Tee „vor Ort“:Entspannt dazulernen

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Foto: Nicklas kaffee + tee Entspannt dazulernen Sowohl farblich als auch beim Duft und Geschmack beginnt es hell, dezent und zart: Die erste Tasse ist gefüllt mit weißem Pai-Mu-Tan-Tee aus Taiwan, und Alexand-ra Gombault bringt die da-für verwendeten Knospen gleich mit an den Tisch. Da-mit erklärt die Tee-Somme-lière anschaulich, wie der weiße Tee zu seinem Na-men kommt: Man verwen-det nur die jungen, ungeöff-neten Teeknospen, die noch mit einem weißen, seiden-artigen Flaum umhüllt sind. Weitere Details und Nuan-cen stehen während des Tee-Nachmittags beim Probieren im Mittelpunkt. Seit vier Jahren bietet das Mövenpick Hotel Münster seine „Tea Time“ an, bei der Gäste von Ok-tober bis April sonntagnachmittags die Welt des Heißgetränks kennenlernen. Als exklusiver Tee- Partner ist seit einem Jahr Eilles mit an Bord. Alex-andra Gombault war als „Zeremonienmeisterin“ prädestiniert: Im Laufe der Ausbildung zur Hotelfach-frau im Mövenpick Hotel Münster entdeckte sie ihre Leidenschaft für Tee, absolvierte zunächst die Schulung zum TeaMaster Silber und setzte anschließend den TeaMaster Gold obendrauf. Eines will sie dennoch nicht: belehren oder mit Infor-mationen überfrachten. „Die Gäste sollen sich wohlfühlen und einen entspannten Sonntag haben“, so die Tee-Kennerin. Very British Der Weg ins „Chesa Röss-li“ führt durch das große, belebte Hotelrestaurant und sobald man in das 2010 renovierte kleinere Restaurant-Aushänge-schild des Hauses kommt, wird es ruhig und gemütlich. Auf den Ti-schen stehen Etagèren mit Sandwiches, Cookies und Scones, durch die langen Glas-fronten tritt viel Tageslicht, im hinteren Teil des Raumes reihen sich 15 Sorten Eilles-Tee neben Kännchen, Tassen und Samowar auf. Weiter geht es zum Grüntee: Die Tee- Expertin zeigt Unterschiede zwischen China und Japan – bei der ersten Va-riante werden die Teeblätter im Wok geröstet, während man sie beim japa-nischen Grüntee über Wasserdampf erhitzt. Entsprechend verschieden sind die Aromen: Der China-Grüntee wirkt kräftiger und erinnert an Bitterorange, die Japan-Version ist dagegen frischer, fruchtbetonter, grasig-grün und zeigt Anklänge von Birne, Zitrus und Passi-onsfrucht. Auf solche Feinheiten sollten sich Gäste einlassen können, und viele bringen bereits ausgeprägtes Tee-In-teresse und Grundkenntnisse mit. So sind es auch fast nur externe Teilnehmer, die sich zum Tee-Treffen einfinden. Jede Gäs-tegruppe kann individuell entscheiden, auf welche Tees sie sich konzentrieren möchte, sodass z. B. auch Schwarztee-Fans Spaß haben. „Meist probieren die Gäste sechs bis sieben verschiedene Tees, alles andere wird zu viel“, skizziert Alexandra Gombault. Das Interesse am Tee-Event steigt stetig, zu Spit-zenzeiten sind bis zu 30 Gäste vor Ort. „Die Nachfrage für Tee wächst in unserem Haus seit Jahren“, bemerkt Alexandra Gombault – beste Aussichten also für Tee-Fans im Münsterland. nic Die Tea Time hat sich in Münster etabliert – dank viel Know-how, exklusiven Tees und entspannter Stimmung. Mövenpick Hotel Münster 48149 Münster www.movenpick.com/muenster 4/2016 41


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