Hotel Jagdhof, Riezlern: Karierte Moderne

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Foto: Hotel Jagdhof, Schreiter hotelkonzepte Gleich mit dem ersten Schritt ins Ho-tel Jagdhof in Riezlern begrüßt der Hirsch den Gast des Vier-Sterne- Hotels im Kleinwalsertal als Emblem ge-genüber der Rezeption. Und konsequent begleitet er ihn durch den Jagdhof: dezent als silberne Statuette im Restaurant, als Geweihdeko an den Leuchten oder Kissenstickerei auf dem Zimmer. „Die Accessoires sind bei Weitem nicht die größte Neuerung, die das letzte Jahr brachte“, freut sich Nor-bert Giselbrecht, der die Gäste im grünen Janker begrüßt. Der gelernte Hotelkauf-mann ist seit November 2011 als Gastgeber und Hoteldirektor im Haus, zuvor hatter er das Via Salina See-hotel in Tirol ge-führt. Der Jagdhof profi-tiert vor allem von Das Hotel Jagdhof im Kleinwalsertal hat nach einem Umbau mit neuen Möbeln und optimierter Raumnutzung Gäste gewonnen. seiner Lage in der Ortsmitte. Aktivurlauber können den Skilift in nur 200 m Entfernung nutzen. Für die älteren Gäste, die das Ho-tel Jagdhof zum Großteil besuchen, ist be-sonders die Nähe zur Busstation wichtig. Das Gros der Besucher machen Wanderer und Skifahrer aus, die auch das Wellnessangebot – Sauna, Schwimmbad und Kos-metiksalon – nutzen. Das Hotel bietet 90 Betten, viele Zimmer gewähren Bergblick. Trotz der Ideallage fand Norbert Giselbrecht zunächst nicht die besten Bedingungen für ein florierendes Haus vor. „Das Mobiliar im Restaurant und auf den Zimmern war z. B. nicht mehr modern und teilweise beschä-digt“, erinnert sich Norbert Giselbrecht. Um das Gesamtbild zu verbessern und vor allem die Auslastung zu steigern, enga-gierte er im Mai 2015 Bachhuber Hoteleinrichtungen, die sich dem Restaurant und den Zimmern annahmen. „Die Herausfor-derung war, das Thema Jagd nicht inflati-onär umzusetzen, sondern in Kombination mit modernen Elementen und edlen Soli-tärmöbeln“, betont der Innenarchitekt Rudi Willnecker. Entscheidend war neben der neuen Möblierung auch die Neugestaltung der Lichtsituation mit indirekter Deckenbeleuchtung und die Ergänzung von Ein-bauspots. Binnen sechs Wochen erhielten die vier Speisebereiche – das Restaurant mit Buffet und erhöht liegender Stube einerseits sowie Barraum und abtrennbare Stube andererseits – ein neues Aussehen und partiell eine neue Aufteilung. So wur-den aus einem Speisebereich gegenüber von Rezeption und Bar der Barraum und eine kleine Lobby mit unterschiedlichen Sitzgelegenheiten sowie einem Kamin, der den Bereich von Rezeption und Bar trennt. „Durch die großzügigen Sitz-möbel im Lobbybereich finden hier geringfü-gig weniger Perso-nen Platz. Kom-pensiert werden diese Sitzplätze durch das Öffnen des Nebenraumes“, sagt Rudi Willnecker. Sanfte Vermittlung Alles neu machte der Mai letztes Jahr aber nicht. An vielen Stellen vermittelte der Hoteleinrichter zwischen bestehender und neuer Möblierung oder polsterte vorhandene Bän-ke neu. Für die Bezüge hat Norbert Giselbrecht dunkles Rot, Grün, Braun und Grau, teilweise kariert, gewählt, die zum bisheri-gen Interieur und österreichischen Flair des Hauses passen. Eine grüne Stoffbespan-nung an der Wand des Barraums schafft z. B. die Verbindung zur teilweise grünen Holztäfelung der unveränderten Bar. Die neuen Möbel sind zudem, ebenso wie die alten, aus Kiefernholz gefertigt, sodass kein Bruch sichtbar ist. „Die Decken haben wir nicht verändert, aber allein neue Leuchten, Teppiche und Vorhänge machen einen Raum moderner“, erzählt Norbert Giselbrecht. Das Restaurant hat nicht als einziger Bereich eine Modernisierung erfahren. In den Fluren hat Bachhuber im Herbst 2015 vor allem den Brandschutz auf den neuesten Stand gebracht und einige Gästebäder mit neuen Waschtischen und Waschbecken aus-gestattet. „Der Um-bau hat sich für uns voll gelohnt. Wir haben in diesem Winter über 10 % mehr Auslastung als letztes Jahr“, erzählt Norbert Giselbrecht. Diese liegt momentan bei knapp 90 %, und die Prognose für das Jahr sieht gut aus. jus Karierte Moderne Hotel Jagdhof A-6991 Riezlern www.jagdhof-kleinwalsertal.at 26 4/2016


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