Page 37

first_class_10_2016

Dezentral gelöst Trotz solch positiver Beispiele setzen erst 75 % der deutschen Unternehmen, laut einer E.ON-Umfrage, konsequent darauf, möglichst wenig Energie zu verbrauchen. „Nur wer einen realistischen Überblick über den Energieverbrauch im Betrieb hat, kann ein effizientes Energiemanagement einführen und so das volle Einsparpoten-zial realisieren“, betont Dr. Heinz Rosen-baum, Geschäftsführer der E.ON Energie Deutschland. „Ein professionelles Energie-audit ist der erste Schritt auf dem Weg.“ E.ON bietet z. B. in Zusammenarbeit mit der Dekra eine Energieeffizienz- Beratung vor Ort an. Kleine und mittlere Un-ternehmen Grüner Strom ist nur der Anfang: Wer Nachhaltigkeit umfassend denkt, setzt auf Gesamtkonzepte und kann Arbeitsplätze wie den Nachhaltigkeitsmanager schaffen. (bis 250 Mitarbeiter, mit höchs-tens 50 Mio. e Jahresumsatz) sind zwar nicht zum Energieaudit verpflichtet, kön-nen aber ihren Energieverbrauch um bis zu 15 % senken. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle vergibt dazu Förder-mittel, deren Höhe abhängig von den jähr-lichen Energiekosten ist: Bei über 10.000 € beträgt die Zuwendung 80 % der förder-fähigen Beratungskosten bis max. 8.000 €. Experten ermitteln alle betriebsspezifischen Kennzahlen zum Energieverbrauch, identi-fizieren Einsparpotenziale und geben Emp-fehlungen, um die Energieinfrastruktur zu optimieren. Neben Effizienzmaßnahmen werden, laut E.ON, dezentrale Energielö-sungen immer interessanter. Hier ist das Stichwort Kraft-Wärme-Kopplung, also die gleichzeitige Erzeugung von Wärme und Strom für den Eigenbedarf. Neben Strom produzieren diese Anlagen vor allem Wär-me zum Heizen oder zur Kälteerzeugung. Denn bis zu einem Fünftel der Energie im Hotel gehen zu Lasten der Kühlung. Anders als bei AccorHotels gibt es bei den Dorint Hotels & Resorts derzeit noch keinen übergeordneten grünen Plan, aber auch hier ist sich das Management der Dringlich-keit der Thematik Nachhaltigkeit bewusst. Daher soll für die nächsten Jahre eine haus-übergreifende Strategie entwickelt werden. „Natürlich muss man schauen, in welchen Häusern welche Maßnahme möglich ist. Häuser, in denen Umbauten anstehen, bie-ten sich hier an“, erläutert Olaf Mertens, Neue Dorint. Die Hotelgruppe hat bereits in jedem Haus ein Energie-Kompetenzteam gebildet, das sich regelmäßig trifft, um an-hand von Checklisten Verbräuche zu kont-rollieren und weitere Einsparungen zu fin-den. Als Vorzeigehaus agiert in diesem Zusam-menhang das Dorint Kongresshotel Mann-heim. Um die Bemühungen in puncto Nach-haltigkeit zu systematisieren, hat sich das Hotel zum ersten Nachhaltigkeitskodex der Veranstaltungswirtschaft – „fairpflichtet“ – verpflichtet. Dabei geht es um ökonomi-sche, ökologische sowie soziale Aspekte bei der Organisation und Durchführung von Veranstaltungen. Hier heißt es z. B. „Der ‚nachhaltige Unternehmer‘ folgt in allen Belangen des Ressourcen- und Energiever-brauchs den Prioritäten 1. vermeiden, 2. ver-mindern und 3. regenerierbar einsetzen.“ Die Überprüfung, ob das Hotel den Kodex einhält, ist Aufgabe der Nachhaltigkeits-beauftragten und stellvertretenden Direktorin Andrea Grieshaber. Das Know-how für diesen Bereich hat sich die Hotelière bei energie einem Fortbildungsseminar zur „Nachhal-tigkeitsberaterin der Veranstaltungsbran-che“ angeeignet. Die Maßnahmen, die sie inzwischen implementiert hat, sind vielfäl-tig: „Neben der aktuellen Modernisierung der Gästezimmer und der damit verbunde-nen Erneuerung der Klimatisierung haben wir viele Ideen für ‚kleine Maßnahmen‘, die in der Summe jedoch einen erheblichen positiven Effekt auf unseren CO2-Ausstoß haben. In einigen Zimmerkategorien bie-ten wir z. B. Hotelbroschüren, Magazine und Zeitungen über Gäste- Tablets in digitaler Form an. Auf diese Weise sparen wir nicht nur im Papierver-brauch, sondern produzie-ren auch weniger Müll und Transporte“, erzählt sie. Und die Bemü-hungen haben Erfolg: Zur Erfolgskontrolle hat das Dorint Kongresshotel Mannheim seinen CO2-Fußabdruck für die Jahre 2012 und 2014 bilanzieren lassen – der Rückgang betrug 4 %. So führte der Umstieg auf eine moderne Klimaanlage dazu, dass die CO2- Emissionen durch Kältemittel um über 55 t zurückgingen. „Als großes Kongresshotel wissen wir na-türlich, dass die Durchführung von Events auch immer eine Belastung für die Umwelt darstellt“, ergänzt Kirsten Stolle, Direktor im Dorint Kongresshotel Mannheim. Daher haben Unternehmen die Möglichkeit, ihre Veranstaltungen klimaneutral zu gestalten. Dabei wird die CO2-Auswirkung der Ver-anstaltung errechnet und mit einer Spen-de an ein zertifiziertes Klimaschutzprojekt kompensiert, wobei die Abwicklung über Climate Partner erfolgt. Die Gäste seien sehr dankbar für das Angebot, denn mit der Durchführung klimafreundlicher Veran-staltungen tragen sie zur Reputation ihres Die Profiküche der Zukunft! Sie wollen in Ihrem Betrieb nachhaltig und zukunftsorientiert handeln? Statt der üblichen „Floskeln und Allgemeinheiten“ steckt unser Buch „Die nachhaltige Profiküche in Theorie und Praxis“ auf 266 Seiten voller: yx Praxisideen yx umsetzbarer Tipps yx Best Practice Beispiele yx Checklisten yx konkreter Möglichkeiten yx Rezepte die Ihnen helfen, im Umgang mit Food und Technik nachhaltig zu agieren. Richten Sie sich jetzt schon auf die Zukunft ein. Das kommt Ihrem Budget, Ihrer Qualität, Ihren Mitarbeitern und nicht zuletzt der Umwelt zugute. ISBN 978-3-928709-16-3 BESTELLEN SIE HIER www.gastroinfoportal.de/fachbuecher B&L MedienGesellschaft mbH & Co. KG Ridlerstraße 37  80339 München * inkl. MwSt., inkl. Versand. Der Preis versteht sich bei Auslandsbestellungen unverzollt und unversteuert. Übersee zzgl. Versandkosten. 39 E*


first_class_10_2016
To see the actual publication please follow the link above