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Foto: Certified oder regionale Lebensmittel. Zugleich bli-cken wir auch auf technische Daten wie den Energieverbrauch. So haben wir für die verschiedenen Elemente ein Management-system entwickelt, das nachhaltige Daten und soziale Komponenten umfasst. Sie haben mit GreenSign nicht nur ein neu-es Siegel, sondern auch ein Institut lanciert. Wie kam es dazu? Als wir vor fünf Jahren überlegten, mehr im Bereich Nachhaltigkeit zu machen, fan-den wir kein grünes Siegel, das mehr als nur die Energie oder nur Food umfasste. Doch aufgrund unseres Namens sind wir immer wieder auf unsere nachhaltige Aus-richtung angesprochen worden, sodass ich es schließlich zur Chefsache erklärt habe. 2013 entwickelten wir mit Sandra Roch-nowski von der Hochschule Heilbronn das GreenSign-Siegel als fünfstufiges System und zertifizierten 2014 im Rahmen etlicher Schulungen und Gespräche die GreenLine Hotels. 2015 erweiterten wir den Zertifizie-rungskatalog auf sieben Kernbereiche und gründeten letzten Sommer ein Institut, um GreenSign allen Hotels anzubieten und Marktführer zu werden. Wir freuen uns, dass wir damit in der Branche offene Tü-ren einrennen. Gerade wollen wir z. B. die OTAs mehr einbinden. Generell haben wir bereits auch Anfragen für das Aufsetzen von Siegeln für spezielle Bereiche im Hotel oder auch für die Zulieferindustrie. Sollte sich GreenSign flächendeckend ver-breiten können, wie stellen Sie dennoch die Einzigartigkeit der GreenLine Hotels sicher? Das bleiben zwei verschiedene Felder. Wer sich GreenSign-zertifizieren lässt, hat seine Vorteile. Zugleich werden aber auch die GreenLine Hotels weiter gestärkt, indem das Siegel von einem Institut überprüft wird und die Kooperation die Hotels komplett vermarktet. Vielen Dank für das Gespräch. syk www.greenline-hotels.de Ökologisch = Ökonomisch Zwei Tage lang drehte sich im Februar auf dem Landgut Stober in Nauen alles um das Thema Nachhaltigkeit. Denn hier trafen sich die Mitglieder der Certified Green Hotels zum Certified Green Sum-mit. Das Landgut Stober, ein Bio-Hotel mit 105 Zimmern, wurde 2012 auf den Grund-mauern einer früheren Großscheune als eines der nachhaltigsten Hotels Europas errichtet. Es verfügt über eine Photovol-taikanlage zur Stromgewinnung, eine Re-genwasseranlage für alle WCs und eine Holzheizung zur Wärmegewinnung. Da-mit bieten sich dem Hotel zahlreiche Ein-sparpotenziale, die teilweise an den Gast weitergegeben werden. So konnte das Hotel zeigen, dass eine ökologische Vor-gehensweise nicht teurer sein muss. Auch durch einen Wechsel des Stromanbieters lassen sich Einsparungen erzie-len – selbst Hotels, die bereits günstige Tarife nutzen, können im vierstelligen Be-reich sparen, wie der Öko-Strom-Anbieter Lichtblick zeigte. Wer „grün“ denkt und lebt, der benötigt auch ein pas-sendes Leitbild. So stellt sich für Hotels die Frage, wo eine nachhaltige Idee hinführen soll und welche Ziele verfolgt werden. Der Markt und der Wunsch nach nachhaltigen Veran-staltungen Die Initiatoren des Certified Green Summit (Mitte: Certified Geschäftsführer Till Runte) Beim Certified Creen Summit loteten die Mitglieder der Certified Green Hotels Einsparpotenziale aus. wachsen stetig. Zertifizierte „Green Hotels“ können davon profitieren. Geht man davon aus, dass Unternehmen mit über 500 Mitarbeitern, die von öffentli-chem Interesse sind, viele Veranstaltungen durchführen, eröffnen sich hier neue Per-spektiven. Es gilt zudem als wahrschein-lich, dass die Grenze, ab wann Unterneh-men berichtspflichtig werden, langfristig auf 250 Mitarbeiter gesenkt wird. Zu Be-ginn der Maßnahmen fällt es diesen Unternehmen meist schwer, die Orien-tierung im Dschungel der Siegel und Auszeichnun-gen zu behalten und nicht in die „Greenwashing- Falle“ zu tappen, d. h. durch unglaubwürdige Aussagen Schaden anzurichten. Das Sie-gel „Certified Green Hotel“ kann hier eine Alternative bieten. Dieser Punkt soll beim zweiten Green Summit im September 2016 erneut Thema sein. www.certified.de


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