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Foto: Akzent Hotels Treffen mit Zukunft der Ausarbeitung neuer Ideen wird es in einem Workshop um das Thema „Soft Skills und Persönlichkeitsentwicklung“ gehen. Dafür bekommen sie von allen Seiten Unterstützung, vom Akzent Hotels e.V., einzelnen Ein Generationenwechsel ist eine Herausforderung. Die Akzent Hotels Akzent Hotels, ehemaligen „Jungen Akzentlern“ und einer Referentin, die im Rahmen der internen Weiterbildungsakademie „Q-Akademie“ bereits seit mehreren Jahren eng mit der Akzent Hotelkooperation zusammenarbeitet. Das erste Treffen der Nachwuchsgeneration von Akzent Hoteliers fand am 6. und 7. Juni 2016 im Akzent Hotel Franziskaner in Dettelbach statt. Begrüßt wurden neun „Junge Akzentler“ aus sieben Akzent Hotels, die Tipps erhielten, wie sie die Zusammenarbeit mit ihren Eltern optimieren und sich erfolgreicher in den Betrieb einbringen können. Zukünftig finden jährlich zwei Treffen zum Erfahrungs- und Ideenaustausch mit einem für den Vorabend organisierten Rahmenprogramm statt. Für ein besseres Kennenlernen sorgte so im Juni der „All You Can Tag – LaserTag“. Das Ziel der Treffen ist dabei für die Teilnehmer, sich neben dem gemeinsamen Austausch auch durch neuen Input, bei Workshops oder Fachmessen, weiterzuentwickeln. Das zweite Treffen im Oktober findet im Akzent Hotel Körner Hof in Dortmund statt. Neben Mathegenie sein. Doch für betriebswirtschaftliche Zusammenhänge, für Dreisatz und Prozentrechnen muss künftig deutlich mehr Zeit in der Kochausbildung aufgewendet werden als bisher. Ein Koch muss Angebote vergleichen können, Rezepturen und Verkaufspreise kalkulieren, Kosten und Einsparpotenziale bei Wasser und Energie berechnen. Was sind die wichtigsten Änderungen der zweijährigen Ausbildung? Die Zahl praktisch begabter, aber theorieschwächerer Jugendlicher nimmt leider zu. Diese haben Schwierigkeiten, die dreijährige Ausbildung abzuschließen. Daher möchten wir die zweijährige Ausbildung zur Fachkraft im Gastgewerbe weiterentwickeln. Ist diese bisher sehr allgemein ausgerichtet, wollen wir künftig eine Binnendifferenzierung in vier Fachrichtungen einbauen: Restaurantservice, Küche, Systemgastronomie oder Wirtschaftsdienst/ Etage. Der neue Name soll Fachkraft für Hotellerie und Gastronomie lauten. Die Fachkraft wird also aufgewertet. Ist sie zur dreijährigen erweiterbar? Ja, und das ist auch ein integraler Bestandteil unseres Konzepts. Wir wollen eine differenzierte Anrechnung. Wer z. B. eine zweijährige Ausbildung mit Fachrichtung Küche gemacht hat, kann in nur einem weiteren Jahr Koch werden. Wer mehr Zeit benötigt, kann mehr Zeit bekommen. Aber selbst, wer nach zwei Jahren Ausbildung entscheidet, dass es genug ist, hat einen Berufsabschluss, auf den er jederzeit aufsatteln kann. Das duale System scheint immer unattraktiver, immer mehr Schulabgänger studieren lieber. Wird das duale System in der Gesellschaft unter Wert verkauft? Ja! Erstens verkauft sich das duale System nach außen nicht immer gut. Und das, obwohl die Ausbildungsbetriebe vom System überzeugt sind. Hier brauchen wir alle mehr Selbstbewusstsein. Ein zweites Grundproblem ist, dass Politik und Wissenschaft das duale System jahrelang immer nur als zweitbeste Möglichkeit dargestellt haben. Im Gastgewerbe aber trifft das ganz bestimmt nicht zu. Die Gastro-Lehren sind dennoch ziemlich unbeliebt. Immer weniger junge Menschen beginnen die Lehre, und die Branche hat die höchsten Vertragslösungsquoten. Wie können sie mit der Überarbeitung des Rahmens dagegen ansteuern? Wir werden nach einer Neuordnung weder andere Ausbildungsbetriebe noch andere Auszubildende haben. Ausbildungsqualität hat viele Facetten, da geht es z. B. auch um Wertschätzung, um eine gute Prüfungsvorbereitung, um Karriere- und Entwicklungsperspektiven, um Verlässlichkeit bei den Arbeitszeiten und vieles mehr. Die Definition der Ausbildungsinhalte beeinflusst hierbei allerdings mittelbar. In unserer Lesart ist eine Ausbildung, die inhaltlich modern und am Arbeitsmarkt orientiert ist, das wichtigste Qualitätsmerkmal schlechthin. Wir gehören immer noch zu den größten Ausbildungsbranchen überhaupt, so unbeliebt können wir also nicht sein. Und bei Umfragen, die nicht gerade von der Gewerkschaft initiiert sind, bekundet die Mehrzahl unserer Azubis auch Zufriedenheit. Was sind bei den Eckwerten die kritischen Punkte zwischen Dehoga und NGG? Die Gewerkschaft ist gegen die Aufwertung und Spezialisierung der zweijährigen Fachkraft, weil sie eine angeblich damit verbundene „Schmalspurausbildung“ ablehnt. Zum anderen wehrt sie sich gegen die Wahlqualifikationen bei den Köchen. Beide Punkte halten wir allerdings für wichtig und für beide werden wir kämpfen. Was die Ausbildungsinhalte und den Qualifikationskatalog angeht, werden wir Ende August in einem Gespräch hoffentlich mehr über die Vorstellungen des Sozialpartners erfahren. Vielen Dank für das Gespräch. Florian Maaß Ambiente, Stil und Tischkultur Gastlichkeit in Ihrem Namen www.hantermann.eu leisten hier Unterstützung. Sie interessieren sich für eine Mitgliedschaft bei den AKZENT Hotels? Gerne senden wir Ihnen unverbindlich die AKZENT Hotels-Informationsmappe zu. Tel.: (05321) 759 140, info@akzent.de, www.hotelkooperation.de, www.akzent.de 8/2016 13


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