Page 11

first_class_08_2016

trend Berufskleidung von Urzinger, denn mit unserer Mietberufskleidung steigern Sie die Motivation Ihres Teams. Immer modisch, perfekt gepflegte Berufskleidung, gebranded und individuell angepasst. Einfach zum Wohlfühlen. Das spüren auch Ihre Gäste. Urzinger – Erfahrung. Innovation. Erfolg. www.urzinger.de Spüren, was wirklich zählt! JOSEF URZINGER GMBH TEXTILMANAGEMENT • 84030 LANDSHUT • 0871- 97315-0 Hierarchien dafür zu sorgen, dass seine Mitarbeiter „nicht beim Arbeiten behindert wer-den“. Er meint: „Wenn ich die Mitarbeiter motivieren muss, ist schon was schiefgelaufen“. Hinzu kommen die Scheuklap-pen, die es gilt, allen Menschen mit Gastgeber-Gen gegenüber zu öffnen. Die Seetel Hotels schreiben z. B. Stellenanzeigen und interne Mitteilungen auch auf Polnisch aus und bezahlen den Deutschunterricht. Motel One wiederum entwickelt über seine One University auch Aus-hilfen weiter. Ein Erfolgsbei-spiel ist Dominik Krohlik, der als Schauspielschüler im Service jobbte und über Weiterbildun-gen und die Teilnahme am eige-nen Nachwuchsprogramm jetzt Hotel Manager des Motel One Berlin-Bellevue ist. Recrutainment gefragt Eine Schlüsselperspektive für den „Service der Zukunft“ nimmt die verbesserte Quali-tät der Lehre ein. Viele Betrie-be bilden gewissenhaft aus, aber eben nicht alle. Und längst überfällig ist auch die aktuelle Überarbei-tung der Hotelausbil-dungen durch den Dehoga. Im Fokus steht hier vor allem die zunehmende Schere der Startbedingungen, hinzu kommen veränderte Aufgaben und Strukturen (siehe auch In-terview mit Sandra Warden ab S. 12). Ein Qualitätsschub muss zugleich auch von den Betrie-ben ausgehen. Sei es durch das frühe Interesse-Wecken, wie durch Schulpartnerschaften. Sei es durch Zusatzqualifikationen, etwa bei Accor mit Revenue- Management- oder Pricing- Lehrinhalten. Oder sei es durch Bindungsmaßnahmen, wie die immer häufiger ausgesprochene Übernahmegarantie. Da geburtenschwache Jahr- gänge und zunehmende Studienwünsche die Bewerber-zahl verringern, müssen Hotels verstärkt Menschen mit schlech-teren Startbedingungen ausbil-den. Gute Beispiele gibt es zur Genüge. Das IB Best Western Hotel Friedberger Warte arbei-tet bei der Ausbildung von bis-her schwer Vermittelbaren (z. B. mit körperlicher Einschränkung oder fehlendem Schul-abschluss) mit Sozialar-beitern des Internationalen Bundes zusam-men. Mit der Ausbildung von Flüchtlingen kann die Branche zudem bei einer gesellschaftli-chen Herausforderung helfen. Bleibt der Blick auf den Einstieg: Ob bei Azubis oder Profis – das Recruiting hat heute lange vor der Besetzung einer vakanten Stelle angefangen. Während früher eine Stellenannonce in der Tageszeitung bei konkre-tem Bedarf und anschließendes Daumenkino durch die Bewer-bermappe genügte, ist heute Active Sourcing, das Aufbau-en und dauerhafte Pflegen von Kontakten zu einem Pool mög-licher Kandidaten, etwa in den sozialen Netzwerken, nötig. Die für den Hotelservice wichtigen Eigenschaften wie Teamfähig-keit und Gastgeber-Gen las-sen sich durch praktische Tests besser feststellen als in klassi-schen Einstellungsgesprächen. Da auch die Millenials erlebnisorientiert ticken, sind Azubi- Castings, möglichst in Verbin-dung mit praktischen Aufgaben und Einblicken in den Hotelall-tag, für beide Seiten besser. „Es hat sich herumgesprochen, dass Hotelfachleute dienstleis- tungsorientiert sind, gute Um-gangsformen und eine angemes- senes Auftreten haben, mehr-sprachig und flexibel sind“, spricht Ulrich Wilhelm von der Personalberatung Konen & Lo-renzen den Lockruf anderer Branchen an. Hier winkt ne-ben geregelten Arbeitszeiten vor allem mehr Geld. Die Ho-tellerie muss ihr Kapital mehr wertschätzen. Sonst sucht es die Bestätigung andernorts. Und das wäre für den Service der Zukunft im Hotel eine echte Bankrott- erklärung. Florian Maaß HR als Königsdisziplin des People‘s Business? HR-Management auslagern? 8/2016 11


first_class_08_2016
To see the actual publication please follow the link above