Hotel König Albert, Bad Elster: Provinz mit Potenzial

first_class_06_07_2016

Provinz mit Potenzial Aus der Region für die Region“ könn-te das Motto im Hotel König Albert in Bad Elster lauten. Denn in dem Vier-Sterne-Superior-Hotel im Herzen des Kurortes sind überwiegend Vogtländer be-schäftigt. „Wir waren sicher, gute Leute vor Ort zu finden, die die Region lieben“, erzählt Verkaufs- und Marketingleiter Michael Börner. Die F&B-Managerin Nicole Schädlich z. B. zog es nach elf Jahren als Kellnerin und Supervisorin in England zurück in die Heimat. Andere Mitarbeiter sind vielleicht fachlich weniger qualifiziert, bringen dafür aber eine extra Portion Herz-lichkeit mit. „Unsere Rezeptionistin Carolin Brüch z. B. war 17 Jahre beim Regional-fernsehen und ist einfach gut am Gast. Das Buchungssystem kann sie lernen“, sagt Mi-chael Börner. Kennengelernt hat sie das Ho-tel bei ihren Berichten zum Bauvorhaben. Denn schon früh rührte Michael Börner die Werbetrommel, etwa mit dem „Essen auf eigene Gefahr“ im Rohbau. Er selbst gehört zu den Ausnahmen, was die Wurzeln der Mitarbeiter betrifft, und war vor seiner Zeit in Bad Elster u. a. im Außendienst des Frei-zeitparks Tropical Islands bei Berlin aktiv. Spätestens an diesem Punkt kann man die Frage stellen, wieso es Fachkräfte aus Lon-don und Berlin in die sächsische Provinz zu einem neuen Hotel mit „Kuranschluss“ zieht. „Wer seiner Heimat treu bleiben Hotel König Albert 08645 Bad Elster www.hotelkoenigalbert.de Berufsbekleidung: Como Fashion Betten: Horstmann & Partner Getränke: Bad Brambacher, Niehoff‘s Vaihinger, Pfeifer Kaffee, -maschinen, Tee: Azul, WMF Herdanlage: Ascobloc, MKN Kombidämpfer: Rational (1 SelfCookingCenter® 5 Senses 61, 1 SelfCookingCenter® 5 Senses 101), Frima (1 Frima VarioCooking Center® 211) Software: Datev, Matrix – Gastro 42, Protel Spülmaschinen: Hobart Tischkultur: Duni, Pintinox, Seltmann Weiden, Spiegelau TV: Samsung Wäsche: Blycolin Foto: Jan Hesse www.rational-online.com (Auszug) möchte, findet nicht so schnell wieder die Möglichkeit, auf so hohem Niveau zu arbei-ten“, ist sich der Verkaufs- und Marketingleiter sicher. Für ihn liegt der Reiz gerade im Potenzial des Standorts. Denn Bad Elster hätte mit Theater-, Kabarett-, Musikveran-staltungen und dem Bäderbetrieb viel zu bieten. Als entsprechend vielfältig hat sich auch die Gästestruktur im Hotel mit Kultur-, Genuss- und Aktivurlaubern erwiesen, ei-nen Großteil machen zudem Vitalurlauber aus – der durchschnittliche Gast ist über 50 Jahre alt. Um diesen entsprechende An-gebote zu machen, kooperiert das Hotel mit den Sächsischen Staatsbädern: Ein Bademantelgang verbindet es mit dem historischen Albert Bad samt Therapie- und Wohlfühlzentrum sowie mit der Soletherme und Saunawelt der Säch-sischen Staatsbäder. Deren Eröffnung 2015 schuf zusätzlich den Bedarf nach ei-nem hochwertigen Übernachtungsangebot. Abseits von der Metropole gelegen, setzt das Hotel auf viele Eisen im Feuer – sei es durch Event-Kooperationen mit der Chursächsischen Veranstaltungs GmbH oder die Zusammenarbeit mit Busreiseunternehmen, Tourismusverbänden und Reiseveranstaltern. Seine Gäste begrüßt das Hotel mit klassischer Musik und einem edlen Ambiente, zeigt dabei aber keinen überladenen Grand-Hotel-Prunk. Und so ist der Neubau ein Kubus, den die Balkone der 108 Zimmer dominieren. Hinter dem Pro-jekt steht die HKA Bad Elster Hotel Betriebs GmbH, die aus vier Gesellschaftern, u. a. der österreichischen Mandlbauer-Gruppe und dem Architekten Ernst Maurer, besteht. Nach einem Jahr Bauzeit eröffnete das Ho-tel zum 01.03.2016 – und stellte das Team um Hoteldirektor Marc Cantauw gleich vor eine Herausforderung: „Wir selbst konnten erst vier Tage vor der Eröffnung ins Haus, ohne einen Probe-Check-in durchführen zu können, und mussten in den ersten Ta-gen einige Startschwierigkeiten meistern. Das schweißt zusammen“, deutet Michael Börner den sportlichen Start an. Dass dies gut funktionierte, legen die Besucherzah-len nahe: in den ersten 2,5 Monaten be-reits knapp 8.000 Gäste. Ziel für 2016 sind 55 % durchschnittliche Auslastung, den aktuellen Prognosen zufolge könnten es aber auch 60 bis 65 % werden. Nicht nur in Kooperationen, auch auf den Zimmern zeigt sich die Verbindung zum Heilbad Bad Elster. Das Wandpaneel in den Superior- und Deluxe-Zimmern dominiert ein nostalgischer Druck mit Kurgästen. Zweites großes Thema ist die Kultur des Ortes, ersichtlich an den samtigen Stoffen, einer Trompetenleuchte im Restaurant und Musikinstrumenten in der Lobby. Für die Zukunft kann sich Michael Börner einiges vorstellen: von Testimonial-Kam-pagnen mit Musikern bis hin zu Produkten wie der König-Albert-Kartoffel. Dem säch-sischen König hätte das sicher gefallen. jus In Bad Elster mischt das neue Hotel König Albert seit März im Kultur- und Gesundheitsbetrieb mit. PROJEKTBETEILIGTE hotelkonzepte 16 6-7/2016


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