Ins Mittelalter eintauchen

first_class_12_2015

Ins Mittelalter eintauchen Elf neue Themenzimmer und zwei Sui-ten zeichnen im Hotel Arthus in Au-lendorf am Bodensee den Traum vom Mittelalter – mit gotischen Spitzbögen, Fres-ken, Wandzeichnungen und mittelalterli-chem Mobiliar. Das Restaurant Refektorium betritt der Gast durch drei originale Klos-tertüren. Ein Hauch von Moderne versprü-hen die zweietagigen Turmzimmer und die Junior-Suite mit dem Whirlpool. Im Visier sind Familien, Paare und Singles. Für das Konzept war das Planungsbüro Ru-dolf Neumeier nahe München zuständig. „Über Jahre hinweg haben wir die Ideen gesammelt und in einem Ideenbuch zu-sammengefasst“, erklärt Oliver Spähn, Ge-schäftsführer des Hotel Arthus. „Das war die Grundlage für die Planung.“ Bereits 2012 zeichnete das Team um Martin Neumeier die ersten Entwürfe für den neuen Trakt, der unmittelbar an das bestehende Hotel anschließt. Bauplanung und -durchführung übernahm der Architekt Pascal Friedrich. Seit 1995 leitet der Hotelier Oliver Spähn nun in der vierten Generation das Hotel – ein Haus mit einer weit zurück-reichenden Geschichte. Der historische Kern des Gebäu-des wurde 1638 das erste Mal urkundlich erwähnt und ist bis heute erhalten. „Als ich ein Kind war, hat der Keller meine Fantasie angeregt. Die Faszination des Mittelalters hat mich seither nicht mehr losgelassen“, sagt Oliver Spähn. 1997 hob er in diesem Sinne die „ritterliche Tafeley“ als Event-Gastronomie aus der Taufe. „Im Ritterkeller sind die Mägde und der Mundschenk mittelalterlich gekleidet. Im Housekeeping haben wir uns für einen weißen Spencer entschieden, auf dem unser Wappen aufgestickt wurde. Hier hat sich die mittelalterliche Kleidung aufgrund der not-wendigen Beweglichkeit nicht bewährt“, erklärt Oliver Spähn. Bald kam die Idee auf, den gastro-nomischen Betrieb um ein Hotel zu erweitern, das ebenfalls im Themenbereich Mittelalter angesiedelt ist. 2007 wurde der erste Teil des Hotels mit 14 Zimmern und 40 Betten sowie Tagungsräumen eröffnet. „Wir haben damals lange einen Hotelplaner gesucht, der auch ungewöhnliche Wege geht“, sagt Oliver Spähn. „Dass Neumeier und sein Team un-sere Ideen schon damals umsetzen konnten, macht einen großen Teil unseres Erfolgs aus.“ Angesichts dauerhaft hoher Auslastungs-quoten von ganzjährig weit über 80 % lag es nahe, das Hotel zu vergrößern. Neben Hilde-gard von Bingen und Columbus können die Gäste heute auf den Spuren bekannter Per-sönlichkeiten wie Galileo Galilei wandeln. „Beim Galilei-Zimmer haben wir das helio-zentrische Weltbild mit der Sonne im Zentrum in einem großen Wandbild dargestellt“, sagt der Geschäftsführer. Der Aufwand, die Zimmer in Stand zu halten, sei größer als bei einem normalen Hotel. Viele Gegenstände könne man eben nicht einfach nachbestellen oder kaufen. Oliver Spähn: „Aber das macht gerade unser Haus aus, dass wir anders sind als die anderen“, und kein Standardeinrich-ter alles eingebaut hat. „Immer wenn es kompliziert wird, etwas zu beschaffen oder zu bauen, wird es erst so richtig interessant für mich“, ergänzt er. Fotos: Hotel Arthus Auf den Spuren Hildegard von Bingens: Das Hotel Arthus in Aulendorf lädt mit neuen Themenzimmern in andere Welten ein. Hotel Arthus 88326 Aulendorf www.ritterkeller.de einrichtung


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