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einen Katalog mit 60 Fragen zu den The-men Hygiene und Gesundheit, Ern-tepraktiken, Lage-rung, Transport und Wasserqualität, wie: Wie düngt der Farmer? Ist das Feld eingezäunt? Gibt es Toiletten und genügend Desin-fektionsmittel? Die Ergebnisse der Befragung prüfen wieder-um die Fabriken, die die Farmer unter Vertrag haben. Und zwei Monate vor der Ernte prüft wie-derum Erlenbacher die Frage-bögen, damit Fehler noch aus-gemerzt werden können. Drei Pilot-Farmer in Marokko, drei in Chile und einer in Serbien testen den Katalog momentan. Moha-mad Shisah etwa musste nur in drei kleinen Punkten nachbes-sern, z. B. hatte das Lager für die Körbe der Pflücker keine Abdeckung. Die Verbesserun-gen zeigt er stolz. Die Ware, die seine Pflücker ernten, wird vom Industriepartner Messem weiterverar-beitet. 1.500 Menschen arbeiten während der Saison hier und verarbeiten 40 t Erdbeeren pro Schicht. Sie sortieren die Früch-te, entstielen sie und waschen sie zwei Mal, um Schmutz und Blätter zu entfernen. Nach dem Schneiden werden die Erd-beeren auf mindestens -18°C tiefgefroren und anschließend verpackt. Nur 17 Minuten dau-ert der Weg einer Erdbeere von ihrer Ankunft in der Fabrik bis in den Transportkarton. „Wir arbeiten nach dem Prinzip ,keep it simple‘. So entstehen die wenigsten Fehler“, erklärt Otman Skhayri, Operations and Quality Manager bei Messem, die auch bei Erlenbacher auf der Auditierungsliste stehen. Zudem hat sich Messem mit drei Firmen zusammengeschlos-sen, um mehr Einfluss auf die Anbaubedingungen zu nehmen. „Außerdem arbeiten wir eng mit der Hilfsorganisation Oxfam zusammen, um soziale Verant-wortung gegenüber den Arbeitern zu übernehmen“, führt Otman Skhayri weiter aus. Oxfam sorgt z. B. dafür, dass sich die Pflücker registrieren lassen und so Sozialleistungen bezie-hen können. Jeder Farmer ver-pflichtet sich, einen Vier-Punk-te- Plan einzuhalten, der die Qualität der Früchte, den Einsatz von Pes-tiziden, die hygieni-schen Bedingungen auf dem Feld und den Umgang mit den Pflückern regelt. Treffen die Erdbeeren schließlich in Groß-Gerau ein, werden pro Charge Stichpro-ben aus fünf Kartons von fünf unterschiedlichen Paletten auf Viren untersucht. „Wir möchten food bei allen Produktionsschritten vom Feld bis zu den fertigen Backwaren nachweisen können, dass unsere Produkte hygienisch, geschmacklich und optisch ein- wandfrei sind“, resümiert Chris-tian Bürzle. Ob Erdbeer-Fruchtschnitte auf dem Frühstücksbuffet oder Erd-beer- Buttermilch-Dreieck in der Tagungspause: Einen Sonnen-strahl aus Marokko gibt es mit dazu. www.erlenbacher.de jus Demner, Merlicek & Bergmann Größter Genuss in seiner kleinsten Form. Mehr über unsere naturreinen Tiroler Konfitüren in vielen köstlichen Sorten finden Sie unter www.darbo.com Vertrieb Deutschland: Hellma Gastronomie-Ser vice GmbH, Forchheimer Straße 4, D-90425 Nürnberg , www.hellma.de


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