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Fotos: Land Gut Höhne, Christian Kretschmar für Joi-Design Erlebnisse zu bieten, die er zu Hause nicht hat, eine weitere. Das dachte sich auch Rooms Division Manager Eric Födisch vom Hotel Palace in Berlin, als er sich Ende 2014 mit dem Team dazu entschied, sich als Pilot-hotel für den Einsatz von Dusch-WC-Syste-men zu bewerben. Pilot im Bad Geberit hatte zusammen mit first class drei Hotels gesucht, die ein AquaClean Sela mit ihren Gästen testen wollen. Die von beiden zuvor durchgeführte Umfrage zum Thema Bad der Zukunft hatte ergeben, dass für jedes fünfte der befragten 283 Hotels ein Dusch-WC eine mögliche interessante An-schaffung sei. „Da Komfort-WCs in Hotels noch relativ selten eingesetzt werden, kann sich ein Haus damit von anderen abheben, einen echten USP bieten. Grundsätzlich empfiehlt sich ein Dusch-WC für alle Ho-tels, die auf Wellness setzen“, sagt Volker Röttger, Leiter Marketing Kommunikati-on bei Geberit. Und mit Wellness meint er Wohn-Wellness, Technik, Erlebnis – das sind viel zitierte Hotelbadtrends. Welche spannenden Umsetzungen hält der Markt inzwischen bereit? primär das Thema Wohngefühl im Bad, das zu vielen Hotelkonzepten, zu Leisure- und Businessgästen, aber auch zu internationa-len Gästen passt. Letztere sind das große Thema im Fünf-Sterne-Hotel Palace Berlin. Das Dusch-WC sorgt hier in der 240 m² gro-ßen Royal Suite für Aufwertung, auch wenn es nicht explizit kommuniziert wird. Offener geht Michael Große Holtforth vom Landhaus Beckmann im niederrheinischen Kalkar mit dem Thema um. Das zweite Pi-lothotel mit 41 Zimmern und vielen inter-nationalen Nato-Gästen nutzt ebenfalls seit Mitte 2015 je ein AquaClean Sela in seinen zwei Juniorsuiten – und bewirbt die neue Badausstattung auf seiner Website. Die Re-aktionen seitens der Gäste und des House-keepings sind durchweg positiv. Auch Michaela Richter, Inhaberin des Mar-burger Hofs im Herzen Marburgs und drit-tes Pilothotel, hat erfahren, dass sich viele Gäste eine Wasserreinigung auf der Toilette wünschen. Und das trifft gleichermaßen auf Städte- und Businessreisende zu. Im Zuge der Hotelmodernisierung haben daher gleich sechs Dusch-WCs Einzug gehalten. Noch mehr technische Erlebnisse gefällig? Statt singen unter der Dusche können z. B. gästebad + wäsche Bad als Highlight: Im Land Gut Höhne (o.) badet der Gast mit Zimmerblick. Für besondere Momente sorgen z. B. Dusch-WCs (u. l.), und Opulenz bietet das Hotel Grenzhof (u. r.). Spiegel mit Lautsprecher zur Soundanlage werden. Bei den 25hours Hotels ist die Mu-sik sogar in die freistehende Badewanne von zwölf Suiten gewandert. Dabei gibt das System Sound Wave von Kaldewei die Au-dio- Dateien von Bluetooth-fähigen Geräten wieder, sodass die leere oder gefüllte Ba-dewanne als Klangkörper fungiert und der Gast im Wasser den Rhythmus der Musik spüren kann. Das digitale Badevergnügen geht noch einen Schritt weiter, indem der Badende seine Wunschtemperatur sowie das Ein- und Auslaufen des Wassers mit der elektronischen Armatur Comfort Select per Fingertipp auswählt. Peter Joehnk von Joi- Design kann sich gut vorstellen, dass die Entwicklung im Hotelbad in dieser Rich-tung weitergeht und „der Start in den Tag mittels Monitoren im Spiegel und Duschbe-reich noch businessmäßiger“ wird. Bleibt ein möglicher dritter Ansatz, mehr Wohnlichkeit ins Bad zu bringen – mit Well-ness im Bad. Vor einigen Jahren als offe-ne Variante zelebriert, sorgte dies gerade in Business- und Städtehotels nicht immer für die gewünschte Begeisterung der Gäs-te. Für Kai-Timon Reucher vom Land Gut Höhne, Mitglied bei den Wellness Hotels & Resorts, der konsequent auf das Well-nesskonzept setzt, kein Problem. Der Ge-schäftsführer des Familienbetriebs hat vier Wellness-Suiten (Foto oben) und zwei der drei Wellness-Apartments mit einer eige-nen Sauna ausgestattet. Im Zuge der Erwei- 5/2016 29


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