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Fotos: Hotelwäsche Erwin Müller, Vega Ambiente als Einstellung Herr Ammon, seit 2015 präsentierten Sie sich auf der Internorga mit den drei Mar-ken Hotelwäsche Erwin Müller, Jobeline und Vega räumlich vereint. Welcher Strategie folgt dieser Weg? Welche Vorteile bringt das für den Kunden? Wir wollen damit das gesamte Produktspek-trum unserer Gruppe unter einem Dach zeigen – an einem großen Anlaufpunkt, vergleichsweise einer Art Shop-in-Shop- System. Jede Marke verfügt dabei weiter-hin über ihre ganz eigene Sprache, trotz-dem verbindet alle etwas miteinander: den Kunden, der sich oft aus allen drei Marken bedient. Intern leben wir das Prinzip „One- Company“ in der Erwin Müller Group schon immer, ob im Vertrieb oder in der Logistik. Ein Ziel vor rund zwei Jahren war, noch mehr Produkte aus dem eigenen Designstudio und exklusive Sortimente zu lancieren. Wie ließ sich dies in den letzten Monaten umsetzen? Wir sind heute ein 100 %iger Hersteller. Alle Produkte werden bei uns in der Zent-rale in Wertingen oder in unserem Design-studio in Berlin entwickelt. Dabei verstehen wir uns weder als Haute-Couture-Hersteller noch als Discounter, sondern als kompletter Lösungsanbieter, der seine Produkte mit Mehrwert auf die Hotellerie, Gastronomie und das Catering zuschneidet. So gesehen sind wir für vieles offen, vielleicht auch einmal für eine Cobranding- Linie mit einem freien Designer. Ihre Kundenorientiert-heit wurde bereits mit Preisen gewürdigt. Auf welche Kommunika-tions- und Vertriebswe-ge setzen Sie künftig verstärkt? Wir sind schon lange kein reiner Online- Versand- oder Kata-logversender mehr, sondern in allen Ver-triebskanälen zu Hause. Hier werden wir in der Fläche europaweit noch breiter agie-ren, auch ggf. vor Ort in Läden. Zudem hat das Thema Bewertung bei uns einen noch größeren Stellenwert eingenommen, indem wir auch bei Trusted Shops teilnehmen und unsere Bewertungen immer wieder the-matisieren. Die Zufriedenheit des Kunden über alle Kanäle hinweg ist bei uns zu ei-nem Führungsinstrument geworden – vom Vorstand bis zu hin zum Mitarbeiter an der Packstation. In diesem Sinne haben wir jetzt auch einen Kundenbeirat gegründet, der im Januar mit rund zehn Gastronomen und Hoteliers erstmals zusammenkommt. Hier werden wir geplante Projekte aus un-serem Haus besprechen, die Mitglieder-meinungen hören und ihre täglichen Herausforderungen immer wieder abfragen. Uns geht es darum, noch näher am Kunden zu sein und da-mit unsere Arbeit noch besser zu machen. Was können wir 2016 erwarten? Wenn im Februar der neue Hotel-wäsche- Katalog erscheint, wer-den wir noch mehr Gestaltungs-vorschläge präsentieren, ganz nach dem Claim „Ambiente spü-ren“. Ein Fokus 2016 liegt wei-ter auf den Schlafsystemen, auf neuen Betten. Bei der Jobeline wollen wir unter dem Motto „Hip by Jobe-line“ das Fashionthema verstärken, denn Mode ist nicht nur eine besondere Farbe, sondern eine beson-dere Einstellung. Die Vega wird wiederum neue Möbel- und Porzella-nideen auf den Messen präsen-tieren. Ein The-ma bei allen drei Marken umfasst auch die Perso-nalisierungsmög-lichkeiten – sei es bei der Hotelwä-sche, beim Teller oder beim Be-steck. Seit Kurzem können wir das Besteck z. B. auch trowalisieren, d.h. ähnlich wie beim „Stone-Washed- Prinzip“ das Besteck als Vintage, als gebraucht erscheinen lassen, obwohl es neu ist. Vielen Dank für das Gespräch. syk Intergastra: Halle 6 Stand A10, Internorga: Stand B5.508, www.hotelwaesche.de Intergastra: Halle 4 Stand D54, Internorga: Stand B5.508, www.vega-direct.com Die Erwin Müller Group gehört hierzulande zu den großen B2B-Versandhändlern. Wir sprachen mit Matthias Ammon, Geschäftsführer Hotelwäsche Erwin Müller und Vega, über gemeinsame Messeauftritte, einen Kundenbeirat und Vintage-Besteck. markt und trend 12/2015 53


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