Versicherungstipp

first_class_12_2015

Foto: privat Sichere eigene Energie Versicherer verzichten durch den Einschluss innerer Betriebsschäden auf den Nachweis einer äußeren Einwirkung, sind dafür aber meist teuer. In puncto Entschädigungshöhe kürzen fast alle Policen im Schadensfall trotz Verein-barung einer Neuwertversicherung auf den Zeitwert – wenn dieser unter 40 % des Neu-werts liegt. Gerade bei Elektronik/Technik liegen die Minderleistungen oft im fünf- oder sechsstelligen Bereich. Es lohnt, hier den Berater auf die „goldene Neuwertklausel“ anzusprechen. Üblich sind auch Selbstbe-halte von mind. 500 E je Schaden. Steigende Selbstbehalte reduzieren die Beiträge. Die Investition in Blockheizkraftwerke etc. schafft für viele Hotels echte Kostenvorteile. Doch wie berühren die Anlagen den Versicherungsschutz? Ein weiteres Szenario betrifft die durch An-lagenausfall entstehenden Mehrkosten, schlimmstenfalls Betriebsunterbrechungen. Um einen Betriebsstillstand zu vermeiden, Versicherungstipp Bei der Investition in Energiegewinnungs-anlagen steht zunächst der Schutz der Sachwerte im Vordergrund. Wenn plötzlich z. B. mit Hackschnitzeln oder Pellets hantiert wird, handelt es sich aus versicherungstech-nischer Sicht für die vorhandenen Gebäude-/ Inventarwerte oft um eine meldepflichtige Gefahrerhöhung. Solche Vorhaben sollten rechtzeitig mit dem Versicherer besprochen werden. Vorteilhaft sind ausreichende Vor-sorgesummen innerhalb der Gebäudepolice, so besteht i.d.R. gleich Deckung. Wenigstens einmal im Jahr ist die Versicherungssum-me um Werte, die über Ersatzinvestitionen hinausgehen, zu erhöhen. Der Schutz kann im Rahmen einer Technikversicherung auf Allgefahrendeckung ausgeweitet werden: Dann gelten z. B. auch Überspannung ohne Blitz, Ungeschicklichkeit, Fehlbedienung oder Vandalismus als mitversichert. Fast alle Policen setzen eine äußere Einwirkung, also ein konkretes Schadensereignis, voraus – die bloße Funktionsunfähigkeit aus unerklärli-chen Gründen ist nicht versichert. Wenige ist es ratsam, Energiealternativen vorzuhal-ten (z. B. alte Heizanlage oder Bereitschafts-verträge mit Anbietern mobiler Heizversor-gungssysteme). In jeden Fall sollte ein Mehr-kostenszenario durchgespielt werden und adäquat über den Versicherungsschutz ab-gedeckt werden – auch für zeitab- und zeitunabhängige Provisorien, Eilfrachten, Feier-tagszuschläge etc. Bei Leasing, Contracting oder Betriebsauslagerung der Anlagen sind die Verträge hinsichtlich der Gefahrtragung zu prüfen und mit den Versicherern abzu-stimmen. Das betrifft auch ggf. spätere Ei-gentumsübergänge. Letztlich sollte auch mit dem Haftpflichtversicherer der nötige De-ckungsumfang besprochen werden – inkl. Bau-/Installa-tionsphase, mögliche Fremd-schäden in der Betriebsphase und Vermögensschäden/Re-gresse der Stromabnehmer bei Energieein-speisung etc. Volker Begas, Mosaic Vesiche-rungsmakler, www.hotelversicherer.de Mehr über das Energie-Thema auch ab S. 38 Maximales Laderaumvolumen. Auch an Weihnachten. Citan, Vito und Sprinter wünschen ein frohes Weihnachtsfest.


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