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Fotos: © countrypixel – Fotolia.com, Hotel Knorz Zirndorf/The Dukes, Rational ans Ziel. Es sollte sich aber jeder bewusst sein, dass das Tagesgeschäft, in dem jeder Kunde zählt, sehr schwierig ist“, macht er deutlich und gibt Streetfood-Interessierten einen Technik-Tipp: „Man sollte auf keinen Fall bei den Geräten sparen – sonst kauft man zweimal. Must-haves sind gute Kühlung, Abzugshaube und ein Hold-o-mat.“ Von Freunden für Freunde Dass es nicht immer ein eigener Truck sein muss, beweist das Hotel Knorz in Zirndorf bei Nürnberg. Die Nähe zu Deutschlands Foodtruck-Keimzelle war für die Entwicklung ein wesentlicher Faktor, sagt Inhaber Christoph Müller: „Den ersten Kontakt mit Streetfood hatte ich vor vier Jahren. Damals war Nürnbergs erster Foodtruck – Ribwich – unweit von uns jeden zweiten Freitag vertreten.“ Christoph Müller traf sich mit seinem Freund und Gastro-Kollegen Marc Grimmeisen regelmäßig am Truck. „Ihn haben dann Foodtrucks so fasziniert, dass er die Idee hatte, selber einen zu starten“, erzählt er. Schon zu diesem Zeitpunkt war für Christoph Müller klar, dass er den Truck seines Kumpels im eigenen Hotelgarten sehen wollte. Als ihm dann im März ein Probeessen abgesagt wurde, wandte er sich an ihn und innerhalb weniger Stunden hatten sie die geforderten 30 Probeesser aus seiner Nachbarschaft und aus seinen Gästen zusammen. Seit Mai ist „The Dukes“ jeden Dienstag im Hotel vor Ort und bietet Wraps in vielen Facetten an. „Die Resonanz war überwältigend. Bei den ersten zwei Events hatten sie gar nicht genug Portionen dabei, um die Nachfrage zu decken“, berichtet food Christoph Müller. Die Wahl fiel bewusst auf den sonst Gastro-schwachen Dienstag: „Wenn zehn von zwölf Betrieben in unmittelbarer Nähe Ruhetag haben, kommen die meisten Familien, aber auch Geschäftsreisende“, erklärt Christoph Müller. „Ich würde einen Foodtruck in der Logis-lastigen Hotellerie als absolute Win-Win-Situation bezeichnen: Zum einen macht der mobil eingesetzte Truck Werbung für meinen Betrieb, die sich durch den Verkauf auch selber refinanziert. Zum anderen erreicht man durch die Verknappung der Verfügbarkeit auf einzelne Tage einen Sogeffekt, der Werbung beinahe überflüssig macht. Die Kunden informieren sich selbstständig, was eine enorme Kundenbindung bedeutet“, zieht Christoph Müller Zwischenbilanz.
 Wie passend das Thema Streetfood auch im Hinblick auf den Hotelfach-Nachwuchs sein kann, demonstrierte im letzten Jahr Deutschlands älteste Hofa-Adresse in Heidelberg: Die Absolventen entwickelten mit den Foodtruck-Spezialisten von Roka ein professionelles Truck-Konzept und brachten es als „Hofa Truckers“ im knallgrünen Truck auf die Straße. Sie überzeugten so, dass das Projekt auf der diesjährigen Intergastra als Vorzeigebeispiel ausstellen und Burger brutzeln durfte. Streetfood und die Hotellerie: Das ist ein aussichtsreiches Paar für die Zukunft. nic Kleines Gerät ganz groß 40 Jahre nach dem Rational-Kombidämpfer hatte das Unternehmen aus Landsberg am Lech im Esperanto in Fulda eine große Neuigkeit im Gepäck, die sich als „klein“ entpuppte. Mit etwa 56x65x55 cm präsentiert sich das neue SelfCookingCenter XS mit kleinen Maßen für die Profiküche. Es ist das erste Gerät von Rational im Kleinformat, das vor über 200 Gästen Premiere fei-erte. Groß gedacht, aber im Kleinen hat Rational die XS-Version umgesetzt – dabei stand der Kunden nutzen im Vordergrund, ebenso wie der Wandel in der Außer-Haus-Verpflegung. „Unsere Geräte überzeugen durch Leistungsfähigkeit und Präzision – zusammen mit den Vorteilen des Frischdampf-generators steht Rational für beste Speisenqualität und diesbezüglich gibt es für uns keine Kompro-misse“, erklärte Oliver Frosch, Geschäftsführer Rational Großküchentechnik. „Wir sind deshalb sehr stolz, dass es uns gemeinsam mit unseren Physikern, Ingenieuren und Kö-chen gelungen ist, ein SelfCookingCenter dieser Baugröße zu entwickeln, das unsere Gargeräteserie nicht nur ergänzt, sondern im Markt eine eigene Klasse definieren wird“, ergänzte er. Mit dem SelfCookingCenter XS ist es Rational gelungen, die Serie um ein 2/3-Gerät zu erweitern, das mit einem Platzbedarf von 0,2 m³ auskommt. Das neuerdings kleinste Gerät der SelfCookingCenter- Familie soll den größeren Geräten hinsichtlich Ausstattung und Leistung in nichts nachstehen. Auch das SelfCookingCenter XS ist mit einem Frischdampfgenerator ausgestattet und verfügt über Assistenten wie iCookingControl, iLevel- Control, HiDensitiyControl, Efficient CareControl. Das SelfCookingCenter XS ist als Erst- oder Zweitgerät konzipiert für den Einsatz als Posten-gerät im À-la-Carte-Geschäft, in Metzgereien oder Tankstellen. Die kompakten Maße erlauben den Einsatz als Einbaulösung, Wandbefestigung oder als Standgerät. www.rational-online.com Bayern macht muh Fleischspezialitäten von bayerischen Weiden ma-chen auf der Speisekar-te eine gute Figur. Um Gäste für ein hoch-wertiges Stück Fleisch zu begeistern, hilft es, auf Tradition und Storytel-ling zu setzen – und z. B. den Fleischlieferanten vorzustellen. Die Rasse Deutsches Fleckvieh etwa geht auf die ersten Jahrzehnte des 19. Jahrhunderts zurück. Ab 1830 wurden die ersten „Schweizer Schecken“ und „Simmentaler Rinder“ aus dem Berner Oberland nach Süddeutschland impor-tiert. Die schnell wachsenden Kälber eignen sich für eine erfolgreiche Rindermast. „Siegner Rindfleisch Qualität“ stammt überwiegend von Fleischqualitäten des süddeutschen Fleckviehs. Jedes Teilstück wird nach verschiedenen Merkmalen wie Farbe, Marmorierung, Zuschnitt und Fettabdeckung geprüft. Erst nach dieser Selektion erhält das Teilstück den Siegner- Qualitäts-Aufkleber und kann somit den darauf folgenden Reifeprozess von ca. 16 bis 21 Tagen durchlaufen. www.siegner-fleisch.de INFO 10/2016 27


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