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Foto: Soulmade, Dorint Kongresshotel Mannheim Holz, wie im Soulmade, oder LEDs, wie im Dorint Kongresshotel Mannheim, sind Bausteine für ein stimmiges Nachhaltigkeitskonzept. eigenen Unternehmens bei. Die höheren Erwartungen und Anforderungen der Kun-den im Bereich Nachhaltigkeit zeigten sich inzwischen auch schon bei den Anfragen. Nachhaltigkeit und Klimaschutz spielen aber auch in den Bereichen Housekeeping und Catering eine Rolle: So erfolgt der Wäschewechsel alle zwei Tage bzw. nach Gästewunsch. Seife und Shampoo werden in Spendern angeboten, bei der Verwen-dung von Reinigungsmitteln steht deren Umweltverträglichkeit auf der Agenda, mit Hilfe von LED-Lampen sowie Wasserspar-tasten werden Energie und Wasser gespart – und vieles mehr. Für seine Bemühungen wurde das Hotel nicht nur als Certified Business und Conference, sondern im Juni 2016 auch als Certified Green Hotel zerti-fiziert. Dass es „klare Ziele für die kontinu-ierliche Optimierung im Thema Nachhal-tigkeit“ gibt, ist Prüferin Petra Knölke-Pohl besonders positiv aufgefallen. Auf Augenhöhe Schon bei der Planung des ersten Soulmade in Garching bei München stand das Thema Nachhaltigkeit oben auf der Agenda. „Da-bei geht es nicht nur um umweltfreundli-che Materialien – besonders wichtig ist uns der nachhaltige und individuelle Umgang mit Mitarbeitern und Gästen“, betont Ole Kloth, Director of Development. Den Ma-chern des Soulmade geht es darum, dass die Mitarbeiter sich als Person in ihrer Ar-beit wiederfinden. Dem Gast sollen sie auf Augenhöhe begegnen – nicht mit einem Bückling und eine Rolle spielend, sondern so, wie man zuhause Gäste empfängt. Neben den menschlichen Ansätzen fehlt es auch nicht an den „klassischen“ umwelt-schonenden Maßnahmen. Einen Teil des Stroms produziert z. B. eine Photovoltaik- Anlage. Zudem betreibt das Haus keine klassische Klimaanlage, sondern verwendet eine optionale Außenverschattung, um den Energieverbrauch zu minimieren. Innen wie außen setzt Soulmade dabei auf Holz, des Weiteren auf Naturmaterialien – sei es der Schurwollteppich oder die partiell ein-gesetzte Strohtapete. Da weitere Soulmade-Häuser geplant sind, können die zukünftigen Hotels von den Erfahrungen des Garchinger Hauses profitieren. Ein Nachhaltigkeitsmanager sei als Position aber derzeit nicht geplant. „Wir glauben, dass Nachhaltigkeit in ei-nem Business-Hotel 2016 nur dann funk-tioniert, wenn alle Mitarbeiter von dem Konzept überzeugt sind, es leben und auch stetig daran arbeiten.“ So hat das Team entschieden, die klassischen Coffee-to-go- Becher aus dem Angebot zu nehmen. Der Gast kann seine Kaffeespezialität entwe-der im hauseigenen spülmaschinenfesten Bambus-Becher genießen, den er mit dem Getränk erwirbt, oder sich einen eigenen Becher mitbringen. Ein weiteres Thema, das für Ole Kloth und sein Team zum Konzept gehört, ist Elektromobilität: In der Tiefgarage warten drei Elektrotankstellen auf ihren Einsatz, und das Firmenfahrzeug ist natürlich auch ein Elektro-Auto. Wer sich für eine Ladestation entscheidet, erhält z. B. Unterstützung von Innogy, der Marke der RWE-Tochtergesellschaft, die sich mit erneuerbaren Energien, Netzen und Infrastruktur sowie dem Vertrieb be-schäftigt. Die Tankstelle Innogy eStation smart bietet zwei Ladepunkte, die maximal 22 kW Wechselstrom gleichzeitig abgeben. Den Zugang regelt eine Smartphone-App oder ein RFID-Kartenleser. Der Hotelier kann die Ladevorgänge seiner Gäste oder Mitarbeiter eichrechtskonform nach Kilo-wattstunden erfassen und abrechnen, und das auf Vertragsbasis oder per Direct Pay-ment. Durch die Kombination von intelli-genter Ladeinfrastruktur und IT-Services lässt sich Elektromobilität nach den Anfor-derungen eines Ladepunktbetreibers ge-stalten und ermöglicht die Überwachung, Zugangskontrolle und Abrechnung. Ganzheitliche Nachhaltigkeitskonzepte kommen immer mehr in den Hotels an. Mit der richtigen Kommunikation werden sie zum Buchungsgrund. jus Allgemeine Infos und Bedingungen für den Erwerb eines Certified-Siegels finden Interessierte unter www.certified.de energie 38 10/2016


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