Alpine Energie

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Tschiertschen ist einer der schönsten Flecken Erde in den Schwei-zer Alpen, echt und einma-lig. Deshalb habe ich mich dafür entschieden“, bringt der malaysische Unternehmer, Architekt und Stadtplaner Teo Ah Khing sein Engagement für den Umbau des Hotel The Alpina Mountain Resort & Spa auf den Punkt. 2013 war das 120 Jahre alte Graubündner Berghotel in Konkurs gegan-gen – Teo Ah Khing ersteigerte es im Namen der Swiss Histo- ric Gruppe und ließ es bis Dezember 2015 umbauen. Heute besucht er mindes-tens dreimal im Jahr mit Ge-schäftsfreunden aus Asien sein auf 1.400 m gelegenes Hotel und tagt mit ihnen im eigens dafür ausgestatteten chinesischen Clubraum. Mar-lies und Michael Gehring leiten das The Alpina Moun-tain Alpine Energie Resort & Spa, unterstützt von ihren 30 Mitarbeitern. 20 Monate hatte der Komplettumbau des 1897 eröffneten Jugendstilhotels The Alpina Mountain Resort & Spa gedauert. Dabei entstanden 20 Doppelzim-mer, sieben Suiten inklusive Panoramablick, der in Arvenholz der Goldenen Zwanziger gehaltene Speiseraum – und ein hocheffizi-entes Jugendstil trifft Minergie – ein Energie- und Designkonzept hat das The Alpina Mountain Resort & Spa in Graubünden aus dem Dornröschenschlaf geweckt. Energiekonzept, wie der Architekt René Meier erklärt: „Durch die Reduktion der Transmissionswärmeverluste, durch energie The Alpina Mountain Resort & Spa CH-7064 Tschiertschen • www.the-alpina.com hochwertig wärmegedämmte Gebäude-hüllen, bedarfsabhängig gesteuerte Kom-fortlüftung mit Wärmerückgewinnung sowie Sonnenenergiegewinnung durch hocheffiziente Verglasungen ergeben sich energiebewusste Betriebsabläufe.“ Hinzu kommen hocheffiziente Geräte wie Wär- mepumpe, Kälteanlagen oder Küchenge- räte. LED-Technologie und Gebäudeauto-mation für bedarfsabhängige Steuerung sorgen für die hohen Standards. Da das Gebäude als integrales System be-trachtet wird, kann es mit der Haustech-nik den sog. höchsten Minergie-Standard er-reichen – den Schwei-zer Baustandard für neue und modernisierte Gebäude. Die eigene Energiegewinnung mit-tels Geothermie (mit zwölf Bohrungen zu je 200 m Tiefe) und Wärmerückgewinnung aus Küche, Spa und Abwasser verbessert die Lebensqualität und senkt zugleich die Umweltbelastung. „Dabei dürften die Anla-gekosten nur etwa 5 % höher liegen als bei konventio-neller Bauweise“, ergänzt René Meier. „Die Mehrkosten werden durch die kanto-nale Förderung und die geringeren Betriebs-kosten aber wettgemacht.“ Verantwortlich für die Entwicklung des Masterplans war Fanzum, ein interdisziplinäres Team aus Architektur- und Ingenieurbüros. Referenzobjekte für den Minergie-Standard sind z. B. das Romantik Hotel Muottas Muragl, das Carlton Hotel St. Moritz oder das Dolder Waldhaus in Zürich. Für Marlies und Michael Gehring entwi-ckelt sich das Alpina mit dieser besonderen Jugendstil-Design-Hightech-Mischung zu einem internationalen Treffpunkt – und dies verleiht auch der Gemeinde Tschiertschen, „dem schönsten Flecken Erde“, frischen Wind. Eva-Maria Mayring Fotos: The Alpina Mountain Resort & Spa 10/2016 41


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