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Foto: Eurodata verbunden.“ Grundsätzlich gilt: Welche Zugangsmöglichkeiten und -bedingungen zum Arbeitsmarkt für geflüchtete Menschen bestehen, hängt von ihrem aktuellen Auf-enthaltsstatus ab. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) entscheidet im Asylverfahren über vier „Schutzarten“: Asylberechtigung, Flüchtlingsschutz, sub-sidiärer Schutz und Abschiebungsverbot. Anerkannte Asylbewerber dürfen grundsätz-lich uneingeschränkt arbeiten. Die erteilte Aufenthaltserlaubnis ist demnach zugleich Arbeitserlaubnis. Allerdings warten viele auf die Bearbeitung ihres Antrags. Wur-de z. B. lediglich ein Abschiebungsverbot festgestellt, entscheidet die Ausländerbehörde im jeweiligen Einzelfall, ob eine „Genehmigung zur Ausübung einer Be-schäftigung“ erteilt wird. Im Rahmen dieser „Vorrangprüfung“ wird geklärt, ob eine Stellenbesetzung mit einem ausländischen Bewerber keine nachteiligen Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt hat und keine bevorrechtigten Arbeitnehmer für die offene Stelle zur Verfügung stehen. Bevorrechtigte Arbeitnehmer sind in die-sem Fall deutsche Staatsangehörige oder Bürger eines EU-Staates. Ein Verfahren, das auch vom Dehoga kritisiert wird: „Nach drei Monaten dürfen Asylbewerber grund-sätzlich einer Beschäftigung nachgehen. Durch die bis zum 15. Aufenthaltsmonat er-forderliche bürokratische Vorrangprüfung bleibt diese Möglichkeit allerdings für die meisten Asylbewerber und für die Betriebe, die sie einstellen möchten, eine rein theoretische.“ Der Verband fordert einen Ver-zicht dieser Prüfung für das Gastgewerbe. Eine Forderung, die das Bundesarbeits-ministerium kürzlich umsetzte. Seit Mitte August entfällt die Vorrangprüfung. Vorerst für drei Jahre. Konkret wird diese Prüfung in lediglich 133 von 156 Bezirken ausge-setzt. Denn der Gesetzgeber hatte es den Ländern freigestellt, Agenturbezirke fest-zulegen, in denen die Vorrangprüfung in den ersten 15 Monaten des Aufenthaltes weiter gelten soll. Zudem gilt die Erleichte-rung nicht für Asylbewerber aus „sicheren“ Herkunftsstaaten. Sie müssen nach wie vor während des gesamten Asylverfahrens in Aufnahmeeinrichtungen bleiben und unter-liegen damit einem Beschäftigungsverbot. Grundsätzlich begrüßt der Verband das am 25. Mai 2016 verabschiedete Integra-tionsgesetz. „Gerade die Änderungen im Bereich der Beschäftigungserlaubnisse für Auszubildende und bei der Ausbildungs-förderung App statt Zettelwirtschaft stellen wichtige Verbesserungen bei den rechtlichen Hürden dar“, sagt Ernst Fischer, Präsident des Verbandes. Denn es gibt weitere Ausnahmen, bei denen eine Zustimmung in Form einer Vorrang-prüfung nicht notwendig ist. Darunter fallen Berufsausbildung und Praktika. Trotzdem bestand die Gefahr, dass Flüchtlinge mitten in der laufenden Ausbildung abgeschoben werden. Der Dehoga verspricht sich durch das Gesetz eine Verbesserung, auch für die eigene Branchen-Lage: „Gerade im Gast-gewerbe kann die Ausbildung und Beschäf-tigung von Asylbewerbern zur Arbeits- und Fachkräftesicherung beitragen.“ Trotz des neuen Integrationsgesetzes stehe noch viel auf der bürokratischen Agenda. So müsse auch ein Aufenthalt nach Abschluss der Ausbildung gewährleistet sein. Darüber würde sich auch der junge Flüchtling aus Sansibar freuen. Denn: Issa Rajab hat einen Traum. Er möchte sein eigenes Restaurant eröffnen. Dafür will er in Deutschland wei-ter kochen lernen. Ob er hier bleibt, ist aber noch immer ungewiss. Sein Asylantrag ist in Bearbeitung, die Aufenthaltsgestattung en-det im November 2016. Wie es danach wei-tergeht, wissen bisher weder er noch sein Arbeitgeber. jel Schichtpläne noch auf Papier und Magnettafeln erstellen oder Aufgaben via Post-its an die nächste Schicht überge-ben? Im Personaleinsatzplanungssystem Edpep von Eurodata verschmelzen die Pla-nung und die tatsächliche Arbeitszeitener-fassung auf einer Oberfläche miteinander. Das System besteht aus drei möglichen An-wendungen: einem Cockpit für den Unter-nehmer, einer Kommunikations-App für die Mitarbeiter sowie einer digitalen Stempel-uhr, welche die Zeit via Smartphone App, Ta-blet App, Desktop Stempeluhr oder manuell erfasst. Die Schichtplanung funktioniert dabei über Drag and Drop. Der Hotelier kann Pläne analysieren, duplizieren und bereits vom System Vor-schläge er-halten. Es ist zudem möglich, Aufgaben an Schich-ten zu knüpfen, und Kostenstrukturen werden direkt gemeldet. So lassen sich die Ressourcen Personal und Arbeitszeit effek-tiver nutzen. Über den Datenschutz muss sich der Hotelier keine Gedanken machen, da die Rechenzentren von Eurodata in Saarbrücken ISO/IEC 27001-zertifiziert sind. Auch in puncto Mindestlohn-gesetz denkt die App mit: Wird ein Mitarbeiter angelegt, prüft Edpep automatisch sämtliche Daten auf Einhaltung des Mi- LoG. Dasselbe gilt für das Planen von Pausen- und Arbeitszeiten. Damit sind die Zeiten vorbei, als sich der Hotelier am Monatsende durch eine Zettelwirtschaft von Stundennachweisen quälen musste. Positiver Nebeneffekt für das Arbeits- klima: Die Teamkommunikation wird durch die App verbessert – u. a. lassen sich Urlaubsanträge, Schichttausch und Krank-meldungen zeitgemäß und direkter kommu- nizieren. Für die Lösung wurde Eurodata mit dem Innovationspreis-IT 2016 ausge-zeichnet. www.ed-portal.de Schichten planen, Arbeitszeiten erfassen und die Kommunikation verbessern – das funktioniert in einer App. Schichten planen Schichttausch via App Aufgabenmanagement Arbeitsanweisungen ausgeben Upload von Arbeitsdokumenten Archivierung – sicher in der Eurodata-Cloud komplettes Zeiterfassungssystem mit Edtime online FUNKTIONEN 9/2016 45


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