Rollendes Potenzial

first_class_10_2016

Foto: © patrimonio design – Fotolia.com Ein umfunktionierter, alter amerikanischer Wohnwagen als Marketinginstrument? Für 25hours eine erfolgreich rollende Sache. In Berlin ließ die ideenreiche Hotelgruppe dafür einen silbernen Airstream-Anhänger an der Baustelle des 25hours Hotel Bikini parken und servierte Burger mit regionalem Angus-Beef Streetfood boomt ohne Ermüdungserscheinungen – und lockt aus dem „Burger de Ville“, konzipiert mit inzwischen nicht nur Quereinsteiger und experimentierfreudige dem Gastro-Profi und Köche an, sondern auch gestandene Hoteliers. Foodtrucker Jürgen Klümpen. Derzeit stehen die Food-Anhänger vor den fertigen Häusern in Hamburg und Wien – und sorgen für eindrucksvollen Zusatzumsatz: „In Wien haben wir bei Vollbesetzung zwei Kellner und zwei Rollendbis drei Köche im Einsatz. An sommerlichen es Potenzial Tagen verkaufen wir rund 500 bis 800 Burger pro Tag“, umreißt Roland Eggenhofer, Senior Sales & Marketing Manager im Wiener 25hours Hotel beim MuseumsQuartier. Dort finden die überwiegend externen Gäste ca. 70 Plätze mit direktem Anschluss ans Grün des Weghuberparks. Der Airstream fördert die Bekanntheit des Hotels enorm, stellt Roland Eggenhofer zufrieden fest. Das zeige sich auch vor dem 25hours Hotel Number One Hamburg, wo die in Erdnussöl frittierten Pommes- Frites- Variationen sehr beliebt sind. Und so gebe es auch Pläne, das Konzept in andere Häuser, etwa in München, zu exportieren. Richtig durchstarten Die größten Streetfood-Hotspots liegen zwar nach wie vor in Großstädten, doch selbst in ländlichen Gegenden trifft man mittlerweile Hoteliers und Gastronomen, die den Trend für ihr Unternehmen aufgreifen. Oliver Röder, Küchenchef und Geschäftsführer der Landlust Burg Flamersheim am Rande der Eifel, hat sich nach intensiver Beobachtung des Trends dazu entschlossen, gleich mit mehreren Foodtrucks durchzustarten. „Ich habe zuerst einen Mercedes 510 aus dem Jahr 1992 mit Hilfe von ein paar Kumpels selber umgebaut. Die anderen vier Fahrzeuge hatte ich über einen Händler gekauft und umbauen lassen”, erzählt Oliver Röder, der mit Bembergs Häuschen auch für ein Michelin-besterntes Restaurant verantwortlich zeichnet. In seinen Trucks bietet er hochwertige regionaltypische Gerichte an, z. B. Ofenkartoffeln aus alten Sorten vom Bauern aus der Gegend oder auch mal Erbseneintopf mit Wurzelgemüse. Zu Beginn musste Oliver Röder allerdings registrieren, dass es nicht automatisch „on the road” rund läuft. „Wir haben direkt versucht, ins Tagesgeschäft einzusteigen und uns bei Festivals beworben. Das ist alles nicht so einfach, weil man niemanden kennt in der Branche, und wir hatten nicht mit solchen Schwierigkeiten gerechnet. Das Konzept haben wir fast neun Monate durchgezogen, bis wir die Notbremse ziehen mussten, weil es finanziell einfach nicht darstellbar war. Ab Juni haben wir das Konzept massiv umgestellt“, so Oliver Röder. Aktuell liegt der Schwerpunkt nicht im Tagesgeschäft oder auf hippen Streetfood- Festivals, sondern im Bereich Catering und Veranstaltungen. „Wir kommen langsam food 26 10/2016


first_class_10_2016
To see the actual publication please follow the link above