Versicherungstipp

first_class_08_2016

Foto: privat Schutz bei Terror Die schrecklichen Ereignisse der vergangenen Wo-chen haben den Ter-ror in unsere Nach-barschaft gebracht. Zu Recht stehen die menschlichen Tra-gödien im Vorder-grund. Irgendwann stellt sich aber die Frage nach den wirt-schaftlichen Auswir-kungen – also auch nach dem Versicherungsschutz. Nach den Allgemeinen Bedingungen für die Terrorversicherung sind Ter-rorakte „jegliche Handlungen von Personen oder Personen-gruppen zur Erreichung politi-scher, religiöser, ethnischer oder ideologischer Ziele, die geeignet sind, Angst oder Schrecken in der Bevölkerung oder Teilen der Bevölkerung zu verbreiten und dadurch auf eine Regierung oder staatliche Einrichtung Einfluss zu nehmen“. Davon abzugren-zen ist der frustrierte Gast oder Mitarbeiter, der eine Brandbom-be ins Haus wirft: Hier handelt es sich um einen Feuerschaden, da gezielt das Unternehmen ge-schädigt werden sollte. Unfall-, Lebens- und Kranken-versicherungen werden bei Ter-roranschlägen regulär leisten. Häufig vorhandene Ausschlüsse für kriegerische Handlungen gelten nicht für Terrorakte. Für Gebäude-, Inhalts-, Technik- und Betriebsunterbrechungsver- sicherungen besteht i.d.R. ein genereller Terrorausschluss, op-tional kann das Terrorrisiko aber mitversichert werden – seit den Anschlägen 2001 jedoch nur bis zu einer Gesamtversicherungs- summe von 25 Mio. € (Deutsch-land) bzw. 5 Mio. € (Österreich). Zur Abdeckung größerer Ri-siken wurden von den füh-renden Versiche-rern in Deutschland und Österreich Terrorpools gegründet. Wäh- rend die österreichi-sche Variante mit 200 Mio. € Jahreshöchst-haftung und ohne staat-liches Engagement ver-hältnismäßig beschei- den ausfällt, entstand in Deutschland der Spezi-alversicherer Extremus. Für Schäden durch Terror steht hier eine Jahreskapazität von 2,5 Mrd. € zur Verfügung – die Bun-desregierung stockt über eine Staatshaftung auf 10 Mrd. € auf. Hauptgrund, warum viele Hotels sich gegen Poollösungen ent-scheiden, ist die Beitrags-kalkulation: Sind die Hauptverträge gut verhandelt, kann der Zukauf des Terrorbausteins zu einer Verdoppelung der Versicherungsbeiträge führen. Da die Poollösungen jedoch auf die Grunddeckungen der Trä-gerunternehmen abgestimmt sind, ist vom separaten Zukauf von Terrordeckungen außerhalb der Terrorpools zur Vermeidung von Abgrenzungsproblemati-ken tendenziell abzuraten. Bei den an den Terrorpools betei-ligten Erstversicherern Summen über 25 Mio. € zu versichern dürfte kaum möglich sein – sie würden ihr eigenes Produkt da-mit schwächen. Es gibt jedoch einige wenige kapitalstarke Marktteilnehmer, die das Ter-rorrisiko aus eigenen Kräften im Rahmen einer vollumfänglichen Allriskdeckung (ohne Abgren-zungsproblematiken) flexibler und zu teils deutlich preiswerte-ren Konditionen abbilden. Nach unseren Informationen zwar heftig diskutiert, aber bis-lang ohne konkrete Ergebnisse: die Absicherung von Ertragsausfällen durch vorsorgliche Ter-rorwarnungen oder an anderer Stelle verübte Terrorakte. Volker Begas, GGF Mosaic Versicherungsmakler, www.hotelversicherer.de Versicherungstipp Volker Begas In Zeiten der wachsenden Terrorgefahr kann eine Abdeckung des Risikos sinnvoll sein. Jetzt bis zu 500,- € Vertrauens-bonus* Fünf Sterne für einen sorglosen Arbeitsalltag • Sprichwörtliche Produktqualität • Höchste Reinigungsleistungen • Perfekte Reinigungsergebnisse • Maximale Energiee zienz • Beste Serviceleistungen Info: 0800 22 44 644 www.miele-professional.de/vertrauensbonus *Aktion „Vertrauensbonus“ nur für kurze Zeit


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