun, wenn der Hotelbetrieb nach einem Schaden stillsteht? derungen (z. B. Lawinen, Erdrutsch) oder so-genannte Rückwirkungsschäden (fehlende Lieferfähigkeit Ihrer Lieferanten aufgrund versicherter Sachschäden) auf Ihren Ertrag auswirken können. Dies kann auch den Ausfall externer Versorgungsleistungen be-treffen. Grundsätzlich erstatten Versicherer den Ertragsausfall nur nach versichertem Sachschaden. Eine Sonderform ist die Erlösschmälerung durch die separat versicherbare behördlich angeordnete Betriebsschließung aufgrund von Seuchen. Die Bedeutung von Betriebsbeeinträchti-gungen ohne Schäden an Sachwerten oder Gebäuden wird in Zukunft vermutlich zu-nehmen: Cyberattacken, politische Gewalt, Pandemien oder Stromausfälle haben ver-gleichbares Schadenspotential. Gleiches gilt für behördliche Zugangsrestriktionen oder Schließung von Lufträumen. Entspre-chende Versicherungskonzepte sind nahezu nicht verfügbar und beschränken sich bes-tenfalls auf geringe Versicherungssummen. Volker Begas, GGF Mosaic Versiche-rungsmakler, www.hotelversicherer.de Datenschutz managen Bis zum 25. Mai 2018 müssen in Deutschland 430 Bundesgesetze reformiert werden, damit sie der Europäischen Datenschutz-Grundverord-nung (EU-DSGVO) nicht widersprechen. Den größten Anpassungsbedarf gibt es beim Bun-desdatenschutzgesetz. Dementsprechend muss sich auch die deutsche Hotellerie auf Neuerun-gen einstellen. „Datenschutz und Sicherheit sind nach wie vor reine Chefsache. Um dieses wichti-ge Thema kommt heutzutage kein Hotelier mehr herum“, sagt Stefan Dinnendahl, Geschäftsführer des Hotelverban-des. Dank eines neuen Rahmen-abkommens zwi-schen dem Hotel-verband Deutsch-land Dank der europäischen Datenschutz- Grundverordnung müssen sich auch Hoteliers auf Neuerungen einstellen. Aber es gibt Hilfe. und der Fachstelle für Datenschutz des TÜVs, können alle Mitglieder des IHA das TÜViT Datenschutz-Management zu Sonderkonditionen nutzen. Im praktischen Baukasten-System hat je-der Hotelier die Möglichkeit, sein individuelles Leistungspaket zusammenzustellen. Die Basis bildet dabei das Einführungs- und Grundschutz-paket, welches auch die Stellung eines betrieblichen Datenschutzbeauftragten beinhaltet. Denn die Verpflichtung zur Berufung eines betriebli-chen Datenschutzbeauftragten wird im Rahmen der Umsetzung der Verordnung voraussichtlich verbleiben. Individuelle Sicherheit Gerade für kleinere und mittlere Hotels, die über kein eigenes Know-how im Datenschutz verfügen, bietet das modular aufgebaute TÜViT Datenschutz-Management Vorteile. „Zusätzlich optionale Leistungspakete und speziell auf die Hotelbranche zugeschnittene Dienstleistungen ermöglichen ein optimales Datenschutzmanage-ment für größere Ho-tels und Hotelgesell-schaften“, ergänzt der IHA-Geschäftsführer. „Ob die Erarbeitung einer unternehmens-spezifischen Datenschutz-Anweisung, einer Internet- und E-Mail-Richtlinie oder die Prü-fung vorhandener IT-Infrastruktur insbesondere der Videoüberwachungs- und WLAN-Technik, grundsätzlich können alle Prüfungsanforderun-gen durch uns erbracht werden“, bestätigt Peter Kattner von der Fachstelle für Datenschutz. Auch die Übernahme der gesetzlichen Pflichten, die sich aus dem allgemeinen Gleichbehandlungsge-setz (AGG) ergeben, werden von der Fachstelle übernommen. www.iha-service.de branchenfokus 8 10/2016


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